Handwerker mit Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz an einer Absturzkante auf einem Dach.

Ausbildung für das Arbeiten mit der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz

  • Die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSA gegen Absturz, PSAgA) darf nur dann eingesetzt werden, wenn ein Kollektivschutz technisch nicht möglich ist.
  • Das Arbeiten mit der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (Arbeiten im Anseilschutz) ist eine besondere Gefahr, deshalb ist eine Ausbildung notwendig.
  • Jugendliche dürfen keine Arbeiten ausführen, bei denen eine Absturzsicherung nötig ist.
  • Der Ausbildungsnachweis ist auf Verlangen vorzuweisen.

Grundsätze

  • Der Kollektivschutz wie Fassadengerüste, Seitenschutz oder Auffangnetze hat absoluten Vorrang. Setzen Sie die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz ein, wenn ein Kollektivschutz technisch nicht möglich ist.
  • Arbeiten mit PSA gegen Absturz werden durch nachweislich ausgebildetes Personal ausgeführt (VUV Art. 5 und 8).
  • Der Betrieb muss eine ins Seil abgestürzte Person innert 10 bis 20 Minuten durch eigene Mittel retten können.
  • Jugendlichen ist es nicht erlaubt, Arbeiten im Anseilschutz auszuführen.

Erforderliche Ausbildung

  • Grundausbildung für Anwender von PSA gegen Absturz
  • Praxisorientierte Fachausbildung (Mindestdauer 1 Tag)

Ausbildungsnachweis

Ein Ausbildungsnachweis muss auf Verlangen verfügbar sein. Darin festgehalten sind Dauer, Datum, Ausbildungsstätte, Ausbildner, Lerninhalt.

Weiterbildungen / Wiederholungskurse

  • Rettung von abgestürzten Personen
  • Planung von Anschlageinrichtungen/projektspezifischen Systemen
  • Erstellen von projektspezifischen Sicherheits- und Rettungskonzepten
  • Sachverständiger «Kontrolle PSA gegen Absturz»

Auskunft

Rechtsgrundlagen (Gesetze, Verordnungen) und technisches Regelwerk

  • Verordnung über die Unfallverhütung Art. 5  Persönliche Schutzausrüstungen
  • Verordnung über die Unfallverhütung Art. 8  Vorkehren bei Arbeiten mit besonderen Gefahren