Neuer Geschäftsführer für die EKAS

Der neue Geschäftsführer der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) heisst Serge Pürro. Er löst auf den 1. Oktober 2006 Anton Güggi ab, welcher die EKAS-Geschäftsstelle während 25 Jahren geführt hat.

Die Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit hat Dr. Serge Pürro einstimmig zum neuen Geschäftsführer gewählt. Serge Pürro ist Chemiker und hat seine Studien in Freiburg, Zürich und Berkeley (USA) absolviert. Anschliessend war er auf dem Patentamt in Bern tätig. 1989 kam er zur Suva als Experte in der Sektion Chemie. 1996 wechselte er auf die Geschäftsstelle der EKAS und wurde zwei Jahre später stellvertretender Geschäftsführer. Der 56-jährige Serge Pürro ist bilingue und Vater dreier Kinder.

Serge Pürro löst Anton Güggi ab, der als Sekretär die Geschäftsstelle der EKAS während 25 Jahren geführt hat und nun in den Ruhestand tritt. Während seiner Zeit als Geschäftsführer erlebte der ausgebildete Jurist und Fürsprech die Einführung der obligatorischen Unfallversicherung. Das Unfallversicherungsgesetz (UVG) – in Kraft getreten 1984 - vereinheitlichte die Aufsicht über die Arbeitssicherheit, welche früher dezentral geregelt war. Entsprechend wurden auch die Richtlinien vereinheitlicht, welche nur noch von der EKAS herausgegeben werden (früher Suva und andere). Starkes Gewicht wurde auf die Verbesserung der Ausbildung der Inspektoren und Experten gelegt. So sind heute alle Mitarbeiter der Durchführungsorgane der Arbeitssicherheit (Suva, Kantone, SECO) diplomierte Sicherheitsingenieure oder zumindest im Besitze eines Diploms für Sicherheitsfachleute.

Dank der verstärkten Sicherheitsanstrengungen gelang es, die Unfallzahlen im beruflichen Bereich – absolut und relativ auf die Arbeitsplätze bezogen – deutlich zu senken. Dazu beigetragen hat auch die Durchführung von gesamtschweizerischen Sicherheitsprogrammen wie etwa „Lueg uf e Wäg“, „Hirne bim Lüpfe“ oder die aktuelle Kampagne „ASA Inside“, welche das systematische Sicherheitsdenken in den Betrieben fördert. Nicht zuletzt wurden auch die Sozialpartner in die Entscheidgremien einbezogen. So wirken seit über zehn Jahren je zwei Delegierte der Arbeitgeber und der Arbeitnehmenden in der EKAS mit. Präsident der EKAS ist Dr. Ulrich Fricker, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Suva.
Die Aufgaben der EKAS
Hauptaufgabe der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit ist es für die einheitliche Anwendung der Sicherheitsvorschriften in den Betrieben zu sorgen, die Aufgabenbereiche der Durchführungsorgane der Arbeitssicherheit (Suva, kantonale Arbeitsinspektorate, SECO, Fachorganisationen) aufeinander abzustimmen und die vorhandenen finanziellen Mittel zweckmässig einzusetzen. Die Aufwendungen von jährlich gut 100 Millionen Franken werden finanziert durch den Zuschlag von 6,5 Prozent auf der Nettoprämie der Berufsunfallversicherung. In der 11-köpfigen EKAS sind die Suva, die Privatversicherer, die Kantone und das SECO vertreten. Den Vorsitz hat die Suva. Sie führt auch die Geschäftsstelle der EKAS.
Kontakt für Medienschaffende:
Dr. Serge Pürro, EKAS, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern, Tel.: 041 419 51 59; serge.puerro@suva.ch 
Toni Güggi, EKAS, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern, Tel.: 041 419 60 01; toni.gueggi@suva.ch