Weniger Unfälle an Grümpelturnieren dank der Suva

Auch in diesem Jahr engagiert sich die Suva im Rahmen ihrer Aktion „Sicherheit an Grümpelturnieren“ an 120 Grümpel- und 30 Firmenfussball-Turnieren in der ganzen Schweiz. Mit Erfolg: an den von der Suva unterstützten Turnieren ereignen sich nur halb so viele Unfälle wie bei den übrigen Grümpelturnieren.

In diesen Tagen werden die ersten Grümpelturniere angepfiffen. Auch in diesem Jahr nehmen Zehntausende Fussballerinnen und Fussballer an den 150 von der Suva unterstützten Grümpelturnieren teil und liefern sich spannende Zweikämpfe im Spiel mit dem runden Leder. So beliebt die Grümpelturniere bei den Amateurfussballern sind, so verpönt sind sie bei vielen Arbeitgebern wegen ihrer hohen Unfallträchtigkeit . Zwar verlaufen die meisten Fussballunfälle problemlos, kann doch jeder zweite Verunfallte seine Arbeit innerhalb von drei Tagen wieder aufnehmen und bezieht damit kein Taggeld. Die gleiche Verletzung kann jedoch völlig unterschiedliche Auswirkungen haben. Ein Büroangestellter, der sich beim Fussballspielen den Meniskus verletzt, kann seine Arbeit nach knapp zwei Wochen wieder aufnehmen, ein Bauarbeiter hingegen erst wieder nach ungefähr sechs Wochen. Heinz Wyss, Leiter der Aktion „Sicherheit bei Grümpelturnieren“ sagt dazu: „Es erstaunt nicht, dass gewisse Unternehmen ihren Mitarbeitenden sogar verbieten wollten, an Grümpelturnieren teilzunehmen. Doch haben wir festgestellt, dass sich der Ruf der Grümpelturniere in den letzten Jahren – nicht zuletzt dank unserer Aktion – merklich verbessert hat. Dies wirkt sich auch positiv auf diejenigen Turniere aus, die nicht von der Suva unterstützt sind.“

Konkret heisst dies, dass sich im vergangen Jahr an den Suva unterstützten Turnieren 4,3 Unfälle auf 1'000 Spieler ereigneten. An den nicht betreuten Turnieren waren hingegen 8,2 Unfälle auf 1'000 Spieler zu verzeichnen. Die offiziell ausgebildeten Schiedsrichter leisten einen wichtigen Beitrag zu den sinkenden Unfallzahlen an den von der Suva unterstützen Grümpelturnieren. Diese sind es nämlich gewohnt, ein Spiel korrekt zu leiten.
Unfallträchtiger Fussballsport
Freizeitfussball zählt nicht zur zu den beliebtesten sondern auch zu den unfallträchtigsten Sportarten in der Schweiz. So verletzten sich alleine im Jahr 2004 rund 40’000 Spielerinnen und Spieler auf dem Rasen, was die Versicherer mehr als 143 Millionen Franken an Heilkosten, Taggeldern und Renten kostete (Quelle UVG-Statistik). Menschliches Leid verhindern und Kosten sparen, sind denn auch die Gründe, weshalb sich SuvaLiv seit 1998 – gemeinsam mit dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) und dem Schweizerischen Schiedsrichterverband (SSSV) - für mehr Sicherheit an Grümpelturnieren engagiert.
Leistungen von SuvaLiv

Die Leistungen von SuvaLiv beinhalten die Unterstützung bei der Verpflichtung offizieller Schiedsrichter in Zusammenarbeit mit den regionalen Schiedsrichter-Aufgebotsstellen. Zudem erhalten die Organisatoren nebst einer finanziellen Unterstützung von 500 Franken -firmeninterne Fussballturniere erhalten keinen Unterstützungsbeitrag - als Anerkennung für den Beitrag zur Unfallverhütung und die Durchführung des Turniers nach den Sicherheitsanforderungen der Suva:

  • Schienbeinschoner und Stulpen
  • Reversible Überzieher
  • 1 Bande mit Dehn- und Kräftigungsübungen (zum Ausleihen)
  • 1 Rolle Absperrband
  • 1 CD mit "Aufwärm-Musik"
Im Gegenzug verlangt die Suva folgende Leistungen der Organisatoren:
  • Schienbeinschoner-Obligatorium für alle Teilnehmer
  • Einheitliche Dresses pro Team
  • Tragen von Nocken- oder Noppenschuhen (keine Turnschuhe)
  • Sanitätsposten organisieren
  • Notfallnummern zusammenstellen
  • "Warm-up" durchführen
  • Abgeben der Broschüre "Die richtige Prävention im Fussball" an alle Teilnehmer
Weitere Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Heinz Wyss, Projektleiter Grümpelturniere, Bereich Freizeitsicherheit, Suva,
Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern. Tel. 041 419 56 63, Fax 041/419 50 03
E-Mail: heinz.wyss@suva.ch 

Barbara Salm, Public Relations, Suva, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern,
Tel. 041/419 50 25, Fax 041/419 60 62,
E-Mail: barbara.salm@suva.ch 

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Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert die Suva rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet nicht gewinnorientiert und erhält keine Subventionen. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten. Per 1. Juli 2005 wurde der Suva auch die Führung der Militärversicherung übertragen.