Mit einer langfristigen Anlagestrategie und wesentliche Investitionen in Immobilien und Aktien erhält die Suva genügend Rendite für Rentenzahlungen.

Anlagestrategie der Suva

  • Mit ihren Anlagen erzielt die Suva eine marktgerechte Rendite und sichert die Renten langfristig.
  • Die Anlagestrategie ist auf Langfristigkeit und breite Diversifikation ausgelegt.
  • Neben den finanziellen Aspekten berücksichtigt die Suva auch ökologische, ethische und soziale Mindeststandards bei ihren Anlagen.

Anlageperformance

Trotz historisch tiefem Zinsumfeld hat die Suva im Jahr 2016 eine ansprechende Gesamtperformance von 4.1 Prozent erzielt. Positiv zum Ergebnis beigetragen haben insbesondere das Immobiliengeschäft, die Obligationen, die Aktien, das Gold und die Rohstoffe. Die Negativzinsen der SNB führten zu negativen Erträgen bei den Geldmarktanlagen sowie zu hohen Absicherungskosten bei den Fremdwährungen.

Das Anlagevermögen der Suva stieg im Geschäftsjahr 2016 von 46,4 auf 48,0 Milliarden Franken und der finanzielle Deckungsgrad stieg von 134 Prozent auf rund 136 Prozent. Damit ist die Suva weiterhin sehr solide finanziert.

Der Zweck der Finanzanlagen

Jährlich passieren trotz grosser Anstrengungen in der Prävention zahlreiche Berufs- und Freizeitunfälle, die zu Invalidität oder gar zum Tod führen. In rund 1900 Fällen erhalten Verunfallte eine Invalidenrente bzw. Witwen oder Waisen eine Hinterlassenenrente. Im Jahr der Rentensprechung stellt die Suva die Mittel für künftige Rentenzahlungen als Rentendeckungskapital zurück. Dieses Kapital bildet den grössten Teil des Anlagevermögens.

Rückstellungen für kurzfristige Versicherungsleistungen wie Heilkosten und Taggelder sowie Reserven bilden den verbleibenden Teil des Vermögens.

Langfristiger Anlagehorizont

Die Anlagestrategie ist auf Langfristigkeit und breite Diversifikation ausgelegt. Sie verfügt über ein ausgewogenes Anlageportfolio. Rund die Hälfte des Vermögens ist in variabel oder festverzinsliche Papiere angelegt, 31.5 Prozent in Aktienanlagen, 12.5 Prozent in Immobilien und der verbleibende Teil in fähigkeitsbasierte Anlagen (nicht-traditionelle Anlagen) und Rohstoffe. Mit dieser Strategie erzielt die Suva im langfristigen Mittel eine ausreichende Rendite. Risikoarme, festverzinsliche Anlagen alleine würden den Renditeanforderungen nicht genügen.

Zum Ausgleich erheblicher Wertschwankungen auf den Kapitalanlagen äufnet die Suva in guten Jahren Schwankungsreserven. In schlechten Jahren löst sie diese wieder auf. 

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Die Aufteilung basiert auf Risikoprämien. In der Aktienquote sind bspw. auch Private Equity und Equity Hedged Portfolios enthalten.

Im Rahmen der seit 1. Januar 2016 gültigen neuen Anlagestrategie erfolgt die Gruppierung der Anlageklassen entlang von Risikoprämien. Diese Ansicht hat den Vorteil, dass Alternativanlagen besser mit traditionellen Anlagen verglichen und noch gezielter eingesetzt werden können.
Die Risikoprämie der «Zinsen» umfasst Anleihen und Darlehen mit hoher Bonität.
Unter «Kredite» sind alle Portfolios zusammengefasst, welche Kreditrisikoprämien, also eine Entschädigung für das Eingehen von Ausfallrisiken erwirtschaften. Darunter fallen Konsortialkredite, hochverzinsliche Anleihen und Anleihen aus Schwellenländern. Die bisher unter Alternativanlagen aufgeführten Portfolios «Private Debt» und «Credit Hedged» werden neu ebenfalls in dieser Kategorie geführt.
Innerhalb der Risikoprämie «Aktien» finden sich neben den klassischen Aktienportfolios auch die Portfolios «Private Equity» und «Equity Hedged».
Bei den «Fähigkeitsbasierten Anlagen» steht nicht das Abschöpfen einer ökonomischen Risikoprämie im Vordergrund, sondern die Fähigkeit des Managers. Darunter fallen die nicht-traditionellen Anlagen «Global Macro/CTA» und «Relative Value».

Drei Punkte ermöglichen diese Anlagestrategie:
  • Der gesetzliche Auftrag und damit verbunden der stabile Bestand an Versicherten erlaubt eine langfristige Denkweise.
  • Die Prämieneinnahmen decken laufende Zahlungen für Renten und kurzfristigen Leistungen. Es besteht somit kaum Gefahr, langfristige Anlagen zu tiefen Kursen veräussern zu müssen.
  • Die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten – die Rentenzahlungen – sind langfristiger Natur.

Rendite und Performance

Die Anlagestrategie der Suva ist am ehesten mit jener einer Pensionskasse vergleichbar. Dank ihrem ausgewogenen Anlageportfolio übersteht die Suva selbst schwierigste Zeiten. Seit 1918 hätte sie eine durchschnittliche Rendite von jährlich 5,6 Prozent erzielt. Die realisierte Performance seit dem Jahr 2000 übertrifft die vergleichbaren Indizes der Pensionskassen, z. B. den BVG 25-Index und den CS-Pensionskassenindex.

Die positive Wertentwicklung von 100 gemäss der Suva-Anlagestrategie investierten Franken trotzt sämtlichen Wirtschaftskrisen seit 1918.
Die positive Wertentwicklung von 100 gemäss der Suva-Anlagestrategie investierten Franken hätte sämtlichen Wirtschaftskrisen (Balken im Minusbereich) seit 1918 getrotzt.

Die Suva ist ein gesundes Unternehmen. Schauen Sie sich die aktuellen Zahlen des Geschäftsberichts an.

Geschäftsbericht der Suva

Verantwortungsvolle Investorin

Die Suva berücksichtigt neben finanziellen Aspekten auch ökologische, ethische und soziale Gesichtspunkte. Als normative Grundlage dienen die Schweizer Gesetzgebung sowie die zehn Grundprinzipien des UN Global Compact . Diese folgen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit der internationalen Arbeitsorganisation. Ebenso berücksichtigen sie die Grundsätze der Erklärung von Rio zu Umwelt und Entwicklung sowie die UN-Konvention gegen Korruption .

Die Suva ist überzeugt, dass sich die Wirkung einer verantwortungsvollen Anlagestrategie erhöhen lässt, wenn verschiedene Marktteilnehmer diese Ziele gemeinsam verfolgen.

Die Suva hat 2014 die United Nations Principles of Responsible Investment (UNPRI)  unterzeichnet. Die Mitgliedschaft beim UNPRI verpflichtet die Suva, ein ausführliches Reporting über die eigenen Aktivitäten bei ökologischen, ethischen und sozialen Themen zu erstellen.

United Nations Principles of Responsible Investment

Seit 2014 engagiert sich die Suva als Gründungsmitglied bei der Initiative Swiss Sustainable Finance (SSF) . Ihr Ziel ist, die Nachhaltigkeit auf dem Schweizer Finanzplatz zu stärken. Die Initiative bringt als Plattform die verschiedensten Akteure wie Investoren oder Schulen und Universitäten zusammen.

Swiss Sustainable Finance
Zusammen mit grösseren schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen, Ausgleichskassen und Versicherungen hat die Suva 2015 den Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK)  gegründet. Der Verein unterstützt die Mitglieder bei der Anwendung der ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance). Damit nimmt die Suva ihre treuhänderischen Pflichten so effizient wie möglich wahr.
Schweizer Verein für Verantwortungsbewusste Kapitalanlagen

Abstimmungsverhalten der Suva

Bei Schweizer Aktien üben die Suva und die Stiftung Vorsorge-Einrichtung der Suva (VE) ihre Stimmrechte aktiv aus. Informationen zum Abstimmungsverhalten sind hier in der Sprache der jeweiligen Generalversammlung verfügbar.

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