Militärversicherung: Ende der zweijährigen Uebergangsfrist

Ab dem 1. Juli 2007 sind die Mitarbeitenden der Militärversicherung definitiv Suva-Angestellte. Mit dem Ablauf der zweijährigen Übergangsfrist endet die Beschäftigungsgarantie für die ehemaligen Angestellten des Bundesamtes für Militärversicherung. Dank der Integration spart der Bund Kosten.

Am 18. März 2005 hatten National- und Ständerat beschlossen, die Führung der Militärversicherung an die Suva zu übertragen. Auslöser war der Auftrag des Parlaments, Synergien zu nutzen und Verwaltungskosten zu sparen. Per 30. Juni 2005 wurde deshalb das ehemalige Bundesamt für Militärversicherung (BAMV) aufgelöst und dessen Mitarbeitende wurden zu Suva-Mitarbeitenden.

Gemäss Vereinbarung zwischen Bund und Suva galt für die ehemaligen BAMV-Mitarbeitenden während zwei Jahren noch das Peronalrecht des Bundes mit einer zweijährige Lohn- und Beschäftigungsgarantie. Per 30. Juni 2007 läuft diese nun aus. Im Zusammenhang mit dem Transfer sank die Zahl der Beschäftigten von 175 Mitarbeitenden auf heute noch 103.
MV bleibt eigenständige Sozialversicherung
Die Militärversicherung bleibt auch unter der Führung der Suva eine eigenständige Sozialversicherung nach dem Militärversicherungsgesetz. Die Kosten für Verwaltung und Versicherungsleistungen trägt der Bund. Neu profitieren die MV-Versicherten insbesondere vom New Case Management, welches eine optimale Wiedereingliederung bezweckt. Wie eine Umfrage gezeigt hat, ist die Zufriedenheit bei den Versicherten auch unter der Führung der Suva ausserordentlich hoch.

Um Synergien und das Know-how der Suva optimal zu nutzen, hat die Suva die MV-Niederlassungen an den Standorten Bellinzona, Genf und St. Gallen mit der jeweiligen Suva-Agentur zusammengelegt, der Standort Bern folgt im Lauf des nächsten Jahres.

Dank der Integration der Militärversicherung in die Suva werden die jährlichen Verwaltungskosten ab Mitte 2008 um mindestens 20 Prozent sinken.

Die Militärversicherung ist die älteste Sozialversicherung der Schweiz und besteht seit 1852. Im Gegensatz zur Unfallversicherung deckt die Militärversicherung auch die Folgen von Krankheiten ab. Versichert sind Personen, welche für den Bund Dienst leisten. Zu den versicherten Diensten gehören namentlich Militär- und Zivilschutzdienst, Einsätze des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe, friedenserhaltende Aktionen sowie der Zivildienst.

Im Jahr 2006 verzeichnete die Militärversicherung total 32'844 Fälle, davon 9'067 Unfälle. Für Heilbehandlungen, Taggelder und Renten wurden 207,3 Millionen Franken aufgewendet.
Kontakt für Medienschaffende:
Erich Wiederkehr, Public Relations Suva, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern,
Tel. 041 419 56 23, erich.wiederkehr@suva.ch 

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Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.