Das Audiomobil der Suva.

Audiomobil: gezielte Vorsorgeuntersuchungen des Gehörs

  • Die Suva führt mit ihren Audiomobilen in allen lärmbetroffenen Betrieben der Schweiz regelmässig vorsorgliche Gehöruntersuchungen durch.
  • Die dabei angewendete professionelle Audiometrie ermöglicht die Erkennung von Gehöreinbussen, noch bevor Betroffene sie wahrnehmen.
  • Diese Untersuchungen konzentrieren sich auf Personen, deren berufliche Lärmbelastung den Arbeitsplatz-Grenzwert überschreitet und bei denen die Entwicklung eines Lärmhörschadens noch verhindert werden kann.

Der Arbeitgeber muss diese Arbeitnehmenden zu den Gehöruntersuchungen anmelden und ihnen die Teilnahme an den Untersuchungen ermöglichen.

Welche Mitarbeitenden sollen an der Gehöruntersuchung teilnehmen?

Da sich ein Lärmhörschaden in den ersten 10 Jahren einer ungeschützten Lärmexposition entwickelt, beschränken sich die vorsorglichen Gehöruntersuchungen im Audiomobil auf Mitarbeitende unter 40 Jahren, die bei ihrer Arbeit Lärmpegeln LEX von 85 dB(A) oder mehr ausgesetzt sind. Bei Auffälligkeiten werden einzelne Personen auch über das 40. Altersjahr hinaus von der Suva individuell weiter betreut.

Wie laufen die Gehöruntersuchungen ab?

Die Gehöruntersuchungen werden in den Audiomobilen der Suva durchgeführt. Diese Busse sind mit allen für die Gehöruntersuchung notwendigen Einrichtungen ausgerüstet. Sie ermöglichen eine rationelle Durchführung mit einheitlichem Verfahren und relativ konstanten Bedingungen.

Personen, die während ihrer beruflichen Tätigkeit gehörgefährdendem Lärm ausgesetzt sind, werden regelmässig durch die Suva untersucht. Melden Sie sich beim Team Akustik der Suva wenn Mitarbeitende Ihres Betriebes aus Ihrer Sicht untersuchungspflichtig sind, Ihr Betrieb aber noch nie an den Gehöruntersuchungen teilgenommen hat. Alle weiteren Fragen zu den vorsorglichen Gehöruntersuchungen der Suva beantworten Ihnen Fachpersonen des Bereichs Audiometrie gerne.

Was geschieht nach den Untersuchungen?

Der Betrieb erhält einen zusammenfassenden Bericht mit den Namen der untersuchten Personen und Angaben, ob sich einzelne Personen besser gegen Lärm schützen müssen.

Personen mit auffälligen Ergebnissen werden persönlich zu einer Untersuchung bei einem Ohrenarzt aufgeboten. Besteht Verdacht auf eine beginnende Lärmschwerhörigkeit, wird die Person mit einem Schreiben ermahnt, den Gehörschutz konsequent anzuwenden (bedingte Eignungsverfügung). Eventuell wird ihr die Anwendung eines bestimmten Gehörschutzes vorgeschrieben.

Nur in seltenen Fällen verbietet die Suva einer Person, Arbeiten mit gehörgefährdendem Lärm auszuführen (Nichteignungsverfügung).

Wenn sich in einem Betrieb auffällige Untersuchungsergebnisse häufen, führen Lärmspezialisten der Suva Abklärungen an einzelnen Arbeitsplätzen durch und überprüfen die Lärmschutzmassnahmen.