Suchtmittel am Arbeitsplatz

Suchtmittel am Arbeitsplatz

Viele Betriebe tun sich schwer mit dem Thema «Suchtmittel am Arbeitsplatz». Sie reagieren erst bei einem akuten Fall. Es lohnt sich aber, nicht zuzuwarten, sondern von vornherein klare Regeln durch die Betriebsleitung festzulegen.

Suchtmittel am Arbeitsplatz

Sind die Regeln bestimmt, müssen sie den Mitarbeitenden auf attraktive Weise vermittelt werden. Mit einem «von oben» diktierten Alkoholverbot allein ist es nicht getan. Die Gefahren von Suchtmitteln am Arbeitsplatz müssen aufgezeigt werden.

Das sagt das Gesetz

Das Gesetz nimmt Arbeitgeber und Arbeitnehmer in die Pflicht:
Wer als Arbeitgeber und/oder Vorgesetzter wissentlich einen Mitarbeiter, der angetrunken oder sonst sicherheitsrelevant beeinträchtigt ist, arbeiten lässt, macht sich strafbar (Unfallversicherungsgesetz Art. 82(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet) ). Die Einschätzung, wann jemand arbeitsfähig ist oder nicht, liegt im Ermessen des Vorgesetzten. Im Gesetz wird keine Promillegrenze genannt.

Siehe dazu auch Info-Broschüre «Suchtmittel am Arbeitsplatz aus rechtlicher Sicht»(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet) .

Empfehlungen der Suva:

  • Klare Regeln aufstellen und durchsetzen.
  • Gegen ein Feierabendbier haben wir nichts einzuwenden. Rauschmittel und Arbeit passen aber nicht zusammen.
  • In den Personalrestaurants hat Alkohol nichts zu suchen.
  • Hilfe statt Entlassung: Mitarbeitende, die nicht mit Rauschmitteln umgehen können, müssen zuerst vom direkten Vorgesetzten darauf angesprochen werden. Wenn sich der Betroffene nicht helfen lassen will, muss eine Kündigung ins Auge gefasst werden.

Weitere Informationen: