Schmierstoffe schaden der Haut – Schützen Sie Ihre Mitarbeitenden davor!

  • Schmierstoffe belasten die Haut und können zu Hautkrankheiten führen.
  • Der direkte Kontakt mit Schmierstoffen muss vermieden werden.
  • Eine Hautschutz-Creme bietet eine einfache und nützliche Art sich zu schützen.
  • Sie als Arbeitgeber sind verpflichtet die Gefährdungen an den Arbeitsplätzen zu erkennen und geeignete Schutzmassnahmen für die Mitarbeitenden einzuleiten.

Hautschutz kostet wenig, spart aber viel

Der Aufwand für einen effektiven Hautschutz bei den Mitarbeitenden ist für den Betrieb gering. Hingegen fallen die Kosten, wenn Mitarbeitende am Arbeitsplatz fehlen, um einiges höher aus. Eine Hautkrankheit führt in der Regel dazu, dass eine betroffene Person während längerer Zeit und wiederholt nicht arbeiten kann. So wird ein einzelner Fall von Hautkrankheit rasch teurer, als wenn die Mitarbeitenden konsequent ihre Haut schützen. Betroffene sind oft gezwungen ihren Beruf aufzugeben. Sie als Arbeitgeber verlieren damit eine zuverlässige Arbeitskraft.

Was Sind Ihre Pflichten als Arbeitgeber?

Als Arbeitgeber sind Sie für die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden verantwortlich. Sie sind gesetzlich verpflichtet u.a. die Hautgefährdungen am Arbeitsplatz zu erkennen, zu bewerten und die geeigneten Schutzmassnahmen für die Mitarbeitenden einzuleiten.

Massnahmen zur Verhütung von Berufskrankheiten treffen:
Ihre Mitarbeitenden sind im Gegenzug verpflichtet:

 

Welche Hautschutz-Massnahmen können Sie den Mitarbeitenden anbieten?

Ein Überblick der richtigen Hautschutz-Massnahmen in Ihrem Betrieb:
Schema Schmierstoffe
Hände. Hautschutz-Creme

Als Arbeitgeber kennen Sie die Schmierstoffe, die in Ihrem Betrieb eingesetzt werden. Ebenso die nötigen Schutzmassnahmen zu diesen Stoffen. Die erste und einfachste Wahl, die Haut beim Umgang mit Schmierstoffen zu schützen, ist die Anwendung einer Hautschutz-Creme. Sie finden hier  eine Auswahl an Hautschutz-Cremes.

Eine Hautschutz-Creme bietet eine einfache, aber nützliche Art die Haut zu schützen, aber nur dann, wenn diese richtig und mehrmals täglich angewendet wird. Besonders bei wiederholter Exposition mit Schmiermitteln und in Kombination mit Entfettern, Detergenzien, Säuren und Laugen oder im Umgang mit ätzenden Stoffen ist das Tragen von Schutzhandschuhen unerlässlich.

 

Richtige Schutzhandschuhe stören nicht bei der Arbeit. Ausnahme: Bei Maschinen mit rotierenden Teilen, dürfen keine Handschuhe getragen werden. Wichtig: Die Handschuhe müssen gut sitzen. Achten Sie auf die richtige Grösse. So bieten die Schutzhandschuhe ein gutes Gefühl und man kann damit auch kleine Teile oder Instrumente bedienen.


Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, geeignete Schutzhandschuhe zur Verfügung zu stellen. Bei Anwendungen ohne mechanische Gefährdungen eignen sich Einweg-Handschuhe aus Nitril. Diese dürfen aber nur für kurze Arbeitseinsätze eingesetzt werden.

Nitril – Handschuhe für kurze Einsätze
Handschuhe für kurze Einsätze

Einweg-Handschuhe aus dem Material Nitril widerstehen nur einer gewissen Anzahl Chemikalien.

 

Hier finden Sie Handschuhe aus Nitril  

 

Handschuhe für langzeitige Anwendungen
Handschuhe für langzeitige Anwendungen

 

Hier finden Sie die passenden Handschuhe  

 

Die richtige Grösse ist entscheidend
Die richtige Grösse ist entscheidend

Die Handschuhe müssen passen und eng an der Haut anliegen. An den Fingerspitzen darf es keine Hohlräume geben.

Hier finden Sie eine Schablone  zum Bestimmen der richtigen Grösse. Drucken Sie diese auf einem A4-Blatt aus und halten Sie Ihre Hand darauf.

An Arbeitsplätzen, an denen unterschiedliche Tätigkeiten mit verschiedenen Schmierstoffen ausgeübt werden, muss auf einen kombinierten Hautschutz geachtet werden – Haut-Creme, Handschuhe, Reinigungs- und Haut-Pflegemittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.

Kühlschmierstoffe

Ein Kontakt mit Kühlschmierstoffen erfolgt beispielsweise bei folgenden Arbeiten:

  • beim Berühren von Werkstücken mit Kühlschmierstoffen auf der Oberfläche
  • bei der Reinigung von Werkzeugmaschinen
  • beim Abblasen von Teilen
  • beim Richten des Kühlwasserschlauches bei konventionellen Maschinen
Abblasen von Teilen

Beim Abblasen von Teilen ist grösste Vorsicht geboten! Dadurch gelangen Spritzer auf die Haut (zum Beispiel das Gesicht) und an Kleider. Eine Kontamination verbreitet sich damit grossflächig und gefährdet im Arbeitsumfeld alle Mitarbeitenden.

Kühlschmierstoff-Pflege
Kühlschmierstoff-Pflege

Überwachen Sie die Qualität der Kühlschmierstoffe. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Lieferanten. Gehen Sie bei der Zugabe von Konservierungsmittel vorsichtig um. Überschreiten Sie die empfohlene Konzentration an Konservierungsmittel nicht! Lassen Sie sich vom Produktelieferanten beraten.

Kühlschmierstoffe als Allergie-Auslöser
Kühlschmierstoffe als Allergie-Auslöser

Bestimmte Inhalte von Kühlschmierstoffen oder Konservierungsstoffen (EUH203), aber auch Metalle, können Hautallergien auslösen. Die Haut rötet sich und schwillt an. Es bilden sich Knötchen, nässende Bläschen und später auch Schuppen. Ganz typisch ist ein starkes Jucken. Die Allergie kann sich auf andere Hautpartien ausbreiten, die gar keinen Kontakt mit dem Auslöser hatten, zum Beispiel die Unterarme. Hat eine Person einmal allergisch auf einen Stoff reagiert, löst selbst ein erneuter, geringer Kontakt damit (zum Beispiel mit Handtüchern oder Werkzeugen) immer wieder die gleichen Reaktionen aus.

Was müssen Sie tun, wenn Ihre Mitarbeiter Hautprobleme bekommen?

Ermitteln und beurteilen Sie die Hautgefährdungen. Setzen Sie Schutzmassnahmen um. Melden Sie die Hautkrankheit bei der Unfallversicherung.

Wenn der begründete Verdacht besteht, dass die Hautkrankheit durch die Arbeit ausgelöst wurde, melden Sie dies bei Ihrer Unfallversicherung. Ihre Mitarbeitenden sind über die Unfallversicherung auch gegen Berufskrankheiten versichert.

Ihr Verband unterstützt Sie

Branchenspezifische Verbände bieten ihren Mitgliedern eine Branchenlösung für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz an. Als Teilnehmer dieser Branchenlösung erhalten Sie Informationen und Unterstützung, damit Sie Ihren Mitarbeitenden sichere und gesunde Arbeitsplätze ermöglichen.

  • 2Hände  
    Informationen zu berufsbedingten Hautkrankheiten und zum Hautschutz
  • BGMH   (Deutsche Berufsgenossenschaft Holz und Metall)
    Zuständig für die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • ANSES   (Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail)
    Für Arbeitsschutz zuständige Behörde in Frankreich

Kontakt

  • Suva, Chemie
  • Fluhmattstrasse 1
    6004 Luzern