Versicherungsleistungen

  • Versicherte Personen haben einen Anspruch auf medizinische Behandlung der Folgen eines Unfalls oder einer Berufskrankheit – ohne zeitliche oder beitragsmässige Beschränkung.
  • Zu den Versicherungsleistungen der Suva gehören zudem Geldleistungen beispielsweise in Form von Taggeldern, Invaliden- und Hinterlassenenrenten.
  • Nach einem Unfall und der anschliessenden medizinischen Behandlung kümmert sich die Suva auch um die Rehabilitation und Wiedereingliederung der Betroffenen.
  • Der Höchstbetrag des versicherten Verdienstes beträgt 148 200 Franken.

Versicherte Personen haben Anspruch auf eine zweckmässige medizinische Behandlung nach einem Unfall oder dem Auftreten einer Berufskrankheit. Die Leistungen und Vergütungen der Suva sind weder zeitlich noch finanziell limitiert.

Freie Arztwahl
Mann im Spitalbett begrüsst Besucher per Handschlag.

Bei einer medizinischen Behandlung dürfen versicherte Personen den Arzt, den Zahnarzt, den Chiropraktiker, die Apotheke und das Spital frei wählen.

Die Suva vergütet die Kosten im Rahmen der geltenden Tarife für:

  • ambulante Behandlung
  • Arzneimittel und Analysen gemäss Spezialitätenliste (SL)
  • Behandlung, Verpflegung und Unterkunft in einem Spital (allgemeine Abteilung)
  • ärztlich verordnete Nach- und Badekuren

Die Heilkosten steigen in der Schweiz seit Jahren. Mit einem wirkungsvollen Heilkostenmanagement behält die Suva die Kosten im Griff.

Heilkostenmanagement
Mehr Lebensqualität und bessere Heilung
Die Suva übernimmt die Kosten für Hilfsmittel, die körperliche Schädigungen oder Funktionsausfälle ausgleichen. Dazu gehören beispielsweise Prothesen oder Hörgeräte. Die geltenden Tarife sind massgebend für die Kostenbeteiligung. Zudem vergütet die Suva die Kosten für der Heilung dienliche Mittel und Gegenstände gemäss Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGeL).
Unterstützung bei Verlegungen
Die Suva trägt alle medizinisch notwendigen Reise-, Transport- und Rettungskosten. Im Ausland gelten Einschränkungen.
Zurück in Alltag und Beruf

Verunfallte erhalten von der Suva Unterstützung bei ihrer Rehabilitation.

 

Als einziger Unfallversicherer bietet die Suva auch Dienstleistungen im Bereich der Rehabilitation an. In ihren Kliniken in Bellikon und Sion werden schwerverletzte Unfallpatienten gesundheitlich soweit als möglich unterstützt, behandelt und – oft in Zusammenarbeit mit der Invalidenversicherung oder anderen Institutionen – auf die Rückkehr in den Alltag und ins Berufsleben vorbereitet.

Physiotherapeutin unterstützt Patienten bei einer Übung.

Die Wiedereingliederung von Verunfallten ist ein Schlüsselanliegen der Suva. Dabei ist nicht nur die medizinische Betreuung wichtig – es zählt das ganze Umfeld.

Wiedereingliederung von Verunfallten
Mann begleitet Frau im Rollstuhl

Bei einem Unfall oder einer Berufskrankheit erhalten versicherte Personen neben medizinischen Leistungen auch Geldleistungen, sofern Bestimmungen, die im Gesetz festgehalten sind, erfüllt werden. Somit sind sie gegen die finanziellen Folgen eines Unfalls geschützt.

Taggeld

Das Taggeld ersetzt den Verdienst, wenn die regulären Zahlungen durch den Arbeitgeber wegen eines Unfalls oder einer Berufskrankheit eingestellt werden. Es beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdiensts.

 

Die Suva zahlt das Taggeld ab dem dritten Tag nach dem Unfall bis zur Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit beziehungsweise bis zum Beginn einer allfälligen Invalidenrente für jeden Kalendertag periodisch aus. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird das Taggeld entsprechend angepasst.

 

Wenn jemand arbeitslos ist, wird das Taggeld aufgrund des vor der Arbeitslosigkeit erzielten Verdiensts berechnet. Es darf aber das vor dem Unfall bezogene Taggeld der Arbeitslosenversicherung nicht übersteigen.

 

Der höchstversicherte Verdienst beträgt aktuell 148'200 Franken.

Invalidenrente

Erleidet eine versicherte Person wegen Unfall oder Berufskrankheit trotz Wiedereingliederungsbemühungen eine dauernde Erwerbseinbusse, erhält sie eine Invalidenrente. Diese wird festgesetzt, wenn trotz ärztlicher Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind.

 

Die Invalidenrente beträgt 80 Prozent des versicherten Verdiensts bei Vollinvalidität; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend angepasst. Sie wird je nach Zeitpunkt des Unfallereignisses bei Erreichen des ordentlichen Rentenalters voraussichtlich eine Reduktion (max. 40 %) erfahren.

 

Die Renten werden monatlich im Voraus ausbezahlt. Ändert sich der Invaliditätsgrad erheblich, wird die Rente entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Nach dem Eintritt des Versicherten ins AHV-Alter wird die Invalidenrente nicht mehr revidiert.

Integritätsentschädigung

Durch Berufskrankheiten und Unfälle können Betroffene dauerhafte Schäden erleiden. Für erhebliche körperliche oder geistige Beeinträchtigungen wird ihnen eine Integritätsentschädigung gewährt.

 

Diese Entschädigung ist eine nach der Schwere des Integritätsschadens abgestufte Geldleistung. Sie wird unabhängig von einer allfälligen Invalidenrente ausgerichtet und darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdiensts nicht übersteigen.

Hilflosenentschädigung

Ist eine versicherte Person wegen eines Unfalls oder einer Berufskrankheit dauernd auf die Hilfe Dritter angewiesen, erhält sie zusätzlich zur Invalidenrente eine Hilflosenentschädigung. Mit dieser können Betroffene die notwendige Unterstützung für die alltäglichen Lebensverrichtungen finanzieren. Sie ist nach dem Grad der Hilflosigkeit bemessen. Bei einem Aufenthalt in einer Heilanstalt besteht kein Anspruch auf diese Leistung.

 

Die Hilflosenentschädigung beläuft sich monatlich auf mindestens den doppelten und höchstens den sechsfachen Höchstbetrag des versicherten Tagesverdiensts.

Hinterlassenenrenten

Wenn der Versicherte an den Folgen eines Unfalls oder einer Berufskrankheit stirbt, haben die Kinder und der überlebende Ehepartner Anspruch auf Hinterlassenenrenten.

 

Höhe der Rente für Hinterlassene:

  • Witwe bzw. Witwer 40 Prozent
  • Vollwaisen 25 Prozent
  • Halbwaisen 15 Prozent
  • zusammen jedoch höchstens 70 Prozent des versicherten Verdiensts
Geschiedene Ehepartner
Rentenberechtigte geschiedene Ehepartner stehen 20 Prozent des versicherten Verdiensts zu, höchstens aber der geschuldete Unterhaltsbetrag. Ein geschiedener Ehepartner ist rentenberechtigt, das heisst der Witwe oder dem Witwer gleichgestellt, wenn die verunfallte Person ihm gegenüber zu Unterhaltsbeiträgen verpflichtet war.
Renten-Teuerungszulagen
Rentnerpaar im Gespräch auf Gartenbank im Grünen.

Die Invaliden- und Hinterlassenenrenten der obligatorischen Unfallversicherung bleiben per 1. Januar 2016 unverändert.

 

Die Anpassung der Renten wird gemäss der Teuerung  gerechnet. Seit der letzten Anpassung im Januar 2009 hat sich aber keine Teuerung ergeben. Der Landesindex der Konsumentenpreise hat sich sogar zurückgebildet. Trotz dieser Herabsetzung, bleiben die Renten unverändert.

Die Suva beschäftigt in sechs regionalen Praxisgruppen 60 Kreisärzte. Im Gegensatz zu Hausärzten machen die Kreisärzte keine Behandlungen. Sie beurteilen unabhängig die medizinischen Sachverhalte und beraten Verunfallte, deren Verletzungen einen schwierigen Heilungsverlauf aufzeigen.

Ein Rettungsring an einer Stange in einer Wüste.

SOS – ein Notfall im Ausland? Dank Assistance können alle Suva-Versicherten bei vorübergehenden medizinischen Auslandaufenthalten per Telefon auf medizinische Hilfe, Schutz und Beratung zählen. Dazu gehören die Vermittlung ärztlicher Betreuung oder der Vorschuss von medizinischen Kosten. Wenn es dringend ist und eilt, einfach die Notfallnummer anrufen:
+41 848 724 144.

Assistance gibt es auch als App für Ihr Smartphone oder Ihr Tablet. Die App steht in iTunes  und dem Google Playstore  zum Download bereit.

Assistance

Entdecken Sie die Vorteile von Assistance.

Sofort medizinische Hilfe im Ausland – dank Assistance von SuvaCare  
Assistance – Medizinische Hilfe bei Unfällen im Ausland  

Versicherte Personen melden einen Unfall oder eine Berufskrankheit umgehend beim Arbeitgeber. So erhalten sie durch die Suva schneller eine gezielte und umfassende Betreuung sowie die entsprechenden Versicherungsleistungen.

Handeln

Schaden melden

Versicherte Personen melden einen Unfall oder eine Berufskrankheit am besten umgehend beim Arbeitgeber. So erhalten sie durch die Suva schneller eine gezielte und umfassende Betreuung sowie die entsprechenden Versicherungsleistungen.

Am schnellsten und einfachsten melden Arbeitgeber Unfälle und Berufskrankheiten mit unserer elektronischen Schadenmeldung.

Schadenmeldung
Hand und Unterarm einer Person in Gipsverband, der von der Hand einer anderen Person gehalten wird.

Material

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