Baumaschinenführer steuert Bagger

Ausbildung für das Führen von Baumaschinen

  • Das Führen von Baumaschinen ist mit besonderen Gefahren verbunden. Deshalb ist eine Ausbildung dafür notwendig.
  • Ausgenommen sind mitgängergeführte Baumaschinen und Baumaschinen, die nur über ein Trittbrett zum Mitfahren verfügen.
  • Die Sozialpartner der Branchen vereinbaren mit der Suva die Kompetenzen, die in der Ausbildung zu vermitteln sind.
  • Jugendliche unter 18 Jahren dürfen keine Baumaschinen führen.
  • Ausgenommen sind Lernende, die gemäss Bildungsplan Baumaschinen bedienen müssen.

In der Schweiz besteht für das Führen aller Baumaschinen mit Fahrersitz eine Ausbildungspflicht gemäss Artikel 8   der Verordnung über die Unfallverhütung (VUV). Dies ist unabhängig vom Gewicht der Maschine. Keine Ausbildung ist hingegen notwendig für mitgängergeführte Baumaschinen und für Baumaschinen, die nur über ein Trittbrett zum Mitfahren verfügen. Für sie genügt eine Instruktion gemäss Artikel 6   VUV.

Für Baumaschinenführerinnen und Baumaschinenführer gibt es je nach Branche unterschiedliche Ausbildungsmodelle. Nach erfolgreicher Ausbildung und Kompetenzüberprüfung wird ein Ausbildungsnachweis ausgestellt.

Es gibt keinen eidgenössischen Baumaschinenführerausweis. In den Kantonen Wallis, Waadt, Genf und Neuenburg gelten zudem zusätzliche kantonale Bestimmungen.

Ausbildungsmodelle und Ausbildungsinstitutionen

Für detaillierte Informationen zur Ausbildung wenden Sie sich am besten an die jeweiligen Branchenverbände oder die zuständigen Kantonsbehörden. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte und Links zu Ausbildungsinstitutionen fürs Bauhauptgewerbe und für die Grüne Branche sowie Informationen zu den besonderen kantonalen Regelungen.

Um Baumaschinen im Bauhauptgewerbe bedienen zu dürfen, kann ein Baumaschinenführerkurs gemäss Prüfungsreglement des Vereins K-BMF absolviert werden. Diese Ausbildung wird grundsätzlich in der ganzen Schweiz akzeptiert. Besondere kantonale Regelungen gibt es aber im Wallis, in der Waadt, in Genf und Neuenburg (siehe unten).

Der Verein K-BMF besteht aus den Sozialpartnern des Baugewerbes (Schweizerischer Baumeisterverband, Gewerkschaften Unia und Syna).

Baumaschinenführerkurse K-BMF werden von verschiedenen Ausbildungsstätten angeboten. Nach absolvierter Ausbildung und bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmenden einen Ausbildungsnachweis in Form eines «Baumaschinenführer-Ausweises» der betreffenden Gerätekategorie.

Ausbildungsinstitutionen K-BMF-Kurse  

Um Baumaschinen in der Grünen Branche bedienen zu dürfen, kann ein Baumaschinenführerkurs gemäss Prüfungsreglement von JardinSuisse absolviert werden. Diese Ausbildung wird grundsätzlich in der ganzen Schweiz akzeptiert. Besondere kantonale Regelungen gibt es aber im Wallis, in der Waadt, in Genf und Neuenburg (siehe unten).

Der Baumaschinenführerkurs von JardinSuisse wird in allen Ausbildungsstätten der Grünen Branche (ÜK-Zentren) angeboten. Nach absolvierter Ausbildung und bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmenden einen Ausbildungsnachweis.

Kursangebot JardinSuisse  

In den Kantonen Wallis, Waadt, Genf und Neuenburg gibt es zwei Möglichkeiten, wie Baumaschinenführerinnen und Baumaschinenführer einen Ausbildungsnachweis erbringen können:

  • Mit einer Ausbildung über die gesamte Ausbildungsdauer gemäss dem Prüfungsreglement für Baumaschinenführer des Vereins K-BMF.
    Achtung: Eine in der übrigen Schweiz geltende Übergangsregelung wird in diesen Kantonen nicht akzeptiert. Nach dieser erhalten Baumaschinenführer mit mindestens 5 Jahren Erfahrung auf einem Einsatzgerät den Ausweis für das Grundmodul (Gerätekategorie M1), wenn sie die Prüfung für ein weiterführendes Spezialmodul bestehen.

Weitere Informationen

  • Suva Bereich Bau
  • Rösslimattstrasse 39
    6005 Luzern

Rechtsgrundlagen:

  • Verordnung über die Unfallverhütung Art. 6  Information und Anleitung der Arbeitnehmer
  • Verordnung über die Unfallverhütung Art. 8  Vorkehren bei Arbeiten mit besonderen Gefahren