Sonne, Hitze, Ozon

Sonne, Hitze, Ozon

Die Sonne bringt unseren Kreislauf in Schwung und schenkt uns Wohlbefinden. Die Sonne ist aber auch eine Gefahr: UV-Strahlen, Hitze und Ozon können sich negativ auf die Gesundheit und Sicherheit auswirken. Wie müssen sich Arbeitnehmende schützen? Und was hat der Arbeitgeber vorzukehren?

Sonne, Hitze, Ozon

Wer unter freiem Himmel in der Hitze arbeitet, ist besonders gefährdet: Strassenarbeiter, Bauarbeiter, Dachdecker, Gärtner usw. Unterschätzen Sie die Risiken nicht – auch wenn sonnengebräunte Haut zum Image Ihres Berufes zählt.

Gehört Ihr Unternehmen zum Baugewerbe? Dann empfehlen wir Ihnen, als Erstes die folgende Checkliste auszufüllen: Checkliste «Arbeiten an heissen Tagen auf Baustellen im Freien»(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet)  

 

Hitze

Hitzeschutz

Während Hitzephasen im Sommer wird der Organismus des Menschen zusätzlich belastet, besonders wenn noch eine hohe Luftfeuchtigkeit dazukommt. Speziell betroffen sind Personen, die schwere körperliche Arbeit im Freien verrichten. Belastet ist vor allem der Kreislauf. Sehr hohe Umgebungstemperaturen können zu Hitzekrämpfen, Hitzeerschöpfung oder im schlimmsten Fall zu einem Hitzschlag führen.

 

UV-Strahlen

 

Ozon

Ozon

Bei intensiver Sonneneinstrahlung bildet sich Ozon, vorwiegend im Frühsommer und im Sommer. Die Tageshöchstwerte werden in den späten Nachmittagsstunden erreicht (ca. 16.00 bis 18.00 Uhr). Bodennahes Ozon wirkt als Reizgas. Hohe Ozonbelastungen können zu Augenbrennen, Reizgefühl in Hals und Rachen, Atemnot und Kopfschmerzen führen.

 Factsheet Arbeitsmedizin «Sommersmog und Ozon» (85 KB)(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet; Dieses Dokument ist nicht barrierefrei.)

 

Schutz der Mitarbeitenden

Technische Massnahmen  

Arbeiten im Freien

  • Einrichtungen zum Schutz vor Sonnenstrahlung installieren.
  • Trinkwasser zur Verfügung stellen.
Arbeiten in Gebäuden
  • An exponierten Fenstern Storen montieren.
  • Ventilatoren zur Verfügung stellen.
  • Gegebenenfalls Klimageräte installieren.

Organisatorische Massnahmen  
Erste Hilfe und Notfallorganisation
  • Verantwortlichkeiten bestimmen.
Information der Mitarbeitenden über
  • Beschwerden durch Hitze und Ozon
  • Erste-Hilfe-Massnahmen
  • Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen (genügend trinken!)
  • Schutz vor Sonnenstrahlung: Kopfbedeckung, Kleidung, Hautschutzcreme, Sonnenbrille
  • Mitwirkungsrechte und Pflichten der Arbeitnehmenden
Die Arbeitszeiten anpassen
  • Arbeitszeiten im Rahmen des Arbeitsgesetzes verschieben und/oder einschränken.
  • Häufiger Erholungspausen gewähren.
Die Tätigkeiten organisieren
  • Schwere oder belastende Arbeiten auf den Morgen verlegen.
  • Arbeitsrhythmus anpassen.
Arbeiten im Freien
  • Strahlungsexposition möglichst vermeiden.
  • Schwere Arbeiten während der Ozonspitze am späteren Nachmittag vermeiden.
Arbeiten in Gebäuden
  • Fenster wenn möglich während der Nacht, spätestens aber am frühen Morgen öffnen.
  • Während des Tages Fenster schliessen und beschatten
  • Für Luftbewegung sorgen.

Persönliche Massnamen  
Auf Körpersignale achten
  • Anzeichen von körperlichen Beschwerden wahrnehmen und Massnahmen ergreifen.
  • Keine alkoholischen Getränke oder Drogen konsumieren.
Flüssigkeit zu sich nehmen
  • Frühzeitig trinken, d.h. bevor sich der erste Durst meldet.
  • Genügend und regelmässig trinken.
  • Wasser oder schwach gesüsster Tee sind Süssgetränken vorzuziehen.
Arbeiten im Freien
  • Kopfbedeckung
  • Sonnenbrille mit UV-Schutz
  • Sonnenschutzcreme
  • Immer körperbedeckende Kleidung tragen.

 

Rechtliche Grundlagen

Arbeitsgesetz ArG, Artikel 6(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet)  

Unfallversicherungsgesetz UVG, Artikel 82(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet)  

Grenzwerte am Arbeitsplatz (Maximale Arbeitsplatzkonzentrationswerte, MAK-Werte)(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet)  

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SECO; Grundlagen Arbeit und Gesundheit; IVA, Kantonale Arbeitsinspektorate; SBV, Schweizerischer Baumeisterverband; SGB, Schweizerischer Gewerkschaftsbund und Krebsliga Schweiz.