Informationen zur Bauarbeitenverordnung (BauAV)

Informationen zur Bauarbeitenverordnung (BauAV)

Die Bauarbeitenverordnung legt die Massnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Arbeiten auf Baustellen fest. Auf dieser Seite sind die wichtigsten Informationen dazu zusammengestellt.
 

Art. 5 Schutzhelmtragpflicht

Schutzhelmtragpflicht

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen bei allen Arbeiten, bei denen sie durch herabfallende Gegenstände oder Materialien gefährdet werden können, einen Schutzhelm tragen.

 

Art. 3 Planung von Bauarbeiten

Bauleitung

Grundsätzlich müssen Bauarbeiten so geplant werden, dass das Risiko von Unfällen oder Gesundheitsbeeinträchtigungen möglichst klein ist.

 

2. Kapitel, Abschnitt 2 bis 4: Arbeitsplätze und Verkehrswege

 

2. Kapitel, 5. Abschnitt: Bestehende Bauten und Anlagen

Bestehende Bauten und Anlagen

Bei Arbeiten im Bereich bestehender Bauten und Anlagen mit Gefährdungen wie Verkehr, Werkleitungen, explosive Stoffe oder Gifte gilt: Die notwendigen Sicherheitsmassnahmen müssen vor Arbeitsbeginn mit dem Eigentümer schriftlich festgelegt werden.

 

2. Kapitel, 6. Abschnitt: Arbeitsumgebung

Arbeitsumgebung Bau

Durch Verminderung gesundheitsgefährdender Stoffe sowie durch natürliche oder künstliche Lüftung ist dafür zu sorgen, dass am Arbeitsplatz genügend Sauerstoff vorhanden ist und dass die Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Stoffe in der Luft nicht überschritten werden.

 

3. Kapitel: Arbeiten auf Dächern

Arbeiten auf Dächern

Auf Baustellen ist ein Grossteil der schweren Unfälle auf Abstürze zurückzuführen. Sie enden häufig mit einer Invalidität oder gar mit dem Tod des Verunfallten. Bei Arbeiten auf Dächern ist die Absturzgefahr besonders gross. Es ist deshalb unerlässlich, die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

 

4. Kapitel: Gerüste

Hochbau - Regel 1

Wird bei Hochbauarbeiten die Absturzhöhe von 3 m überschritten, so ist ein Fassadengerüst zu erstellen. Der Seitenschutz ist dreiteilig: er besteht aus Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett.

 

5. Kapitel: Gräben, Schächte und Baugruben

Gräben, Schächte und Baugruben

Die Böschungsneigungen sind der Standfestigkeit des Baugrundes anzupassen. Bei kritischen Böschungs- und Baugrubensituationen hilft das unten stehende Nachweisdokument dem Arbeitgeber, die notwendigen Angaben einzufordern und die Verantwortlichkeiten zu klären. Zudem ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Abbau von Gestein von über 5000 m3 pro Arbeitsstelle der Suva zu melden.

 

6. Kapitel: Rückbau- oder Abbrucharbeiten

Rückbau- oder Abbrucharbeiten

Vor Beginn der Arbeiten müssen die Sicherheits- und Gesundheitsrisiken ermittelt und die erforderlichen Massnahmen getroffen werden. Rückbau- und Abbrucharbeiten dürfen nur unter fachkundiger Aufsicht durchgeführt werden.

 

7. Kapitel: Untertagarbeiten

Untertagbau

Die Arbeitgeber sind verpflichtet, alle Untertagarbeiten vor der Ausführung der Suva zu melden. Von dieser Meldepflicht ausgenommen sind die Kontroll- und Unterhaltsarbeiten an und in bestehenden Tunnel.

 

8. Kapitel: Abbau von Gestein, Kies und Sand

Abbau von Gestein, Kies und Sand

Der Abbau hat nach einem vor Beginn der Arbeiten erstellten Plan zu erfolgen. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, einen Abbau von mehr als 5000 m3 vor der Ausführung der Suva zu melden.

 

8a. Kapitel: Arbeiten an wärmetechnischen Anlagen und Hochkaminen

Arbeiten an wärmetechnischen Anlagen und Hochkaminen

Die Bestimmungen über das sichere Arbeiten an wärmetechnischen Anlagen und Hochkaminen sind nicht mehr in der Kaminfegerverordnung, sondern in der Bauarbeitenverordnung geregelt.

 

9. Kapitel: Arbeiten am hängenden Seil

Arbeiten am hängenden Seil

Am hängenden Seil darf nur gearbeitet werden, wenn die Arbeiten nicht auf andere Weise und mit weniger Risiko ausgeführt werden können. Das Arbeiten am hängenden Seil gehört zu den Arbeiten mit besonderen Gefahren. Solche Arbeiten dürfen nur Arbeitnehmern übertragen werden, die dafür entsprechend ausgebildet sind.

 

10. Kapitel: Arbeiten in Rohrleitungen

Rohrleitung

Vor Beginn der Arbeiten in Rohrleitungen, bei denen Personen eingesetzt werden und Brand-, Explosions- sowie Vergiftungsgefahr nicht ausgeschlossen werden können, muss ein schriftliches Sicherheits- und Rettungskonzept erstellt werden.