Zum Entscheid des Bundesstrafgerichts in Bellinzona

Die Suva nimmt mit Genugtuung das heute mündlich eröffnete Urteil des Bundesstrafgerichts Bellinzona im Zusammenhang mit strafrechtlichen Handlungen bei Verkäufen von Immobilien der Suva zur Kenntnis. Die Suva war als Geschädigte am Verfahren beteiligt.

Mit der Verurteilung von vier Angeklagten – wenn auch zum Teil deutlich unter den Anträgen der Bundesanwaltschaft - bestätigt das Bundesstrafgericht die Feststellung der Bundesanwaltschaft, wonach die Suva Opfer krimineller Machenschaften wurde. Zwei Kaderleute der Suva, darunter der ehemalige Leiter des Bereichs Immobilien, hatten ihre Vertrauensstellung missbraucht, um sich finanzielle Vorteile zu verschaffen. Die Parteien haben die Möglichkeit, das Urteil an das Bundesgericht in Lausanne weiterzuziehen.

Das Urteil ist für die Suva positiv, weil das Bundesstrafgericht bestätigt hat, dass die Suva zu Recht wieder Eigentümerin aller betroffenen Liegenschaften ist. Die Suva hat somit keinen Grund, das Urteil ans Bundesgericht in Lausanne weiterziehen.

100'000 Rentner profitieren von Immobilien- und Kapitalanlagen

Unabhängig vom Ausgang des Strafprozesses hat die Suva den Bereich Immobilien reorganisiert und in eine eigenständige Abteilung überführt. Die Immobilienanlagen sind Teil der Anlagestrategie der Suva. Die Erträge dienen der langfristigen Sicherung der Ansprüche der gut 100'000 Suva-Rentenempfänger. Neben den Prämien der versicherten Betriebe und der Arbeitnehmer ist der Kapitalertrag eine unerlässliche und erhebliche Einnahmequelle der Suva. Insgesamt beträgt das angelegte Kundenvermögen rund 33 Milliarden Franken.

Erfolge in der Prävention, ein straffes Case Management und eine geschickte Anlagestrategie machten es möglich, dass die Suva für das laufende Jahr 2008 die Prämien in der Nichtberufsunfallversicherung um vier Prozent, in der Berufsunfallversicherung sogar um durchschnittlich neun Prozent senken kann. Dabei profitieren die Kunden der Suva von der Tatsache, dass der Gewinn vollumfänglich den Versicherten zugute kommt. Im Jahr 2006 entsprach der Kapitalertrag pro versicherte Person 900 Franken.

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Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.

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