Gemeinsame Velohelmkampagne von bfu und Suva

Obwohl die Velohelmtragquote mittlerweile bei erfreulichen 39 Prozent angelangt ist, erlitten allein im letzten Jahr rund 1500 Personen bei einem Velounfall teils schwere Schädel-Hirn-Verletzungen. 35 Menschen verunglückten sogar tödlich. Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) und die Suva setzen sich deshalb auch in diesem Jahr unter dem Motto „Velohelm tragen. Oder beten“ für das freiwillige Velohelmtragen ein.

Allein im letzten Jahr ist der Anteil der Velofahrer, die freiwillig einen Helm tragen, von 34 auf 39 Prozent gestiegen. Die entsprechenden Zahlen liegen bei Kindern bis 14 Jahre sogar noch deutlich höher. Die Helmtragquote hat sich hier von 49 auf 56 Prozent erhöht. Damit trägt aber immer noch fast die Hälfte der Kinder beim Radfahren keinen Helm. Die bfu setzt sich deshalb für ein Velohelmobligatorium für Kinder ein – ein Ansinnen, das gemäss einer repräsentativen Demoscope-Umfrage von 85 Prozent der Befragten unterstützt wird. bfu-Direktorin Brigitte Buhmann: „Kinder sind beim Velofahren einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt, weil ihre kognitiven sowie motorischen Fähigkeiten noch nicht voll entwickelt und sie im Verkehr noch ungeübt sind. Daher ist es für sie besonders wichtig, einen Helm zu tragen.“
Sensibilisieren im persönlichen Kontakt
Mit dem TV-Spot „Damit Unfälle nicht zum Horror werden“ und einem Plakataushang mit dem neuen Sujet „Velohelm tragen. Oder beten“ werben die Suva und die bfu in der ganzen Schweiz für das freiwillige Velohelmtragen. Beim Mountainbiken und Rennvelofahren gehört der Velohelm zur Grundausrüstung. Weniger Anklang findet er hingegen in der Stadt und auf kurzen Strecken. Dies ist für Esther Hess-Infanger, Kampagnenleiterin Velohelm bei der Suva, nur schwer nachvollziehbar, lauern doch gerade hier grosse Unfallgefahren. „Eine schwere Kopfverletzung kann ein Leben dramatisch verändern. Darunter leidet auch das Umfeld eines Betroffenen. Oft muss leider zuerst etwas passieren, bevor man seine Einstellung gegenüber dem Helm ändert.“ Deshalb ist die Suva auch an verschiedenen Veranstaltungen präsent. „Hier können wir im persönlichen Gespräch die Velofahrenden für das Tragen des Helms sensibilisieren. Die Präsenz an diesen Veranstaltungen ist ein wichtiger Pfeiler in unserer Präventionsarbeit“, sagt Esther Hess-Infanger.

Suva und bfu erinnern daran, dass der Velohelm keine Lebensversicherung ist. Deshalb ist es unabdingbar, sich an die Verkehrsregeln zu halten, die Geschwindigkeit anzupassen und den anderen Verkehrsteilnehmern den nötigen Respekt entgegenzubringen. Schliesslich soll das Velofahren vor allem eines: Spass machen.
bfu unterstützt Helmkauf mit 20 Franken
Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) offeriert vom 1. bis 30. April 2007 – solange Vorrat – allen Velofahrenden eine Rückvergütung von 20 Franken beim Kauf eines Velohelms (mitfinanziert vom Fonds für Verkehrssicherheit FVS). Es können höchstens 35’000 Helme subventioniert werden. Die Rückvergütungen werden in der Reihenfolge des Eingangs der Helmbons ausbezahlt. Sämtliche Unterlagen samt Bon können über Internet unter www.velohelm.ch  ausgedruckt oder mit einem frankierten und adressierten Antwortkuvert (C5) bei folgender Adresse bestellt werden: bfu, Velohelmkampagne, Laupenstrasse 11, 3008 Bern. Das Angebot gilt nur für Helme, die mit der Normenangabe EN 1078 versehen sind.
Suva-Aktivitäten fördern das Velohelmtragen
Preisgekrönter Film
Mit dem Sensibilisierungs-Film „Till“ will die Suva ihre Versicherten und die Velofahrenden zum Velohelmtragen motivieren. Auf subtile Art und Weise wird dabei den Zuschauern ins Bewusstsein gerufen, dass die Menschen im Umfeld eines Verunfallten genauso in Mitleidenschaft gezogen werden, wie das Opfer selbst. Im Film erzählen die Mutter, die Freundin und ein Kollege des verunfallten Till, wie sie die Zeit vor und nach dem Unfall erlebt haben. Der Film berührt und regt zum Nachdenken an. Im November vergangenen Jahres hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) den jährlichen Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis vergeben. Dabei hat die Jury „Till“ für seinen Gesamteindruck mit dem silbernen "Edi" ausgezeichnet.
Velohelmtag zum Siebten
Am 13. Mai 2007 organisiert SuvaLiv bereits zum siebten Mal den Zentralschweizer Velohelmtag; dieses Jahr in der Region Sursee. Wer auf den vorgeschriebenen Strecken einen Velohelm trägt, wird von prominenten Velohelmjägern aus Sport, Politik und Wirtschaft mit einem Gewinnlos und einem Autogramm beschenkt.
Mit Velohelm an die SlowUps
An den folgenden drei SlowUps belohnt SuvaLiv das Velohelmtragen:
Sion: 27. Mai 2007; Bodensee: 26. August 2007; Zürichsee: 23. September 2007.
Mietvelo mit gratis Velohelm
Bei rund 100 Bahnstationen in der ganzen Schweiz, wo Rent a Bike-Fahrräder vermietet werden, stellt SuvaLiv Velohelme leihweise gratis zur Verfügung. So macht der Veloausflug auch mit dem Mietvelo Spass.
Mobile Werbeträger
Wie bereits in den vergangenen Jahren, machen Velokuriere auf ihren SuvaLiv-Rückentaschen auf das Velohelmtragen aufmerksam. Denn gerade der Stadtverkehr birgt für Velofahrer zahlreiche Tücken.
Weitere Auskünfte an Medienschaffende erteilen:
Für die Suva:
Barbara Salm, Public Relations, Suva, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern,
Telefon 041/419 50 25, Fax 041/419 60 62, barbara.salm@suva.ch 

Für die bfu:
Rolf Moning, Medienstelle, bfu, Laupenstrasse 11, 3008 Bern,
Telefon 031/390 21 11, Fax 031/390 22 30, r.moning@bfu.ch 

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Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.

Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu berät Behörden, Unternehmen, Schulen, Architekten und auch Privatpersonen in Fragen zu Unfallrisiken in Strassenverkehr, Sport, Haus und Freizeit. Sie ist eine private, politisch unabhängige Stiftung mit gesetzlichem Auftrag. www.bfu.ch