Verleihung des Medienpreises 2006 der Suva

Mit 59 Beiträgen verzeichnete der diesjährige Medienpreis der Suva einen Teilnehmerrekord. An der zum 13. Mal durchgeführten Verleihung prämierte die Jury eine überraschende Fotoarbeit über Brustkrebs.

Die 13. Verleihung des Medienpreises der Suva zeichnete sich nicht nur durch Quantität aus, sondern auch durch Qualität: 37 Kandidatinnen und Kandidaten reichten 59 Arbeiten ein, so viele wie noch nie. Die Jury unter dem Vorsitz von Jacques Poget, ehemaliger Chefredaktor von „24heures“, vergab den mit 7'000 Franken dotierten Medienpreis 2006 der Suva an zwei Fotografinnen: Véronique Botteron und Dorothée Thébert. Ihr gemeinsames Werk „Krebs, Tagebuch einer Fotografin“ ist ein ergreifendes Zeugnis, erschienen am 2. Oktober 2005 in der Zeitschrift FEMINA.
Eine fotografierte Fotografin
Einige Tage vor ihrem 43. Geburtstag erfährt die Fotografin Véronique Botteron, dass ihre linke Brust von einem Tumor befallen ist. Um dies besser akzeptieren zu können, beschliesst sie – da ein Bild mehr als tausend Worte sagt – die Etappen ihres Kampfes gegen den Krebs bildlich festzuhalten. Weil sie nicht über die notwendige Kraft verfügt, vertraut sie ihr Selbstporträt-Projekt ihrer Kollegin Dorothée Thébert an. Diese stimmt der Idee, „eine Fotografin zu fotografieren“, zu, da eine solche Arbeit den ureigensten Sinn ihres Berufs ausmacht: das Leben ungeschminkt abzubilden.

In schöpferischer Zusammenarbeiten gelang es den beiden Fotografinnen, einen zwölfmonatigen Kampf gegen die Krankheit packend zu visualisieren. Das prämierte Werk ist ein intimes Fototagebuch, ein Hinterfragen unserer Beziehung zum Leben.
Verleihung zweier Anerkennungpreise
Ein Anerkennungspreis ging an David Racana für seine im ersten Programm des Westschweizer Radios ausgestrahlte Radioreportage „Risikoverhalten der Jungen angesichts von AIDS“. Ein weiterer Anerkennungspreis wurde Marylou Rey für ihren in der Zeitschrift FEMINA erschienenen Artikel „Cannabis, Versuchung auf dem Schulhausplatz“ verliehen. Trotz Präventionskampagnen fordern Cannabis und Aids weiterhin ihre Opfer.

Der Medienpreises 2006 der Suva wurde am 21. September im Musée de l’Elysée in Lausanne übergeben. Der „Salle Lumière“ des Fotomuseums war wie geschaffen dazu, die Prävention durch Information ins rechte Licht zu rücken.
Prävention durch Information
Nur dank der Stimme der Journalisten entfalten die Präventionsanstrengungen der Suva ihre volle Wirkung. Deshalb wurde 1994 der Medienpreis der Suva ins Leben gerufen. Er zeichnet französischsprachige Arbeiten aus, die in Zusammenhang mit der Prävention von Unfällen und Gesundheitsstörungen stehen und in Schweizer Medien verbreitet wurden. Die Jury besteht aus renommierten Journalisten. Sie beurteilen die eingereichten Arbeiten einerseits nach ihrer Einzigartigkeit. Andererseits müssen die Themen attraktiv und überzeugend aufbereitet sein.
Weitere Informationen für Medienschaffende:
Henri Mathis, Leiter Public Relations Suva Westschweiz: Tel. 026 350 37 80 / Natel 079 321 89 33, henri.mathis@suva.ch 

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Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert die Suva rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.