Initiative Berufliche Reintegration

Initiative Berufliche Reintegration

Die Suva lancierte in Koordination mit der Invalidenversicherung (IV) die «Initiative Berufliche Reintegration».

Mit der Initiative unterstützt sie Verunfallte, die wegen eines Unfalls nicht an ihren bisherigen Arbeitsplatz zurückkehren können und von der IV keine Leistungen für eine Umschulung erhalten.

Die Initiative richtet sich an

Verunfallte, die aufgrund eines Unfalls

  • keinen Arbeitgeber mehr haben,
  • im bisherigen Betrieb für keine geeignetere Aufgabe eingesetzt werden können,
  • keinen Anspruch auf Leistungen der IV in Form einer Umschulung haben.

Suva-versicherte Betriebe mit geeigneten Arbeitsplätzen, entweder:

  • zur Einarbeitung während 3 bis 12 Monaten,
  • zur Ausbildung während 6 bis 24 Monaten oder
  • Betriebe, die bereit sind, die Ausgebildeten nach dieser Ausbildungs- oder Einarbeitungszeit fest anzustellen.

Berufliche Reintegration zahlt sich aus

Die Suva unterstützt das Engagement von Arbeitgebern bei der beruflichen Reintegration. Sie offeriert Betrieben während der Reintegrationsphase:

  • Versicherungsschutz für den Mitarbeitenden
  • keine Belastung in den Prämien-Einreihungssystemen bei einem eventuellen Unfall
  • Taggeldleistungen während der Einarbeitungs- und Ausbildungszeit
  • Entschädigung für betriebliche Eingliederungsmassnahmen (Arbeitsplatzanpassungen, Kurs etc.)
  • Coaching am Arbeitsplatz durch einen Case Manager der Suva

Betriebe, die einen Verunfallten nach der Einarbeitung bzw. Ausbildung fest anstellen, werden zusätzlich honoriert. Die Höhe des Erfolgshonorars von maximal 10000 Franken wird je nach Aufwand und Erfolg der Reintegration festgelegt.

Berufliche Reintegration wirkt sich für alle Beteiligten positiv auf die Versicherungsprämien aus. Denn weniger Neurenten kommen letztlich allen Suva-Versicherten in Form tieferer Prämien zugute.