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Fragen und Antworten zum Thema Sonne und Hautkrebs

Die folgenden Fragen und Antworten zum Thema Sonne und Hautkrebs liefern Ihnen zusätzliche Informationen für die Umsetzung der Schutzmassnahmen gegen schädliche UV-Strahlung.

Im internationalen Vergleich weist die Schweiz eine der höchsten Raten an Hautkrebs-Erkrankungen auf. Jedes Jahr erkranken rund 1000 Personen an hellem Hautkrebs. Grund dafür: Sie arbeiten oft und über lange Zeit an der Sonne. Diese Personen weisen zudem ein erhöhtes Risiko für hellen Hautkrebs auf, denn: Wer mehrheitlich draussen arbeitet, bekommt während der Arbeit bis zu doppelt so viel UV-Strahlung ab wie in der Freizeit und den Ferien zusammen.

Schützen Sie Ihre Haut vor UV-Strahlen ob während der Freizeit oder bei der Arbeit. Die Haut macht keinen Unterschied zwischen der Sonne während der Freizeit oder der Arbeit. Bei Personen die oft oder fast immer draussen arbeiten, ist der Sonnenschutz während der Arbeit aber besonders wichtig, weil die Haut in der Arbeitszeit ungefähr doppelt so viel UV-Strahlung ausgesetzt ist, wie während Freizeit und Ferien zusammen.

Heller Hautkrebs
  • In der Schweiz erkranken pro Jahr rund 25'000 Personen neu an hellem Hautkrebs. Etwa 1000 Fälle sind laut Schätzungen beruflich bedingt und können als Berufskrankheit anerkannt werden.
  • Tritt an Hautstellen auf, die oft ungeschützt der Sonne ausgesetzt sind: Stirn und Scheitelbereich (v.a. bei Glatzenbildung), Nase, Lippen, Ohren, Nacken und Handrücken.
  • Äussert sich durch Veränderungen an der Haut, die nicht wieder weggehen: Knötchen, rötliche und raue Stellen, die eventuell auch bluten.
  • Braucht zur Entwicklung meist viele Jahre bis Jahrzehnte. Wächst unbehandelt tief in die Haut ein und kann - wenn auch selten - streuen, wodurch eine Behandlung sehr schwierig und langwierig wird. Auch wenn die Heilungschancen gut sind, kann die Erkrankung tödlich enden.
Schwarzer Hautkrebs
  • In der Schweiz erkranken pro Jahr etwa 2700 Personen neu an schwarzem Hautkrebs. Schwarzer Hautkrebs wird in der Regel nicht als Berufskrankheit anerkannt, da schwarzer Hautkrebs auch genetisch verursacht werden kann.
  • Tritt häufig auch an Körperstellen auf, die nicht dauernd ungeschützt der Sonne ausgesetzt sind: oftmals am Rücken, an Armen oder Beinen.
  • Äussert sich durch eine pigmentierte Hautveränderung (die Haut wird dunkler an diesen Stellen) oder durch ein Muttermal, welches sich verändert.
  • Kann sich innert kurzer Zeit entwickeln und ist sehr aggressiv. Wenn der Hautkrebs einwächst und sich im Körper verbreitet, ist es sehr schwer ihn zu behandeln oder zu heilen. Pro Jahr sterben in der Schweiz rund 500 Personen an schwarzem Hautkrebs.

Die UV-Strahlen lassen sich in drei Bereiche unterteilen: UVA, UVB und UVC.

  • Die UVC-Strahlen werden bereits von der Atmosphäre absorbiert. Diese Strahlen kommen darum nicht bis zur Erdoberfläche und spielen in der Hautkrebsprävention keine Rolle.
  • Den grössten Anteil bilden UVA-Strahlen, die selbst durch Fensterglas und bis tief in die Hautschichten eindringen. Die UVA-Strahlung ist unter anderem auch für die Hautalterung verantwortlich.
  • Die UVB-Strahlung dringt kaum durch Fensterglas und wird durch die oberen Hautschichten absorbiert. Ausserdem verursachen UVB-Strahlen Sonnenbrand.

Was UVA- und UVB-Strahlung gemeinsam haben: Sie können das Erbgut von Zellen der Haut schädigen und erhöhen das Hautkrebsrisiko.

UV-Strahlen schädigen die in unseren Zellen enthaltene Erbsubstanz. Kleinere Schäden können repariert werden. Geschädigte Zellen können sich jedoch zu Krebszellen entwickeln. Je häufiger man sich der Sonne aussetzt, desto höher wird das Risiko an Hautkrebs zu erkranken.

Auch bei teilweise bedecktem Himmel dringt ein Grossteil der UV-Strahlen durch die Wolkendecke. Nur bei komplett geschlossener Wolkendecke ist kein Sonnenschutz notwendig.

Helle und reflektierende Oberflächen wie beispielsweise Schnee, Eis, Wasser, Sand, Styropor oder Metalle reflektieren die UV-Strahlen zusätzlich. Diese Reflektion kann bis zu einer doppelt so hohen UV-Strahlung führen.

Die intensivste UV-Strahlung wird zur Mittagszeit erreicht. Bereits ab 10 Uhr vormittags ist die UV-Strahlung stark. An sonnigen Tagen ist der UV-Schutz schon am Morgen in die Planung zu integrieren und es ist wichtig, sich frühzeitig mit Sonnencreme (mindestens Sonnenschutz-Faktor 30) einzureiben. Alle Massnahmen zum UV-Schutz gelten mindestens in der Zeit von 10 bis 16 Uhr.

Bereits 15 Minuten an der Sonne reichen aus, um einen Sonnenbrand zu bekommen. Deshalb ist wichtig: Schützen Sie sich vor UV-Strahlung, wenn Sie 15 Minuten oder länger an der Sonne sind. Treffen Sie die Massnahmen zum UV-Schutz, die Ihrer Tätigkeit im Freien entsprechen.

Sonnencreme hält nicht den ganzen Tag auf der Haut. Durch Abrieb oder Schwitzen lässt der Sonnenschutz nach. Deshalb ist es wichtig, alle freien Körperstellen mehrmals am Tag (3 bis 4 Mal, je nach Aktivität) reichlich einzucremen. Die meisten Personen verwenden zu wenig Sonnencreme.

Die UV-Strahlung ist im Juni und Juli besonders stark und erreicht ihren Höhepunkt zum Sommerbeginn am 21. Juni. Dies ist gleichzeitig der längste Tag im Jahr. Deshalb sind in den Monaten Juni und Juli nebst Sonnencreme zusätzliche UV-Schutzmassnahmen nötig. Ist es nicht möglich im Schatten zu arbeiten ist das Tragen einer Kopfbedeckung (oder Schutzhelm) mit Stirnblende und Nackenschutz notwendig.

Bei Arbeiten an der Sonne ist es wichtig, dass Sie alle freien Körperstellen (insbesondere Stirne, Nase, Ohren, Nacken) mehrmals pro Tag reichlich eincremen (mindestens Schutz-Faktor 30). Durch Abrieb und Schwitzen lässt die Schutzwirkung der Sonnencreme aber nach. Die meisten Leute verwenden zu wenig Sonnencreme.

Der beste UV-Schutz bietet aber Kleidung. Um bei starker UV-Strahlung, wie im Juni und Juli, den besten Schutz zu gewährleisten, ist die Kombination von Sonnencreme und das Tragen von Stirnblende und Nackenschutz deshalb wichtig.

Pro 1000 Höhenmeter nimmt die Intensität der UV-Strahlen um circa 10 % zu. Nebst der intensiveren UV-Strahlung in den Bergen, führt beispielsweise Schnee fast zu einer Verdopplung der UV-Strahlung. Deshalb gilt: Kleidung und Sonnencreme sind auch in den Bergen das A und O. Besonders von März bis Oktober.

Zusätzlich sollten Sie von Mai bis August eine Kopfbedeckung (oder einen Schutzhelm) mit Stirnblende und Nackenschutz tragen. Anderenfalls ist die Arbeit so zu planen, dass der Arbeitsplatz beschattet wird.

Oberhalb von 1500 Metern und bei Schnee ist die UV-Strahlung über das ganze Jahr intensiv und der UV-Schutz ist besonders wichtig. Kleidung, Sonnencreme und Kopfbedeckung, gehören deshalb über das ganze Jahr zur Standardausrüstung.