Schmierstoffe schaden der Haut – Schützen Sie sich!

  • Schmierstoffe belasten Ihre Haut. Ihre Haut kann davon krank werden.
  • Wegen einer Hauterkrankung können Sie Ihren Beruf verlieren.
  • Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit Schmierstoffen.
  • Benutzen Sie mehrmals täglich eine Hautschutz-Creme, wenn Sie mit Schmierstoffen umgehen.

Die gefährlichen Schmierstoffe

Schützen Sie Ihre Haut im Umgang mit Schmierstoffen, Schmierfetten oder Ölen und vermeiden Sie den direkten Kontakt mit solchen Stoffen.

Die nachfolgend aufgeführten Produkte können Ihrer Haut schaden:

Mit Hautschutz-Creme schützen Sie Ihre Haut am besten

Vermeiden Sie, wo immer möglich, den direkten Kontakt mit Schmierstoffen.
Wenn Sie mit Schmierstoffen arbeiten, schützen Sie Ihre Hände am besten mit einer Hautschutz-Creme. Dies ist eine einfache Art sich vor Hautkrankheiten zu bewahren. Sie müssen Ihre Hände aber mehrmals täglich mit einer Creme einreiben. Die Hautschutz-Creme bildet auf den Händen eine Schutzschicht. Eine gewöhnliche Handpflege-Creme schützt Sie nicht. Diese ist zur Pflege Ihrer Hände nach der Arbeit.

Welcher Hautschutz am effizientesten ist, geben immer die Schmierstoffe vor, mit denen Sie täglich umgehen. Welcher Art die sind, hängt von den Produkteigenschaften und Anwendungen ab.

Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Gefährdungen am Arbeitsplatz zu erkennen und die geeigneten Schutzmassnahmen einzuleiten. Hier   finden Sie eine Auswahl an Hautschutz-Cremes oder lassen Sie sich im Fachhandel beraten.

Arbeitgeber finden auf der Seite «Schmierstoffe schaden der Haut – Schützen Sie Ihre Mitarbeitenden davor!» (Link unten auf dieser Seite) weitere Informationen zu den erforderlichen Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz.

Hautprobleme sind unangenehm

Gerötete, rissige Hände sind sehr unangenehm und sehen schlecht aus. Das Brennen und Jucken ist eine Qual. Wird die Krankheit schlimmer, können Sie nicht mehr arbeiten und müssen zu Hause bleiben.

Hautallergien führen oft zum Berufswechsel

Reiz-Ekzeme können abheilen, wenn die Haut immer geschützt und gepflegt wird. Wenn Sie eine Hautallergie haben, ist ein Berufswechsel oft die einzige Lösung.

Am Ende droht sogar ein Berufsverbot

Arbeiter mit einer Hautallergie leiden oft jahrelang darunter. Wenn zu spät oder falsch gehandelt wird, muss die Suva oft eine sogenannte Nicht-Eignungs-Verfügung aussprechen. Das ist gleichbedeutend mit einem Berufsverbot.

Hautprobleme sollten Sie intern melden

Melden Sie Hautprobleme sofort dem Sicherheitsbeauftragten im Betrieb oder dem Vorgesetzten. Haut-Ekzeme können meistens rasch besser werden. In folgenden Fällen müssen Sie aber unbedingt zum Arzt gehen:

  • wenn die Heilung zu lange dauert
  • wenn ein Ekzem immer wieder auftritt
  • wenn sich das Ekzem auf der Haut weiter ausbreitet

Wir raten davon ab, mit selber gekauften Mitteln, zum Beispiel mit einer Cortison-Salbe, ein Ekzem zu behandeln. Hautkrankheiten müssen von einem Arzt beurteilt und behandelt werden.

 Handschuhe
Wenn möglich und ergänzend zur Hautschutz-Creme, Handschuhe tragen.

Wenn Sie wiederholt mit Schmiermitteln und in Kombination mit Entfettern, Detergenzien, Säuren und Laugen, in Kontakt sind, tragen Sie Schutzhandschuhe. Geeignete Schutzhandschuhe   müssen vom Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt werden.

Arbeitshygiene
Arbeitshygiene

Achten Sie darauf, dass Sie schmutzige Putzlappen oder Kleider sofort wechseln. Tragen Sie eine Schürze. Vermeiden Sie den Kontakt mit schmutzigem Material.

Hautreinigungsprodukte
Hautreinigungsprodukte

Verwenden Sie nicht Sandseife oder Bürsten. Diese können durch Scheuern den schädlichen Effekt gefährlicher Stoffe auf der Haut noch verstärken. Hautreinigungsmittel wirken auch bei starker Verschmutzung. Sie reinigen schonend.

Pflegen Sie Ihre Haut
Pflegen Sie Ihre Haut

Reiben Sie Ihre Hände nach der Arbeit mit einer Handpflege-Creme ein. Ihre Haut erholt sich so besser. Pflegen Sie Ihre Hände auch ausserhalb der Arbeit regelmässig, besonders bei kaltem Wetter.

Wie kommt es zu Hautkrankheiten?

Ihre Haut besitzt einen natürlichen Schutz gegen Umwelteinflüsse, zum Beispiel gegen Chemikalien oder Mikroorganismen. Wichtiger Bestandteil dieses Schutzes sind die körpereigenen Fette. Dieser natürliche Schutz wird bei der Arbeit mit Schmierstoffen und Reiniger stark beansprucht:

  • Schmierstoffe weichen die Haut auf und machen sie anfällig.
  • Aggressive chemische Produkte können die Haut reizen.
  • Häufiges Händewaschen entfettet die Haut, auch wenn Sie milde Produkte verwenden.
Aggressive chemische Produkte können die Haut reizen

All diese Einflüsse können Ihrer Haut über längere Zeit schaden. Sie beginnt zu jucken und rötet sich. Sie wird trocken und rissig. Damit wird sie anfälliger für Allergien.

2Hände  
Informationen zu berufsbedingten Hautkrankheiten und zum Hautschutz

Kontakt

  • Suva, Chemie
  • Fluhmattstrasse 1
    6004 Luzern