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Unfallstatistik Schneesportunfälle
Grafik 1

- In der UVG-Statistik werden Snowboardunfälle erst seit 1995 separat ausgewiesen. Vorher waren sie unter „andere Wintersport-Unfälle“ erfasst.
- Die Anzahl Schneesportunfälle kann aufgrund der unterschiedlichen Schnee- und Witterungsverhältnisse von Jahr zu Jahr stark variieren. Im Jahr 2007 verunfallten gemäss UVG-Statistik ca. 21'000 Skifahrer/-innen und 7'300 Snowboardfahrer/-innen.
- Die Snowboardunfälle nahmen mit dem Aufschwung dieser Sportart stark zu. Seit dem Jahr 2000 ist dieser Anstieg aber verflacht.
- Mit ein Grund für den Anstieg der Snowboardunfälle war der anfänglich relativ hohe Anteil an Anfängern, deren Unfallrisiko in der Regel höher ist als dasjenige erfahrener Sportler/-innen.
Grafik 2 und 3


- Im Jahr 2007 betrugen die Kosten der Skiunfälle 177,6 Mio Franken; die Snowboardunfälle verursachten 32,0 Mio Franken.
- Die Entwicklung der Unfallkosten (Versicherungsleistungen) verläuft bei beiden Sportarten nahezu parallel zur Unfallhäufigkeit. Weil sich die Kosten der schwereren Unfälle auch noch in den Folgejahren auswirken, stimmen die beiden Kurven jedoch nur annähernd überein.
- Die Skiunfälle verursachen anteilsmässig höhere Kosten als die Snowboardunfälle, weil bei Skiunfällen die Verletzungen oft schwerer sind als bei Snowboardunfällen. (Siehe Grafik 6 „Verletzte Körperteile“ und Grafik 7 „Verletzungsdiagnosen“.)
- Das tiefere Durchschnittsalter der Snowboarderinnen und Snowboarder wirkt sich überdies positiv auf die Unfallkosten aus: Junge Leute sind in der Regel schneller wieder gesund. Ein wichtiger Grund für den Anstieg der Kosten von Unfällen im höheren Lebensalter sind die lohnabhängigen Versicherungsleistungen wie Taggelder und Renten. Ältere Versicherte mit Versorgerpflichten haben häufig auch höhere Löhne.
Grafik 4
- Ein ähnliches Bild wie bei den Unfallkosten ergibt die Analyse der entschädigten Ausfalltage je Unfall: Bei den Skiunfällen ist diese Zahl höher als bei den Snowboardunfällen, was auf die Schwere der Verletzungen schliessen lässt.
- Die Veränderung der Wirtschaftslage hat jedoch auf die entschädigten Ausfalltage ebenfalls einen Einfluss.
Grafik 5

- Der Anteil der Kollisionen bei den Ursachen von Schneesportunfällen ist relativ gering.
- Eine Untersuchung von Kollisionen auf Skipisten hat ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit, mit jemandem zu kollidieren, bei mittleren Frequenzen am höchsten ist. Sind wenig Leute auf der Piste, ist der Toleranzspielraum für unterschiedliches Fahrtempo und Fahrverhalten gross, weshalb es seltener zu Kollisionen kommt. Bei stark frequentierter Piste ist der Toleranzspielraum gering, so dass das Fahrverhalten eher den Verhältnissen angepasst wird und das Kollisionsrisiko dadurch sinkt. Die Schneesportler/-innen verhalten sich in der Regel diesbezüglich risikobewusst.
- Verglichen mit dem Total der Ski- bzw. Snowboardunfälle ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Kollision zu verunfallen, für Skifahrer und Snowboarder proportional ungefähr gleich gross.
Grafik 6

Bezüglich der verletzten Körperteile bestehen z.T. beträchtliche Unterschiede zwischen den beiden Sportarten:
- Bei den Skiunfällen ist der Anteil der Knieverletzungen bedeutend höher als bei den Snowboardunfällen.
- Snowboardfahrer/-innen verletzen sich tendenziell eher am am Rumpf, Rücken, Gesäss sowie am Unterschenkel, Knöchel und Fuss im Vergleich zu den Skifahrern.
- Skifahrer verletzen sich am häufigsten an Schultern, Oberarm und Armen.
Grafik 7


