Europäisches Forum der Unfallversicherungen

Das Präsidium des Europäischen Forums für die Versicherungen gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten hat Dr. Willi Morger, Mitglied der Geschäftsleitung der Suva, zum neuen Präsidenten gewählt. Mit ihrem Know-How trägt die Suva wesentlich zur Förderung und Sicherung einer sozialen Unfallversicherung in Europa bei.

Willi Morger, Mitglied der Geschäftsleitung der Suva, übernimmt das Präsidium des Europäischen Forums für 2007. Das Amt wurde ihm heute von Italien, das den Vorsitz 2006 hat, in Venedig offiziell übergeben. Damit hat Morger nach 1998 bereits zum zweiten Mal das Präsidium des Europäischen Forums. Die Institution wurde 1992 von den nationalen Versicherungsträgern gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten aus zehn europäischen Ländern in Rom gegründet (www.europeanforum.org ). Die Suva ist eines der Gründungsmitglieder.

Das Europäische Forum mit seinen 20 Mitgliedern aus 16 Ländern trifft sich regelmässig zum Ideen- und Erfahrungsaustausch in den Bereichen Unfallversicherung, Prävention und Rehabilitation. Mit seiner Arbeit will dieses Gremium das Fortbestehen des bewährten Konzepts der sozialen Versicherung gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten fördern und sichern. Alle Arbeitnehmenden Europas sollen vor Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten geschützt werden.

„Für die Suva ist es eine Chance den Annäherungsprozess der sozialen Unfallversicherungssysteme in Europa beratend mitzugestalten“, sagt Morger. Die hohe Fachkompetenz der Suva ist international sehr gefragt. Insbesondere mit ihrem neuen Schadenmanagement (New Case Management) habe die Suva auch in Europa eine Pionierrolle. Die positiven Resultate des New Case Managements hätten auch die europäischen Unfallversicherungen überzeugt. Innerhalb von zwei Jahren sind die Neurenten bei der Suva um rund 20 Prozent zurückgegangen.

Die Suva leistet in Zusammenarbeit mit den europäischen Ländern einen wesentlichen Beitrag für die Unfallprävention. Ihre Kompetenz und jahrelange Erfahrung auf diesem Gebiet ist beispielsweise bei der Konzeption von Präventionskampagnen und Informationsmitteln sehr gefragt. Zudem ist sie Mitglied von Arbeitsgruppen, die sich mit asbestbedingten Berufskrankheiten oder Lärmschwerhörigkeit auseinandersetzt.

Das Forum arbeitet eng mit dem Europäischen Rat und der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) zusammen und kann sich so verstärkt für eine soziale Unfallversicherung in Europa einsetzen. Dieses europaweite Netzwerk von Unfallversicherungsexperten unterstützt auch die osteuropäischen Länder beim Umbau ihrer Systeme der sozialen Absicherung und fördert ihre Integration. Sie sollen neben weiteren europäischen Ländern als Mitglieder gewonnen werden. Die Bedeutung des Forums als Vorbild für eine soziale Unfallversicherung in Europa ist mit fortschreitender Globalisierung auch für nichteuropäische Länder, wie zum Beispiel China, wichtiger geworden.

Um die Zusammenarbeit zwischen Ländern mit vielschichtigen Strukturen zu erleichtern, wurde das Europäische Forum in einer sehr offenen Form gegründet. Die Suva kann deshalb Mitglied dieses Gremiums sein, obwohl die Schweiz nicht Mitglied der Europäischen Union ist.

Im Präsidialjahr wird die Suva für die Vertreter der europäischen Unfallversicherungen vom 28. bis 29. Juni 2007 einen Kongress in Luzern durchführen.
Kontakt für Medienschaffende:
Jasmin Lioliou, Public Relations Suva, Fluhmattstrasse 2, 6002 Luzern,
Tel. 041 419 55 32, jasmin.lioliou@suva.ch 

Suva, Relations publiques, Henri Mathis, responsable RP Suisse romande, Rue de Locarno 3,
1701 Fribourg Tel: 026 350 37 80, henri.mathis@suva.ch 

* * *

Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.