Fussboden eines Industrieunternehmens. Die Abstellplätze für Paletten sind mit Markierungen vom Verkehrsweg abgegrenzt.

Beleuchtung, Markierung und Signalisation von innerbetrieblichen Verkehrswegen

  • Die Verkehrswege im Betrieb benötigen eine ausreichende Beleuchtung.
  • Die Verkehrswege selbst und mögliche Gefahrenstellen auf ihnen müssen deutlich und dauerhaft markiert werden.
  • Das Kennzeichnen und Polstern von Hindernissen auf den Verkehrswegen hilft, Unfälle und Verletzungen zu verhindern.
  • Signalisationen erhöhen die Sicherheit auf Verkehrswegen.

Genügend Licht für sicheren Verkehr

Im Grundsatz gilt: Alle innerbetrieblichen Verkehrswege sind ihrem Verwendungszweck entsprechend natürlich oder künstlich zu beleuchten.

Die notwendige Beleuchtungsstärke variiert je nach Ort:

Verkehrsweg Erforderliche Beleuchtungsstärke E [lx]
Parkplätze, Firmenareal ≥ 20
Einstellräume für Fahrzeuge ≥ 50
Gänge ≥ 100
Treppen, Aufzüge ≥ 150
Laderampen ≥ 200
  • Lichtschalter sind unmittelbar bei Eingängen und Türen anzubringen.
  • Schaltautomaten für die Beleuchtung sind so einzustellen, dass die Einschaltdauer ausreichend ist.
  • Auch Verkehrswege im Freien sind zu beleuchten.
  • Verkehrs- und Fluchtwege ohne ausreichende natürliche Beleuchtung müssen neben der künstlichen Beleuchtung zusätzlich eine selbsttätig wirksam werdende Notbeleuchtung aufweisen.

Markierungen sorgen für klare Verhältnisse

Die Markierung von Verkehrswegen sorgt für klare Verhältnisse im Betrieb. Sie hilft, die Verkehrswege von anderen Nutzungen zu trennen, Fussgänger- und Fahrzeugverkehr zu entflechten und warnt vor Gefahrenstellen. So hilft sie letztlich, Unfälle zu vermeiden.

Ein innerbetrieblicher Verkehrsweg ist mit gelben Streifen am Boden markiert.

Verkehrswege sollen am Boden deutlich und dauerhaft markiert sein. Damit wird beispielsweise ein Fahrweg klar von angrenzenden Abstellplätzen für Güter oder der Fahrweg für Fahrzeuge vom Bereich für Fussgänger getrennt.

Für Fluchtwege sind nachleuchtende Markierungen zu verwenden.

Eine Person markiert eine Säule mit Warnklebeband.
Permanente Gefahrenstellen auf den Verkehrswegen wie Rampenkanten, Vorsprünge oder Säulen sind – beispielsweise mit Warnklebeband – zu kennzeichnen.
Eine Person polstert eine Rampenkante (Prallschutz).
Hindernisse oder Gefahrenstellen wie Rampenkanten sind zusätzlich zur Markierung nötigenfalls auch zu polstern, um Verletzungen von Mitarbeitenden zu vermeiden.
Ein offener Schacht im Boden mit Abschrankung darum herum.
Vorübergehende Gefahrenstellen auf Verkehrswegen müssen sofort mit geeigneten Mitteln abgesperrt werden.

Signalisation weist auf Regeln und Gefahren hin

Eine geeignete Signalisation von innerbetrieblichen Verkehrswegen verdeutlicht die geltenden Verkehrsregeln und macht auf die Gefahren aufmerksam. Einige Beispiele:

Piktogramm: Für Fussgänger verboten
Verbotszeichen «Für Fussgänger verboten» nach ASR A1.3:2013 und EN ISO 7010
Gebotszeichen Fussgängerweg benutzen
Gebotszeichen «Fussgängerweg benutzen» nach ASR A1.3:2013 und EN ISO 7010
Warnzeichen Warnung vor Hindernissen am Boden
Warnzeichen «Warnung vor Hindernissen am Boden» nach ASR A1.3:2013 und EN ISO 7010
Piktogramm: Für Flurförderzeuge verboten
Verbotszeichen «Für Flurförderzeuge verboten» nach ASR A1.3:2013 und EN ISO 7010
Gebotszeichen Übergang benutzen
Gebotszeichen «Übergang benutzen» nach ASR A1.3:2013 und EN ISO 7010
Warnzeichen Warnung vor Flurförderzeugen
Warnzeichen «Warnung vor Flurförderzeugen» nach ASR 1.3:2013 und EN ISO 7010
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Kreuzung mit Stopp, Fussgängerstreifen und Verkehrzeichen

Zur Kennzeichnung von Gefahrenstellen im innerbetrieblichen Verkehr sind die auf öffentlichem Grund geltenden Kennzeichen entsprechend den Normen über Strassensignale des Schweizerischen Verbandes der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) zu verwenden.

Beispiele:

  • Engpass
  • gefährliches Gefälle
  • maximale Höhe (bei Durchgängen)
  • Höchstgewicht (zulässige Bodenbelastung)

Weitere Informationen zum Thema: