Nackenschutz mit Stirnblende

Die Entwicklung von Nackenschutz mit Stirnblende

  • Weisser Hautkrebs tritt hauptsächlich am Kopf auf (Nase, Ohren und Nacken).
  • Jährlich erkranken rund 1000 Personen, die beruflich im Freien tätig sind, an Hautkrebs.
  • Bisherige Kopfbedeckungen schränkten die Sicht nach oben und zur Seite ein.
  • Die Suva hat gehandelt: Die neue Kopfbedeckung mit nach hinten genähtem Stoff schützt optimal und hat eine transparente Stirnblende.
  • Die ersten Reaktionen auf Baustellen sind durchwegs positiv.

Dass die UV-Strahlung unserer Haut schadet, ist allgemein bekannt. Ebenso die Tatsache, dass die UV-Exposition nicht nur in der Freizeit besteht. Betroffen sind Personen, die im Freien arbeiten wie etwa Landschaftsgärtner oder Bauarbeiter. Von diesen Berufsgruppen erkranken pro Jahr rund 1000 Personen an Hautkrebs. Besonders gefährdet ist der Kopf, insbesondere die Nase, die Ohren und der Nacken. Ohne sich wirksam gegen die schädliche UV-Strahlung zu schützen, ist das Risiko für Hautkrebs zu gross. Ziel ist es, die Krebserkrankungen deutlich zu senken.

Mit Verbänden und Unternehmen getestet

Aus diesem Grund hat sich die Suva nach geeigneten, «schützenden Kopfbedeckungen» für Personen, die im Freien arbeiten, umgeschaut und ist in anderen Ländern, z. B. in Australien fündig geworden, wo entsprechende Produkte seit vielen Jahren eingesetzt werden. Die ersten Hut-Modelle mit Nackenschutz wurden von der Suva geprüft und zusammen mit Verbänden und Unternehmen wie Gärtnereien oder Bauunternehmen, bei denen häufig und lange im Freien gearbeitet wird, getestet.

Helm mit Stirnblende

Zusammenarbeit mit angehender Modedesignerin

Erste Feldtests haben gezeigt, dass die Mitarbeitenden die Kopfbedeckung mit Nackenschutz inkl. Stirnblende nicht praktisch fanden. Gerade bei Modellen, welche mit einem Industrie-Schutzhelm (Bauhelm) kombiniert werden können, wurden die Einschränkung der Sicht sowie der Bewegungsfreiheit bemängelt. Also musste die Kopfbedeckung überarbeitet werden. Aus diesem Grund traf sich die Suva mit einer angehenden Modedesignerin. Im Rahmen ihrer Masterarbeit nahm sie sich der Herausforderung an. Sie entwarf Modelle mit Nackenschutz und Stirnblende, welche den Praxisanforderungen gerecht wurden. 

Das heisst: Eine transparente Stirnblende, welche die Sicht nicht einschränkt, aber trotzdem schützt, einen angenehmen Nackenschutz und ein Stoff, der robust und nach hinten geschnitten ist, damit die Sicht seitwärts ebenso wenig eingeschränkt wird.

In dieser Zusammenarbeit entstanden Modelle, die wirksam vor der Sonne schützen und gleichzeitig praktisch und modern sind. Ein Anbieter führte diese Produkte zur Marktreife. Die ersten Reaktionen aus der Berufswelt zu den neuen Modellen sind durchwegs positiv.

Mit der persönlichen Schutzausrüstung Hauterkrankungen minimieren

Für Personen, die im Freien arbeiten und schädlichen UV-Strahlen ausgesetzt sind, braucht es eine persönliche Schutzausrüstung. Geeignete Kleidung, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung inkl. Nackenschutz und Stirnblende, welche die Sicht nicht einschränkt und bequem zu tragen ist, sorgen für den notwendigen Schutz. Damit werden Hauterkrankungen minimiert. Eine Prävention, die allen nützt, den Mitarbeitenden, die exponiert sind und den Unternehmen, welche weniger Arbeitsausfälle haben und damit weniger Prämie bezahlen.

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Persönliche Schutzausrüstung