Unfallstatistik Velounfälle

Kampagnen

Velo-Kampagne

Die langjährige Velohelm-Kampagne bewirkte, dass die Helmtragquote von unter 5 Prozent (1994) auf heute rund 40 Prozent erhöht und der Anteil der Kopf- und Schädelverletzungen bei Velounfällen reduziert werden konnte. Nun ist ein Kurswechsel angesagt.

Velo-Kampagne

Zwar bleibt das Helmtragen nach wie vor unerlässlich. Neu steht aber das sichere Fahrverhalten im Zentrum der Kampagne.

Sicher durch den Kreisel: Ab durch die Mitte.

Mit optimalem Fahrverhalten sollen Velounfälle - insbesondere Kollisionen - gar nicht erst passieren. Um das zu erreichen, setzt die Suva in diesem und nächsten Jahr den Schwerpunkt auf sicheres Kreiselfahren. Dieses anspruchsvolle Manöver wird an neun «slowUp» und mit dem Film «Cruiser und Bella: ab durch die Mitte!» erlebbar gemacht.

Strassenverkehrsunfälle nach benutztem Transportmittel

Strassenverkehrsunfälle nach benutztem Transportmittel
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Die absolut häufigsten Strassenverkehrsunfälle gibt es mit Personenwagen und mit Fahrrädern.

Da das Unfallrisiko bei einem Transportmittel u.a. abhängig ist von der Expositionszeit, bedeuten diese hohen Unfallzahlen nicht, dass das Risiko für einen Unfall bei den Auto- und/oder Fahrradfahrern höher ist als bei den übrigen Verkehrsteilnehmern.

Strassenverkehrsunfälle mit dem Fahrrad

Strassenverkehrsunfälle mit dem Fahrrad
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Von 1987 bis 1994 hat die Anzahl der Verkehrsunfälle mit dem Fahrrad zugenommen. Eine mögliche Erklärung dafür ist die immer höher werdende Expositionszeit beim Fahrradfahren (Fitness-/Fahrradboom der 80er-Jahre). 1995/1996 gab es einen Einbruch der Unfallzahlen. Das kann verschiedenen Ursachen haben. Möglicherweise  wurden in dieser Zeit die Rahmenbedingungen für das Velofahren in der Freizeit und im Alltag optimiert und somit das Radfahren im Verkehr sicherer.

Bis 2009  gab es dann wieder einen Anstieg der Unfallzahlen. Der Grund dafür könnte eine erhöhte Expositionszeit durch die zunehmende Gesundheitsorientierung der Bevölkerung sein.

Helmtragquote

Helmtragquote
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Die Suva setzt sich seit 1987 mit verschiedenen Massnahmen für die Förderung des freiwilligen Helmtragens ein. Mit Erfolg: Seit 1994 ist die Helmtragquote von 4 auf 40 Prozent gestiegen.

Aufteilung der Fahrradunfälle in Kollisionen und Selbstunfälle

Aufteilung der Fahrradunfälle in Kollisionen und Selbstunfälle
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Gemäss UVG-Statistik ereignen sich im Strassenverkehr jährlich rund 15'350 Fahrradunfälle. 82 Prozent davon sind auf Selbstunfälle zurückzuführen und 18 Prozent werden durch Kollisionen verursacht. Meist ereignet sich der Zusammenstoss mit einem Personenwagen.

Mit der Neuausrichtung der Velokampagne konzentriert sich die Suva auf Kollisionsunfälle, da diese meist viel schwerwiegendere Folgen nach sich ziehen, als Selbstunfälle. Folglich sind auch die Kosten pro Kollisionsunfall mehr als doppelt so hoch wie die eines Selbstunfalls.

Unfallkosten der Fahrradunfälle

Unfallkosten der Fahrradunfälle
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Die jährlich laufenden Kosten der Fahrradunfälle belaufen sich zwischen 2005 und 2009  auf 123 Mio. CHF. Davon werden 79.5 Mio. CHF von Selbstunfällen verursacht und 43.6 Mio. CHF von Kollisionsunfällen.

Die höheren jährlich laufenden Kosten der Selbstunfälle sind darauf zurückzuführen, dass es viel mehr Selbstunfälle gibt als Kollisionsunfälle (siehe Abb.4). Die Kosten pro Unfall sind bei den Kollisionsunfällen jedoch einiges höher als bei den Selbstunfällen. Dies lässt darauf schliessen, dass die Kollisionsunfälle viel schwerwiegendere Verletzungen verursachen als Selbstunfälle. Diese Aussage wird von der Tatsache unterstützt, dass bei den Kollisionsunfällen der Anteil der Fälle mit entschädigten Tagen höher liegt als bei Selbstunfällen.