Unfallstatistik Velounfälle

1987 lancierte die Suva erstmals eine Velohelm-Kampagne. Durch Sensibilisierung sowie den Verkauf von Velohelmen konnte seither erreicht werden, dass immer mehr Velofahrerinnen und Velofahrer freiwillig einen Helm tragen. Seit dem Jahr 2000 arbeiten die Suva und die bfu in der Förderung des Helm-Tragens eng zusammen.

Weder die bfu noch die Suva streben derzeit die Einführung eines Velohelm-Tragobligatoriums an. Bei den Erwachsenen wird nach wie vor auf die Eigenverantwortung und auf die Freiwilligkeit des Helmtragens gesetzt. Kinder sind jedoch beim Velofahren einem höheren Risiko ausgesetzt, weil ihre kognitiven sowie motorischen Fähigkeiten noch nicht voll entwickelt und sie im Verkehr noch ungeübt sind. Die bfu setzt sich deshalb für ein Velohelm-Obligatorium für Kinder bis 14 Jahre ein.

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Unfälle mit Verkehrsmitteln

  • Als Verkehrsteilnehmer sind Zweirad-Fahrer besonders schlecht vor den Folgen eines Unfalls geschützt.

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Entwicklung der Velounfälle und der Kopf-/Schädelverletzungen 1987 -2005

Mit dem Aufkommen der Mountainbikes und dem wachsenden Fitnessbewusstsein der Bevölkerung nahm die Popularität des Velofahrens in den 80er-Jahren stark zu. Als Folge davon stieg auch die Zahl der Velounfälle stark an. Sie hat zwischen 1987 und 2007 um 106% zugenommen.

  • Die Suva beschloss Ende der 80er-Jahre mit einer Helmkampagne etwas gegen die zahlreichen Velounfälle mit den potenziell gefährlichen Kopfverletzungen zu unternehmen.
  • Mit steigender Velohelm-Tragquote nimmt seit 1987 der Anteil der Kopf-/Schädelverletzungen bei Velounfällen tendenziell deutlich ab: 1987 lag der Anteil bei ca. 10%, im Jahr 2007 bei 5.9%.
  • Dank des Velohelms konnten bei Velounfällen viele Menschen vor schweren Verletzungen bewahrt werden.

Die unterschiedliche Unfallschwere (Unfall mit oder ohne Kopf-/Schädelverletzung) wirkt sich auf die durchschnittlichen Kosten von Velounfällen aus:
- Ein Unfall mit Kopf-/Schädelverletzung hat im Schnitt Versicherungsleistungen von Fr. 35‘300.- zur Folge.
- Ein Unfall ohne Kopf-/Schädelverletzungen hingegen kostet Fr. 5‘500.- .

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Immer mehr Velofahrerinnen und Velofahrer tragen einen Velohelm

Seit 1994 führt die bfu regelmässig Erhebungen über die Velohelm-Tragquote in der Schweiz durch. 2009 lag diese Tragquote im Durchschnitt bei 38%.

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Velohelm-Tragquote nach Alter und Region 2007

  • Im Jahr 2009 lag die durchschnittliche Velohelm-Tragquote in der Schweiz bei 38%. Diese Quote variiert je nach Personengruppe und Region z.T. stark.
  • Bei den Kindern hat sich das Fahren mit Velohelm am deutlichsten durchgesetzt. Das Risikobewusstsein und die Sorge der Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder dürfte dabei eine Hauptrolle spielen.
  • Jugendliche und junge Erwachsene sind generell die grösste Risikogruppe bezüglich der Freizeitunfälle. Werte wie Freiheit und Spass haben einen hohen Stellenwert. Dies dürfte der Grund dafür sein, dass die Velohelm-Traqquote bei dieser Altersgruppe unter dem Durchschnitt liegt.
  • In den mittleren Altersgruppen finden sich relativ viele sportliche und gesundheitsbewusste Velo- und Bike-Fahrerinnen. Bei diesen Zielgruppen wird der Velohelm immer mehr zu einem festen Bestandteil der Ausrüstung.
  • ·Die ältesten Fahrer/-innen benützen das Velo häufig als Transportmittel für kurze Strecken. Diese Fahrten werden oft ohne Helm unternommen. Vielleicht haben es ältere Menschen generell schwerer, sich das Velohelmtragen anzugewöhnen.