Jeder Dritte trägt freiwillig einen Velohelm

Rund 1500 Personen erlitten letztes Jahr beim Velofahren teils schwere Schädel-Hirn-Verletzungen. 37 Menschen verunglückten gar tödlich. Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) und die Suva setzen sich deshalb unter dem Motto „Damit Velounfälle nicht zum Horror werden…“ weiterhin für das freiwillige Velohelmtragen ein.

Der Velohelm ist eine Erfolgsgeschichte: Seit die bfu und die Suva vor fünf Jahren ihre gemeinsame Velohelmkampagne gestartet haben, ist die Tragquote sukzessive von 20 auf heute 34 Prozent gestiegen. Kein unwesentlicher Fortschritt, wenn man bedenkt, dass Fahrradfahrende im Vergleich zu Autofahrenden eine fünf Mal höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, bei gleich langer Fahrt einen tödlichen Unfall zu erleiden. bfu-Direktorin Brigitte Buhmann will denn auch auf dem eingeschlagenen Weg fortfahren: „Wir setzen unsere Mittel vor allem dafür ein, die Velofahrenden mit Argumenten vom freiwilligen Helmtragen zu überzeugen.“
Ausgezeichnete Velohelmkampagne
Die Velohelmkampagne von Suva und bfu wurde von den Leserinnen und Lesern der Fachzeitschrift „Werbewoche“ und der Programmzeitschrift „TV-Star“ (früher: TR7) zur „Kampagne des Jahres“ gekürt. Die Werbeagentur Ruf Lanz hat dabei – gemäss „Werbewoche“ – „mit dem plakativen wie humorvollen Horrorfilmzitat ein sehr einprägsames Motiv zur Sensibilisierung entwickelt“. Mit einem TV-Spot und einem Plakataushang sollen die Velofahrenden zum Helmtragen motiviert werden. Gemäss Esther Infanger, Kampagnenleiterin Velohelm bei der Suva, sind aber auch die spezifischen Events am „Point of Danger“ von grosser Bedeutung. „An verschiedenen SlowUps und am Velohelmtag von SuvaLiv sprechen wir die Velofahrenden direkt vor Ort an, um sie für das Helmtragen zu sensibilisieren.“
bfu unterstützt Helmkauf mit 20 Franken
Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) offeriert vom 1. April bis 15. Mai 2006 – solange Vorrat – allen Velofahrenden eine Rückvergütung von 20 Franken beim Kauf eines Velohelms (mitfinanziert vom Fonds für Verkehrssicherheit FVS). Es können höchstens 30'000 Helme subventioniert werden. Die Rückvergütungen werden in der Reihenfolge des Eingangs der Helmbons ausbezahlt. Sämtliche Unterlagen samt Bon können über Internet unter www.velohelm.ch  ausgedruckt oder mit einem frankierten und adressierten Antwortkuvert (C5) bei folgender Adresse bestellt werden: bfu, Velohelmkampagne, Laupenstrasse 11, 3008 Bern. Das Angebot gilt nur für Helme, die mit der Normenangabe EN 1078 versehen sind.

Zudem wird die bfu mit ihren „Rolling Angels“ dieses Jahr an folgenden SlowUps präsent sein: Murtensee 23. April, Genf 6. August und Seetal 20. August.
Nicht ohne meinen Velohelm
Der sechste Zentralschweizer Velohelmtag von SuvaLiv findet am Sonntag, 14. Mai 2006 beim D4 Business-Center in Root/Längenbold statt. Wer einen Velohelm trägt, wird von prominenten Velohelmjägern aus Sport, Politik und Wirtschaft mit einem Gewinnlos und einem Autogramm belohnt.

An den folgenden SlowUps belohnt SuvaLiv das Velohelmtragen: Gruyère 9. Juli, Romanshorn 27. August, Albula 3. September und Zürichsee 24. September.

Damit der Veloausflug nicht zum Horror wird, stehen bei rund 100 Bahnstationen, wo Rent-a-Bike-Fahrräder vermietet werden, Velohelme von SuvaLiv leihweise gratis zur Verfügung.

Auch in diesem Jahr machen die Velokuriere auf ihren SuvaLiv-Rückentaschen auf das Velohelmtragen aufmerksam. Denn gerade im Stadtverkehr lauern grosse Gefahren.
Weitere Auskünfte an Medienschaffende erteilen:
Für die Suva:
Barbara Salm, Public Relations, Suva, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern,
Telefon 041/419 50 25, Fax 041/419 60 62,
E-Mail: barbara.salm@suva.ch 
Für die bfu:
Rolf Moning, Medienstelle, bfu, Laupenstrasse 11, 3008 Bern,
Telefon 031/390 21 11, Fax 031/390 22 30,
E-Mail: r.moning@bfu.ch 

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Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert die Suva rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet nicht gewinnorientiert und erhält keine Subventionen. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten. Per 1. Juli 2005 wurde der Suva auch die Führung der Militärversicherung übertragen.

Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu berät Behörden, Unternehmen, Schulen, Architekten und auch Privatpersonen in Fragen zu Unfallrisiken in Strassenverkehr, Sport, Haus und Freizeit. Sie ist eine private, politisch unabhängige Stiftung mit gesetzlichem Auftrag.
www.bfu.ch