Die Suva gibt Präventionstipps zu Zeckenstichen

Seit vielen Jahren engagiert sich die Suva erfolgreich für die Arbeitssicherheit im Forst. Zum Internationalen Tag des Waldes vom 21. März 2007 erinnert sie mit der Informationsbroschüre „Vorsicht, Zecken!“, wie man sich vor Zeckenstichen schützt.

Dank intensiver Präventionsarbeit konnte die Suva die Zahl der Unfälle in Forstbetrieben in den vergangenen Jahren massiv senken. Doch nun taucht eine andere Gefahr vermehrt auf: Zecken.
Schrecken mit Zecken
In der Schweiz sind es hauptsächlich zwei Infektionskrankheiten, die durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen werden: Die von Viren ausgelöste Frühsommer-Meningoenzephalitis und die von Bakterien verursachte Lyme-Borreliose. Die Viren-Infektion kann bei Menschen Hirnhautentzündungen und in seltenen Fällen schwere Erkrankungen an Hirn und Rückenmark zur Folge haben. Im Gegensatz zur Frühsommer-Meningoenzephalitis ist die Lyme-Borreliose relativ häufig und verursacht Entzündungen der Haut, Gelenke, Herz und/oder Nervensysteme. Pro Jahr erkranken landesweit etwa 3'000 Personen. Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes vom 21. März 2007 weist die Suva mit der neu überarbeiteten Broschüre „Vorsicht, Zecken!“ auf die Gefahren hin, die von den kleinen Spinnentieren ausgehen und erklärt, wie man sich davor schützen kann.
Prophylaxe ist möglich
Felix Ineichen, Arbeitsmediziner bei der Suva, empfiehlt: „Nach dem Aufenthalt im Wald, Unterholz und auf Wiesen sollte die Haut nach Zecken abgesucht werden." Besonders häufig stechen Zecken in die Kniekehlen, Leisten und Achselhöhlen. Guten Schutz gegen die Frühsommer-Meningoenzephalititis bietet eine Impfung. Diese eignet sich besonders für Personen, die sich oft in Waldregionen aufhalten. Gegen die Lyme-Borreliose existiert keine Schutzimpfung. Generell wird beim Aufenthalt im Wald das Tragen von gut abschliessenden hellen Kleidern empfohlen. Auf Kleidern mit hellen Farben sind Zecken besser zu erkennen und können sofort entfernt werden, bevor sie auf die Haut gelangen. Das Risiko für eine Lyme-Borreliose wird so deutlich vermindert.
Unfall oder Krankheit – wer bezahlt?
Das Gesetz umschreibt den Unfallbegriff als plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. Ein Zeckenstich und seine Folgen erfüllen die verlangten Kriterien auch und werden deshalb von den Unfallversicherern als Unfall eingestuft. Das heisst, dass sämtliche Behandlungskosten, Taggelder und allenfalls sogar Renten von der Unfallversicherung übernommen werden. Nähere Informationen über Symptome und Erscheinungsformen von Infektionskrankheiten durch Zeckenstiche finden sich unter www.bag.admin.ch  (Bundesamt für Gesundheit) oder in der Suva Informationsbroschüre „Vorsicht, Zecken!“.
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Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.