Preisverleihung der Fairplay-Trophy 2006/2007 im Stade de Suisse

Faires Fussballspielen macht sich bezahlt. Am letzten Freitag, 2. November 2007 erhielten die Kicker des FC Lohn im Berner Stade de Suisse einen Gutschein über 11 000 Franken für ihr vorbildliches Verhalten auf dem Fussballplatz. Die Fairplay-Trophy wird vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) gemeinsam mit der Suva an die fairsten Vereine des Schweizer Fussballs vergeben.

Schaffhausen hat die fairsten Fussballspieler der Schweiz: Am 2. November 2007 nahm der FC Lohn im Berner Stade de Suisse die Fairplay-Trophy entgegen. Damit sicherten sich die Ostschweizer Fussballspieler einen Gutschein für Sportausrüstungen im Wert von 11 000 Franken. Verliehen wurde die Auszeichnung vom SFV und der Suva. Auf den Plätzen zwei bis fünf klassierten sich der SC Nebikon (LU), der FC Concordia Basel (BS), der FC Kirchberg (BE) und der FC Therwil (BL). Für faires Verhalten auf dem Rasen wurde jeder Klub mit einem Gutschein zwischen 6000 und 9000 Franken belohnt.
Preis für Fairness
Die Fairplay-Trophy wird seit 2004 jedes Jahr an die fünf fairsten Fussballteams vergeben. Berücksichtigt werden alle Vereine, die in den regionalen Aktiv-, Senioren- und Veteranenmeisterschaften kicken. «Wir bewerten das Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern und Gegnern, das Verhalten der Zuschauer und Funktionäre wie auch die Anzahl Strafpunkte aus gelben und roten Karten», sagt Heinz Wyss, Kampagnenleiter Fussball bei der Suva.
37000 Fussballunfälle pro Jahr
«Mit Aktionen wie der SuvaLiv Fairplay-Trophy wollen wir Amateurfussballer sensibilisieren», so Heinz Wyss. Dies mit gutem Grund: Fussball ist mit über 220 000 lizenzierten Spielern nicht nur die meist verbreitete Sportart in der Schweiz, sondern auch die unfallträchtigste. Laut neuesten Statistiken ereignen sich jährlich 37 000 Fussballunfälle. Das sind 25 Prozent aller Sportunfälle (Unfallstatistik UVG 2007). Diese Unfälle führen zu direkten Versicherungskosten in der Höhe von 125 Millionen Franken und zu einer halben Million Ausfalltage. Die Suva strebt somit mit ihren Präventionsaktivitäten nicht nur weniger Fussballunfälle an, sondern indirekt auch tiefere Prämien, die ihren Versicherten zu Gute kommen.

Die detaillierte Rangliste zur Fairplay Trophy findet sich unter: www.football.ch 
Wirksame Prävention im Fussball

Seit Jahren engagieren sich die Suva und der SFV für mehr Fairplay im Fussball. Eine Zusammenarbeit, die Früchte trägt. Die Unfälle im Fussball konnten mit diversen Aktionen in den letzten Jahren von über 40000 auf 37000 Fussballunfälle reduziert werden, dies obwohl seit 2004 die Zahl der Lizenzierten steigt.

  • Grümpelturniere – Prävention mit grosser Wirkung
    In der ganzen Schweiz unterstützt die Suva jährlich über 100 Grümpel- und rund 30 Firmenturniere. Dabei stellt sie in Zusammenarbeit mit den regionalen Schiedsrichter-Aufgebotsstellen offizielle Schiedsrichter. Zudem erhalten die Spieler Stulpen, Schienbeinschoner und eine Musik-CD zum Aufwärmen. Im Gegenzug verpflichten sich die Organisatoren, das Tragen der Schienbeinschoner verbindlich vorzuschreiben, das Aufwärmen zu organisieren und das Tragen von Nocken- oder Noppenschuhen zu empfehlen. Ein Engagement, das Früchte trägt: An den von der Suva unterstützten Turnieren ereignen sich nur halb so viele Unfälle wie an den restlichen Turnieren.
  • Kampagne «Die 11» - das Trainingsprogramm
    Die häufigste Ursache für Sportunfälle sind ungenügende Vorbereitung und falsches Verhalten. Deshalb hat die Suva gemeinsam mit dem SFV und der FIFA «Die 11», ein Trainingsprogramm für Fussballer, auf DVD lanciert. Es besteht aus zehn Übungen und dem Appell zum Fairplay.
  • Fairplay-Trikots für die Schiedsrichter
    Die Suva hat 4500 Schiedsrichter im Breitensport mit neuen Trikots mit dem Fairplay-Emblem ausgerüstet. Die Mitarbeit der Schiedsrichter ist unerlässlich, wenn es um Fairplay geht. Sie wachen über die Einhaltung der Spielregeln und tragen durch ihren Einsatz viel zur Fairness und Unfallverhütung auf dem Platz bei.
  • Fairplay auch in anderen Ballsportarten
    Der Erfolg der Fairplay-Trophy hat sich längst auch ausserhalb der Fussballszene herumgesprochen. Ab der Saison 2007/2008 haben sich deshalb auch die Basketball-, Handball- und Volleyball-Schiedsrichter die Umsetzung der Fairplay-Regeln auf die Fahne geschrieben.
Auskunft an Medienschaffende erteilt:

Suva, Public Relations, Angela Zobrist, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern
Tel. 041 419 54 76, Fax 041 419 60 62, E-Mail: angela.zobrist@suva.ch 

Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100 000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.