Die Suva informiert über richtiges Verhalten im Notfall

Notfall im Betrieb: Minuten, die Leben retten. Bei einem Betriebsunfall sind die Mitarbeitenden auf sich allein gestellt, bis der Rettungsdienst eintrifft. Weil im Notfall aber die ersten 10 bis 15 Minuten oft über ein Menschenleben entscheiden, ist eine gute Notfallorganisation wichtig. Die Suva organisierte deshalb zusammen mit dem Schweizerischen Samariterbund (SSB) und der Schweizerischen Vereinigung für Betriebssanität (SVBS) am 26. November in Olten die Informationsveranstaltung «Notfall im Betrieb – sind Sie vorbereitet?».

Ein Sturz, plötzliche Atemnot, Schnittwunden, Verbrennungen, ein Stromschlag: Allein im Jahr 2006 verunfallten mehr als 260 000 Personen am Arbeitsplatz. Wer unvorbereitet mit einem Notfall konfrontiert wird, ist oft überfordert. Für einen Verunfallten ist es jedoch entscheidend, dass im Ernstfall schnell und richtig reagiert wird. Deshalb organisierte die Suva am 26. November in Olten zusammen mit dem Schweizerischen Samariterbund (SSB) und der Schweizerischen Vereinung für Betriebssanität (SVBS) die Informationsveranstaltung «Notfall im Betrieb» – sind Sie vorbereitet?». Über 120 Vertreter Suva versicherter Betriebe aus den Regionen Aarau, Basel, Bern, Solothurn und Zentralschweiz erhielten aus erster Hand alle notwendigen Informationen für den Aufbau einer zweckmässigen Notfallorganisation.
Erste-Hilfe kann Leben retten
Laut einer deutschen Studie aus dem Jahr 2002 unterlassen Personen die Erste-Hilfe aus den folgenden Gründen: «Angst, etwas Falsches zu machen», «bin nicht in der Lage Erste-Hilfe zu leisten» oder «Erste-Hilfe überlasse ich Ärzten und Sanitätern». Dabei entscheiden bei einem Unfall oder einem Notfallereignis, z. B. einen Herzinfarkt, die ersten 10 bis 15 Minuten bis zum Eintreffen der externen Rettungskräfte oft über Leben und Tod. «Die Mitarbeitenden jeder Unternehmung sollten wissen, was im Notfall zu tun ist», sagt Beat Arnet, Leiter Präventionsdienste bei der Suva. «Eine solide Grundausbildung und periodisches Training für alle Mitarbeitenden sind deshalb unerlässlich», so Beat Arnet.
Ungenügende Notfallkonzepte
Die teilnehmenden Betriebe der Informationsveranstaltung konnten den Stand ihres eigenen Notfallkonzepts selbst beurteilen, indem sie Fragen zum Stand der Mitarbeiterausbildung, zur Vollständigkeit des Erste-Hilfe-Materials, zu Notfall-Telefonnummern oder zum Alarmplan beantworteten. Rund 30 Prozent aller Anwesenden stuften ihre Notfallvorkehrungen dabei als verbesserungsfähig ein. Für die Suva bestätigt dieses Ergebnis die Wichtigkeit des durchgeführten Anlasses. «Wir versuchen die Betriebe für den Notfall im Betrieb zu sensibilisieren, so dass sie die Notfallbereitschaft überprüfen und bei Bedarf verbessern», so Beat Arnet. Davon profitieren alle: die Verunfallten, die Helfer, die Suva und die Arbeitgeber. Diese sogar gleich zweifach: zum einen fallen seine Mitarbeitenden nicht oder weniger lang aus und zum anderen sinken mit der Zeit seine Versicherungskosten, da die Suva allfällige Gewinne den versicherten Betrieben in Form von tieferen Prämien zurückgibt.
Erste-Hilfe-Tipps der Suva
  • Erste-Hilfe-Material leicht zugänglich und gut sichtbar markiert aufbewahren, regelmässig auf Vollständigkeit überprüfen.
  • Notfallnummern abspeichern u/o neben dem Telefon anbringen.
  • In jedem Betrieb sogenannte Ersthelfer ausbilden lassen, die lebensrettende Sofortmassnahmen ergreifen können.
  • Der Erste-Hilfe-Kurs für die Führerschein-Ausbildung reicht für betriebliche Belange nicht aus; zumal dieser Kurs meist Jahre zurückliegt.
  • Alle Beschäftigten periodisch über Erste-Hilfe-Massnahmen instruieren und darüber was im Notfall zu tun ist.
  • Bewährt haben sich auch Checklisten am Schwarzen Brett, auf denen die wichtigsten Informationen zusammengefasst sind.
Kostenlose Checklisten und Informationsmittel

Informationsmittel für Betriebe sowie Checklisten für eine Notfallorganisation finden sich in Deutsch, Französisch und Italienisch unter www.suva.ch/waswo:

Weitere Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Angela Zobrist, Public Relations, Suva, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern,
Tel. 041 419 54 76, Fax 041 419 60 62, angela.zobrist@suva.ch

 

Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.

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