Welche Massnahmen sind zu treffen?

Asbest erkennen - richtig handeln

Richtig handeln

Wie Sie im Falle von Asbest richtig handeln, erfahren Sie unter Massnahmen und praktische Anleitungen.

 

EKAS-Richtlinie Nr. 6503 «Asbest»

EKAS-Richtlinie Nr. 6503 «Asbest»

Die erforderlichen Massnahmen für den Umgang mit asbesthaltigen Materialien sind in der EKAS-Richtlinie Nr. 6503 «Asbest»(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet)   festgehalten. Die Richtlinie zeigt den Arbeitgebern einen Weg auf, wie sie ihre Verpflichtungen zur Verhütung von asbestbedingten Berufskrankheiten erfüllen können. Sie dient der einheitlichen, sachgerechten und dem Stand der Technik entsprechenden Anwendung der Vorschriften.

Für alle Arbeitnehmenden, die Arbeiten an asbesthaltigen Materialien ausführen, gelten ebenfalls die Anforderungen von EKAS-Richtlinie 6503. Insbesondere sind die generellen Anforderungen betreffend Anleitung, Ausbildung und arbeitsmedizinische Vorsorge einzuhalten.

 

Vorgehen ist den vorhandenen Gefährdungen anzupassen

Arbeiten an schwachgebundenen Asbestprodukten sind besonders gefährlich. Schon bei geringer Einwirkung lösen sich die Asbestfasern aus dem Verbund und führen zu hohen Faserkonzentrationen in der Luft. Arbeiten, bei denen erhebliche Mengen gesundheitsgefährdender Asbestfasern freigesetzt werden können, dürfen deshalb nur von anerkannten Spezialfirmen ausgeführt werden.

Bei den starkgebundenen Asbestprodukten werden in der Regel nur bei mechanischer Bearbeitung (Fräsen, Bohren, Brechen, Schneiden usw.) viele Fasern freigesetzt. Solche Arbeiten sind grundsätzlich zu vermeiden. Ansonsten gibt es für bestimmte Tätigkeiten in den entsprechenden Regeln der Technik beschriebene Massnahmen (siehe unten), die eine grosse Asbestfaserfreisetzung verhindern. Solche Tätigkeiten dürfen unter Einhaltung der Regeln der Technik von instruierten Berufsleuten ausgeführt werden.

Drei Gefährdungsstufen und was sie bedeuten

Die Wahrscheinlichkeit einer Asbestfaserbelastung kann mit Hilfe von drei Gefährdungsstufen beurteilt werden (Broschüre "Asbest erkennen – richtig handeln"). Die Beurteilung erfolgt aufgrund von Erfahrungswerten, die durch viele Messungen belegt sind.

Drei Gefährdungsstufen und was sie bedeuten

Die Faserfreisetzung (und somit die Gefährdung) ist grundsätzlich bei schwachgebundenen Asbestprodukten höher als bei starkgebundenen. Entscheidend ist auch, ob und wie die Materialien bearbeitet werden.

Kurzinformation für den Umgang mit typischen Asbestanwendungen

In der Broschüre "Asbest erkennen – richtig handeln"(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet)   werden die Gefährdungsstufen für typische Asbestprodukte angegeben. Die Broschüre informiert auch darüber, wie jeweils vorzugehen ist und welche Massnahmen zu treffen sind.

 

Praktische Anleitungen

Können erhebliche Mengen gesundheitsgefährdender Asbestfasern freigesetzt werden, so dürfen die Arbeiten nur von anerkannten Asbestsanierungsunternehmen ausgeführt werden (Bauarbeitenverordnung Art. 60b(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet)  ).

In den folgenden Regeln der Technik werden für bestimmte Arbeiten die erforderlichen Massnahmen beschrieben, die erfahrungsgemäss eine erhöhte Faserfreisetzung verhindern. Für alle Arbeitnehmenden, die solche Arbeiten ausführen, gelten insbesondere auch die generellen Anforderungen der EKAS-Richtlinie 6503(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet)  .

Suva-Publikationen

Branchenspezifische Publikationen

Die Asbestgefahr wird häufig unterschätzt. Betroffen sind Arbeitnehmende unterschiedlicher Branchen. Möglicherweise waren sie in der Vergangenheit asbestexponiert  oder sie können auch heute noch mit Asbest oder asbesthaltigen Werkstoffen und Produkten in Kontakt kommen.

Um die bestmögliche Information der Betroffenen zu gewährleisten, arbeitet die Suva mit Berufsverbänden zusammen und erstellt mit diesen branchenspezifische Publikationen für die Prävention. Diese zeigen für spezifische Arbeitssituationen die Gefährdung durch das Freisetzen von Asbestfasern und die erforderlichen Massnahmen auf. Das Angebot branchenspezifischer Informationen wird laufend erweitert.

Gemeinsam mit betroffenen Branchen und Verbänden erarbeitete Publikationen:

Weitere Publikationen