Ambrosia-Pollenallergie und Zeckenstich: Krankheit oder Unfall?

Seit Wochen warnen verschiedene offizielle Stellen vor Zeckenstichen und Ambrosia-Pollen. Die Suva unterstützt die Präventionsbemühungen mit verschiedenen Informationsmitteln. Doch wer bezahlt die Folgekosten, wenn trotzdem etwas passiert?

Das Gesetz umschreibt den Unfallbegriff als „plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper“. Wer zum Beispiel stürzt und sich dabei ein Bein bricht, erleidet einen Unfall. Ein Zeckenstich und seine Folgen erfüllen die verlangten Kriterien auch und werden deshalb von den Unfallversicherern als Unfall eingestuft. Das heisst, dass sämtliche Behandlungskosten, Taggelder und allenfalls sogar Renten von der Unfallversicherung übernommen werden.

Die Pollen der Ambrosia können für Personen, die sich im Freien aufhalten, eine Gefahr darstellen. Wie verhält es sich bei einer durch die Ambrosia-Pflanze verursachten Pollenallergie? Hier ist gegebenenfalls der Begriff der Berufskrankheit erfüllt, sofern die Allergie ausschliesslich oder stark überwiegend bei der beruflichen Tätigkeit verursacht worden ist. Dies kann auf Personen zutreffen, die meist im Freien arbeiten, z.B. Gärtner, Land-, Forst-, Gemeinde- oder Bauarbeiter. Eine Beurteilung wird im Einzelfall nötig sein, weil die Symptome oft durch weitere Allergien überlagert werden. In den übrigen Fällen kommt die Krankenkasse für die Folgekosten auf.
Informationen für Betriebe und Mitarbeitende
Um ihre Versicherten über die Gefahren zu informieren, hat die Suva Kleinplakate mit verschiedenen Verhaltenstipps zum Thema Zecken und Ambrosia verfasst. Diese Plakate können an den Schwarzen Brettern in den Betrieben aufgehängt werden und sollen so die Mitarbeitenden sensibilisieren und informieren. Die Broschüre „Vorsicht bei Zeckenstich“ zeigt auf, wo und wann mit Zecken gerechnet werden muss und was zu tun ist, wenn man von einer Zecke gestochen wurde.
Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
Erich Wiederkehr, Public Relations, Suva, Fluhmattstr. 1, 6002 Luzern,
Tel. 041/419 56 23, Fax 041/419 60 62,
E-Mail: erich.wiederkehr@suva.ch 

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Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert die Suva rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.