Internationale Preisverleihung «Gesundheit und Betrieb» 2007 in Luzern

Schweizer Auszeichnung für Kuhn Rikon. Die Auszeichnung «Gesundheit und Betrieb» 2007 der Schweizer Sektion der Europäischen Vereinigung für Gesundheitsförderung in den Betrieben (A.E.P.S.) geht an die Tösstaler Firma Kuhn Rikon. Die Übergabe des von Gesundheitsförderung Schweiz gestifteten Preises findet an der von der Suva organisierten Preisverleihung im Rahmen des wissenschaftlichen Symposiums der A.E.P.S. vom 8.Dezember in Luzern statt.

Jedes der neun Mitgliedsländer der Europäischen Vereinigung für Gesundheitsförderung in den Betrieben (Association Européenne pour la Promotion de la Santé, A.E.P.S.), vergibt jeweils an der Jahresversammlung nationale Preise für Projekte zur Gesundheitsförderung in Betrieben.

Den diesjährigen Preis der Schweizer Sektion in der Höhe von 4000 Franken erhält die Firma Kuhn Rikon für ihr Gesundheitsförderungsprojekt «vital@kuhnrikon». Kuhn Rikon entwickelt, produziert und vertreibt qualitativ hochwertiges Kochgeschirr und Zubehör. Das ausgezeichnete Projekt basiert auf dem Programm «KMU-vital» von Gesundheitsförderung Schweiz. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin wurden die Belastungen und Ressourcen der Mitarbeitenden von Kuhn Rikon ermittelt. Gestützt auf die Ergebnisse wurden verschiedene Aktionen durchgeführt wie z.B: «Bike to work», ein Rückenseminar, ein Gesundheitstag sowie Blutdruck- und Augendruckmessungen. Es wurde zudem ein neues Arbeitszeitmodell eingeführt. Gemäss Daniel Obrist, Verantwortlicher für die Gesundheitsförderung bei Kuhn Rikon, ist es dem Unternehmen ein Anliegen, für die Mitarbeitenden ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sie sich wohl fühlen. Dieses Engagement werde von den Mitarbeitenden geschätzt und die meisten Massnahmen könnten mit Erfolg umgesetzt werden.

Im Rahmen der Preisverleihung speziell erwähnt wurde dem Projekt von Carmen Eggenberger-Lüchinger aus Schaan (FL). Es ist der Entwurf eines theoretischen Modells zur Einführung der betrieblichen Gesundheitsförderung in der Liechtensteinischen Landesverwaltung. Das Projekt zeigt auf, dass betriebliche Gesundheitsförderung als Unternehmensstrategie auch für eine Verwaltung anwendbar und umsetzbar ist.

Prof. Roger Darioli, Präsident der Schweizer Sektion der A.E.P.S.,ist überzeugt, dass sich die Gesundheitsförderung in den Betrieben durch den regelmässigen internationalen Austausch weiter etablieren wird.

Burnout kostet jährlich mehr als 4 Milliarden Franken

Das diesjährige Kolloquium der A.E.P.S. vom 8.Dezember 2007 in Luzern steht unter dem Titel «Burnout in den Betrieben - quo vadis». Ein Thema nicht nur von medizinischem, sondern auch von volkswirtschaftlichem Interesse, schätzt doch das SECO die jährlichen Kosten von Stress auf über 4 Milliarden Franken. Die volkswirtschaftlichen Kosten sind fast doppelt so hoch, wenn man die durch Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten verursachten Kosten dazuzählt.

Edouard Currat, Mitglied der Geschäftsleitung der Suva, zeigt sich erfreut, dass das diesjährige Kolloquium, an dem über 70hochkarätige Spezialisten aus Medizin, Gesundheitsförderung und Wirtschaft teilnehmen, in Luzern stattfindet. «Zwar kann die Suva dank ihrem Produktemix bestehend aus Prävention, Versicherung und Rehabilitation positiv auf das Unfallgeschehen einwirken» so Currat «die Gesundheit der Arbeitnehmenden muss jedoch ganzheitlich gefördert werden. Vorbeugen in den Betrieben ist zum zentralen Element geworden. Nur so können wirksame Einsparungen im Gesundheitswesen erzielt werden. Davon profitieren alle: die Arbeitnehmenden, die gesund sind, die Arbeitgeber, die weniger Prämien entrichten müssen und schliesslich die Versicherungen, die weniger Aufwendungen haben.»

Die A.E.P.S

Die Association Européenne pour la Promotion de la Santé A.E.P.S. wurde 1970 vom damaligen französischen Gesundheitsminister Paul Ribeyre in Paris gegründet. Heute zählen nebst Frankreich auch Belgien, Deutschland, Italien, Griechenland, Luxemburg, Spanien, Portugal und die Schweiz zu den Mitgliedern. Der Verein organisiert jährliche Kolloquien zu Themen der Gesundheitsförderung, fördert den internationalen Austausch und vergibt den jährlichen Preis «Gesundheit und Betrieb». www.aeps-ch.org  

Kontakt für Medienschaffende

Suva:

Barbara Salm, Public Relations, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern, Tel. 041 419 50 25, barbara.salm@suva.ch

Association Européene pour la promotion de la Santé, A.E.P.S.:

Prof. Roger Darioli, Policlinique médicale universitaire, 1011 Lausanne, Tel. 021 314 61 07, Fax 021 314 6108, Roger.Darioli@hospvd.ch 

Gesundheitsförderung Schweiz:

Peter Burri, Leiter Kommunikation, Dufourstrasse 30, 3000 Bern 6, Tel. 031 350 04 26, peter.burri@promotionsante.ch 

 

Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.

Suva-Newsletter. Jetzt abonnieren unter www.suva.ch/newsletter  

Gesundheitsförderung Schweiz ist eine Stiftung, die von Kantonen und Versicherern getragen wird. Mit gesetzlichem Auftrag initiiert, koordiniert und evaluiert sie Massnahmen zur Förderung der Gesundheit (Krankenversicherungsgesetz, Art. 19). Die Stiftung unterliegt der Kontrolle des Bundes. Oberstes Entscheidungsorgan ist der Stiftungsrat. Gesundheitsförderung Schweiz betreibt Geschäftsstellen in Bern und Lausanne.

www.gesundheitsfoerderung.ch