Geldleistungen

Geldleistungen

Taggeld (Lohnentschädigung)

Das Taggeld beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80% des versicherten Verdienstes und wird ab dem 3. Tag nach dem Unfalltag bis zur Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit bzw. bis zum Beginn einer allfälligen Invalidenrente für jeden Kalendertag periodisch ausbezahlt. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird das Taggeld entsprechend angepasst.

Ist der Versicherte arbeitslos, wird das Taggeld aufgrund des vor der Arbeitslosigkeit erzielten Lohnes berechnet, darf aber das vor dem Unfall bezogene Taggeld der Arbeitslosenversicherung nicht übersteigen. Der höchstversicherte Verdienst beträgt CHF 126'000.--.

Invalidenrente

Die Invalidenrente beträgt 80% des versicherten Verdienstes bei Vollinvalidität; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend angepasst. Die Rente wird festgesetzt, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Die Renten werden monatlich im voraus ausbezahlt. Ändert sich der Invaliditätsgrad erheblich, wird die Rente entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Nach dem Eintritt des Versicherten ins AHV-Alter wird die Invalidenrente nicht mehr revidiert.

Integritätsentschädigung

Bei dauernder erheblicher Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität infolge eines Unfalles oder einer Berufskrankheit wird eine Integritätsentschädigung gewährt. Diese Entschädigung ist eine nach der Schwere des Integritätsschadens abgestufte Kapitalleistung; sie wird unabhängig von einer allfälligen Invalidenrente ausgerichtet und darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen.

Hilflosenentschädigung

Bedarf ein Versicherter, der wegen eines Unfalles oder einer Berufskrankheit invalid geworden ist, dauernd der Hilfe Dritter, um die alltäglichen Lebensverrichtungen zu bewältigen, erhält er zusätzlich zur Invalidenrente eine nach dem Grad der Hilflosigkeit bemessene Hilflosenentschädigung. Beim Aufenthalt in einer Heilanstalt besteht kein Anspruch auf diese Leistung. Die Hilflosenentschädigung beläuft sich monatlich auf mindestens den doppelten und höchstens den sechsfachen Höchstbetrag des versicherten Tagesverdienstes.

Hinterlassenenrenten

Wenn der Versicherte an den Folgen eines Unfalles oder einer Berufskrankheit stirbt, haben die Kinder und - unter bestimmten Voraussetzungen - der Überlebende bzw. geschiedene Ehegatte Anspruch auf Hinterlassenenrenten. Witwe, bzw. Witwer erhalten 40%, Vollwaisen 25%, Halbwaisen 15%, zusammen jedoch höchstens 70% des versicherten Verdienstes.

Ausserhalb des für die Hinterlassenen festgesetzten Rahmens von 70% stehen rentenberechtigten geschiedenen Ehegatten 20% des versicherten Verdienstes zu, höchstens aber der geschuldete Unterhaltsbeitrag. Ein geschiedener Ehegatte ist rentenberechtigt, d.h. der Witwe oder dem Witwer gleichgestellt, wenn der Verunfallte ihm gegenüber zu Unterhaltsbeiträgen verpflichtet war.