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Auditierung von Ausbildungsstätten (Staplerfahrschulen) Informationen zur Durchführung des Audits

Die Merkmale von qualifizierten Ausbildungsstätten, sei es für die Ausbilder- oder Bedienerschulung, sind in der Richtlinie EKAS 6518 definiert. Ausbildungsstätten, welche in der Schweiz Ausbildungskurse für Bediener von Flurförderzeugen (Stapler) durchführen, können sich von der Suva bestätigen lassen, dass sie die Ausbildungskurse und Prüfungen gemäss dieser Richtlinie durchführen. Hierfür können sich interessierte Ausbildungsstätten von der Suva auditieren lassen.

Schwerpunkte des Audits

  • Einhaltung der Richtlinie EKAS 6518 (Richtlinie zur Ausbildung und Instruktion für Bediener von Flurförderzeugen)
  • Einhaltung der anerkannten Regeln für Arbeitssicherheit und im Gesundheitsschutz

Abwicklung des Audits

1. Antrag bei der Suva einreichen

Die interessierte Ausbildungsstätte stellt bei der Suva einen schriftlichen Antrag zur Durchführung des Audits.
Im Antrag sind folgende Angaben der Ausbildungsstätte notwendig:

  • Name und Adresse; Kontaktperson
  • Rechtsform
  • Zielsetzung
  • Flurförderzeug-Unterkategorie (R1…R4), für die die Auditierung gewünscht wird.

Hinweis: Damit sich die Abwicklung eines Audits lohnt, wird vorausgesetzt, dass die Ausbildungsstätte regelmässig Ausbildungskurse durchführt (mindestens 100 Kursteilnehmer pro Jahr).

2. Orientierungsgespräch

Anlässlich eines ersten Besuchs, orientieren wir die Ausbildungsstätte über die zu erfüllenden Anforderungen und wie das Audit abläuft.

3. Vorbereitungen (Audit-Fragebogen, Massnahmenplan)

Zur Vorbereitung des Audits überprüft die Ausbildungsstätte selbstständig, inwiefern sie die Anforderungen der Richtlinie EKAS 6518 erfüllt. Dazu sind der Audit-Fragebogen und der darin enthaltene Massnahmenplan auszufüllen.

Der ausgefüllte Audit-Fragebogen (inkl. Massnahmenplan) ist der Suva mindestens drei Wochen vor dem Audit der Prozesse (Ziffer 4) zuzustellen.

4. Audit der Prozesse

Vorbereitung: Damit sich die Prozesse der Ausbildungsstätte nachvollziehen und überprüfen lassen, ist eine detaillierte Schulungs-Dokumentation notwendig. Es sind darin sämtliche Dokumente der Ausbildungsstätte - von der Kursausschreibung bis zur Ausbildungsbestätigung - festzuhalten. Die komplette Schulungs-Dokumentation muss beim Audit vorliegen, damit bei Bedarf auf die einzelnen Dokumente zugegriffen werden kann.


Vorgehen:

  • Besichtigung des Ausbildungsplatzes
  • Audit der Prozesse der Ausbildungsstätte anhand der vorgelegten Schulungs-Dokumentation 
  • Festhalten der Ergebnisse im Audit-Fragebogen und festlegen der notwendigen Korrekturmassnahmen im Massnahmenplan
5. Audit des Unterrichts

Vorbereitung: Am Tag des Audits muss ein Ausbildungskurs gemäss Kursausschreibung vor Ort stattfinden.


Vorgehen:

  • Begleitung des Theorie- und Praxisunterrichts der anzuerkennenden Flurförderzeug-Unterkategorie (R1…R4)
  • Besprechung der gemachten Beobachtungen
  • Festhalten der Ergebnisse im Audit-Fragebogen und festlegen der notwendigen Korrekturmassnahmen im Massnahmenplan
6. Nachkontrolle

Anlässlich einer Nachkontrolle wird die Umsetzung der Massnahmen gemäss Massnahmenplan überprüft. Falls die Nachkontrolle zeigt, dass alle notwendigen Massnahmen umgesetzt werden und somit die Anforderungen der Richtlinie EKAS 6518 erfüllt sind, wird das Audit abgeschlossen.

Bestätigung

Die Ausbildungsstätten, welche das Audit erfolgreich durchlaufen haben und somit die Ausbildungsstandards der Richtlinie EKAS 6518 erfüllen, werden von der Suva in die Liste der qualifizierten Ausbildungsstätten Stapler aufgenommen. Nach Abschluss des Audits erhalten diese Ausbildungsstätten eine Bestätigung.

  • Die Gültigkeit der Bestätigung ist auf fünf Jahre beschränkt.
  • Die Bestätigung kann auf Antrag der Ausbildungsstätte erneuert werden (siehe Ziffer 1); dazu ist ein Audit notwendig.