Sonne, Hitze und Ozon
Heisse Tipps für heisse Tage!

In Zusammenarbeit mit:
- SECO, Grundlagen Arbeit und Gesundheit
- IVA, Kantonale Arbeitsinspektorate
- SBV, Schweizerischer Baumeisterverband
- SGB, Schweizerischer Gewerkschaftsbund
- Krebsliga Schweiz
- Broschüre «Sonnenstrahlung: Kennen Sie die Risiken?» (Link ins Waswo)
- «Sonnenschutz – das Wichtigste in Kürze» (Link ins Waswo, auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Albanisch, Bosnisch-kroatisch-serbisch, Portugiesisch, Spanisch und Türkisch verfügbar)
- Faltprospekt «Heisse Tipps für heisse Tage» (Link ins Waswo)
Poster «Heisse Tipps für heisse Tage!» (PDF, 119 KB)
Das Wichtigste in Kürze:
- Checkliste Arbeiten an heissen Tagen auf Baustellen im Freien (Link ins Waswo)
Bauarbeit bei groser Hitze (PDF, 133 KB)- Hitze:
Während Hitzephasen im Sommer wird der Organismus des Menschen zusätzlich belastet, besonders wenn noch eine hohe Luftfeuchtigkeit dazukommt. Speziell betroffen sind Personen, die schwere körperliche Arbeit im Freien verrichten. Belastet ist vor allem der Kreislauf. Sehr hohe Umgebungstemperaturen können zu Hitzekrämpfen, Hitzeerschöpfung oder im schlimmsten Fall zu einem Hitzschlag führen.
Factsheet Hitze (PDF, 58 KB) - Sonneneinstrahlung (UV-Strahlen):
Ultraviolett-Strahlen sind unsichtbar und nicht spürbar. Wir begegnen ihnen täglich, sie sind Teil der Sonnenstrahlung. Im Sommer werden die Tageshöchstwerte zwischen 11.00 und 15.00 Uhr erreicht. Ab einer gewissen Intensität können UV-Strahlen Hautkrebs oder Augenschäden verursachen.
Broschüre «Sonnenstrahlung: Kennen Sie die Risiken?» (Link ins Waswo)
«Sonnenschutz – das Wichtigste in Kürze» (Link ins Waswo, in acht Sprachen verfügbar)
Kleinplakat «Auch bei der Arbeit braucht's starken Schutz.» (Link ins Waswo)
Kleinplakat «Outdoor-Berufe haben ein gemeinsames Risiko: zu viel Sonne.» (Link ins Waswo)
Factsheet Sonne (PDF, 52 KB) - Ozon:
Bei intensiver Sonneneinstrahlung bildet sich Ozon, vorwiegend im Frühsommer und im Sommer. Die Tageshöchstwerte werden in den späten Nachmittagsstunden erreicht (ca. 16.00 bis 18.00 Uhr). Bodennahes Ozon wirkt als Reizgas. Hohe Ozonbelastungen können zu Augenbrennen, Reizgefühl in Hals und Rachen, Atemnot und Kopfschmerzen führen.
Factsheet Sommersmog und Ozon (PDF, 48 KB)
Jede Person reagiert unterschiedlich auf Hitze
Hitze kann sich negativ auf die Gesundheit und die Sicherheit der Arbeitenden auswirken und unter Umständen die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit mindern.
Wie gut wir Hitze vertragen, hängt auch vom momentanen körperlichen Befinden ab. So wird die Hitze z.B. bei Erkältung oder anderen chronischen Erkrankungen deutlich schlechter ertragen. Im Allgemeinen reagieren schwangere Frauen, ältere und kranke Personen empfindlicher auf Hitze und Ozon.
Typische hitzebedingte Beschwerden können sich äussern als: Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Übelkeit, Erbrechen usw.
Typische ozonbedingte Beschwerden können sich äussern als: Reizerscheinungen der Augen und der Atemwege.
Technische Massnahmen
Arbeiten im Freien
- Einrichtungen zum Schutz vor Sonnenstrahlung
- Trinkwasser zur Verfügung stellen
Arbeiten in Gebäuden
- An exponierten Fenstern Storen montieren
- Ventilatoren zur Verfügung stellen
- Gegebenenfalls Klimageräte installieren
Organisatorische Massnahmen
Erste Hilfe und Notfallorganisation
- Verantwortlichkeiten bestimmen
Information der Mitarbeitenden über
- Beschwerden durch Hitze und Ozon sowie Erste-Hilfe-Massnahmen
- Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen (genügend trinken)
- Schutz vor Sonnenstrahlung: Kopfbedeckung, Kleidung, Hautschutzcreme
- Mitwirkungsrechte und Pflichten
Die Arbeitszeiten anpassen
- Arbeitszeiten im Rahmen des Arbeitsgesetzes verschieben und/oder einschränken
- Häufiger Erholungspausen gewähren
Die Tätigkeiten organisieren
- Schwere oder belastende Arbeiten auf den Morgen verlegen
- Arbeitsrhythmus anpassen
Arbeiten im Freien
- Strahlungsexposition möglichst vermeiden
- Schwere Arbeiten während der Ozonspitze am späteren Nachmittag vermeiden
Arbeiten in Gebäuden
- Fenster wenn möglich während der Nacht, spätestens aber am frühen Morgen öffnen
- Während des Tages Fenster schliessen und beschatten
- Für Luftbewegung sorgen
Persönliche Massnahmen
Auf Körpersignale achten
- Anzeichen von körperlichen Beschwerden wahrnehmen und Massnahmen ergreifen.
- Keine alkoholischen Getränke oder Drogen konsumieren.
Flüssigkeit zu sich nehmen
- Frühzeitig trinken, d.h. bevor sich der erste Durst meldet.
- Genügend und regelmässig trinken.
- Wasser oder schwach gesüsster Tee sind Süssgetränken vorzuziehen
Arbeiten im Freien
- Kopfbedeckung
- Sonnenbrille mit UV-Schutz
- Sonnenschutzcreme
- Immer körperbedeckende Kleidung tragen.
Besondere Abklärungen
sind erforderlich bei
- Körperlicher Schwerarbeit
- Arbeiten in engen Räumen (z. B. Führerstände, Krankabinen, Baugruben)
- Arbeiten mit besonderen Schutzausrüstungen
- Allein arbeitenden Personen
Rechtliche Grundlagen
- Arbeitsgesetz ArG, Artikel 6
- Unfallversicherungsgesetz UVG, Artikel 82
- Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV) mit Links auf die Wegleitung zur Arbeitssicherheit zu den wichtigen Artikeln
Grenzwerte am Arbeitsplatz (Maximale Arbeitsplatzkonzentrationswerte, MAK-Werte) (PDF, 411 KB)
Informationen zur aktuellen Situation:
- Wetter, Temperatur, Luftfeuchtigkeit: www.meteoschweiz.ch
- Ozon: www.ozon-info.ch
- UV: www.uv-index.ch
