Asbestvorsorge
In den "Medizinischen Mitteilungen" Nr. 75 (2004) der Suva erschien der nachfolgende Artikel zum Thema "Asbestexposition und arbeitsmedizinische Vorsorge". Sein Ziel ist es, aufzuzeigen, dass das seit über 25 Jahren unverändert ablaufende Prozedere auf Grund neuer Erkenntnisse angepasst werden musste. Die eingeführten Neuerungen stellen aus der Sicht der Arbeitsmedizin der Suva einen sinnvollen Kompromiss zwischen dem maximal Möglichen und dem Verzicht auf jegliche Vorsorgeuntersuchungen dar. Kompromisse setzen immer einen Ermessungsspielraum voraus.
Dass die Suva mit ihren Neuerungen zum Thema "arbeitsmedizinische Vorsorge ehemals Asbest Exponierter" dennoch auf dem richtigen Weg ist, zeigt ein Grundsatzpapier der American Thoracic Society (ATS; Documents Diagnosis and Initial Management of Nonmalignant Diseases Related to Asbestos; Am J Respir Crit Care Med [2004]; 170: 691-715), welches kurz nach dem Erscheinen des Artikels in den Medizinischen Mitteilungen veröffentlicht worden ist. Es befasst sich ausführlich mit verschiedensten Aspekten gutartiger Asbest induzierter Lungenkrankheiten, unter anderem auch mit der medizinischen Vorsorge. Es heisst dort:"Personen, deren Asbestexposition vor 10 und mehr Jahren begonnen hat und die keinerlei krankhafte Veränderungen zeigen, werden am besten mittels konventionellem Thoraxröntgen und Spirometrien in Abständen von 3 – 5 Jahren überwacht, um den Ausbruch einer Asbest bedingten Krankheit zu erfassen."
Weiter ist dem Text zu entnehmen, dass "Personen, die Asbest
exponiert waren, ein erhöhtes Risiko aufweisen an Lungenkrebs und malignem Mesotheliom zu erkranken.
Eine regelmässige Überwachung zu deren Früherfassung ist dagegen nicht zu empfehlen, weil ... nicht
belegt ist, dass damit die Mortalität gesenkt werden kann ...".
Asbestexposition und arbeitsmedizinische Vorsorge (PDF,
58 KB)
Anerkennungspraxis (PDF, 448 KB)
