Rückenansicht Handwerker mit Geld im Werkzeuggürtel

Kriminelles Vorgehen in versicherten Betrieben

Prämienhinterziehung

Bezahlen Betriebe durch falsche oder unterlassene Angaben bewusst zu wenig Prämien, handelt es sich um Versicherungsmissbrauch. Dies ist beispielsweise bei Schwarzarbeit der Fall, wenn betrügerische Unternehmen Arbeitnehmende bar bezahlen, ohne die Prämien der Suva oder anderer Sozialversicherungen abzurechnen.

Fallbeispiel zur systematischen Schwarzarbeit  

Konkursreiterei

Bei der Konkursreiterei übergibt ein überschuldeter Unternehmer sein Unternehmen, das kurz vor dem Konkurs steht, einem sogenannten Bestatter. So kann er den Konkurs vermeiden und ist die Schulden los. Dafür zahlt der ursprüngliche Inhaber einem Vermittler ein paar tausend Franken. Der Vermittler überweist einen Teil des Betrags an den Bestatter, der die Firma umbenennt, oft den Zweck ändert und den Sitz in einen anderen Kanton verlegt, um einen leeren Betreibungsregisterauszug zu erhalten. Diesen nutzen Bestatter oft für Bestellungs- oder Leasingbetruge. Solche Machenschaften werden häufig verwendet, um systematisch öffentlich-rechtliche Schulden wie Sozialversicherungsprämien nicht zu bezahlen.

Fallbeispiel zur Konkursreiterei durch Firmenbestatter  

Die Massnahmen der Suva bei Verdachtsfällen

  • Zum Schutz der ehrlichen Prämienzahler setzt die Suva auf präventive Massnahmen, z.B. indem sie Geschäftsführer auf die Buchhaltungspflicht hinweist und regelmässige Betriebsrevisionen durchführt.
  • Wenn Firmen die Suva systematisch hintergehen, reicht die Suva Strafanzeige ein.

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