Suva und Hausärzteorganisation arbeiten zusammen

Nur ein kleiner Anteil von Unfällen führt zu Langzeitschäden mit langem Leiden und hohen Kosten. Die Suva und die Hausärzteorganisation argomed haben eine enge Zusammenarbeit vereinbart, damit solche Verletzte nach der Akutbehandlung rasch die nötigen Therapien und Rehabilitation erhalten, um schneller wieder gesund und arbeitsfähig zu werden.

Auf Schloss Liebegg im aargauischen Gränichen haben sich am 13. März 2008 Repräsentanten der Suva als grösster Schweizer Unfallversicherung und der argomed Ärzte AG — sie vertritt 430 Hausärztinnen und Hausärzte in den Kantonen Aargau, Solothurn und Zug — zur Startveranstaltung des gemeinsamen Projekts KIMSA (kooperatives Integrationsmanagement der Suva mit Ärztenetzen) eingefunden. Ziel der Zusammenarbeit ist, schwierige und lang dauernde Heilungsverläufe früh zu erkennen und geeignete Massnahmen einzuleiten. Die Hausärzte bringen ihre spezifische Kompetenz und Erfahrung ein. Mit ganzheitlicher Betreuung, Kenntnis von früheren Unfällen und Krankheiten, von psychischen, familiären und beruflichen Problemen können sie am besten abschätzen, wie die Heilung eines Unfalls verlaufen wird.

Das Projekt KIMSA erlaubt den Spezialisten der Suva, künftig früh mit den Verunfallten in Kontakt zu kommen. Optimale Therapien, manchmal auch Aufenthalte in einer Rehabilitationsklinik, sollen die Heilung beschleunigen. Durch Gespräche mit den Vorgesetzten lassen sich erfahrungsgemäss Arbeiten finden, die auch mit Teilbehinderungen ausgeführt werden können. Die frühe Wiedereingliederung stärkt nicht zuletzt auch das Selbstbewusstsein der Verunfallten und fördert den Heilungsprozess.

Invalidität vorbeugen

Es geht beim Projekt KIMSA nicht darum, den Verunfallten Versicherungsleistungen vorzuenthalten. Im Gegenteil: Ärzte und Suva machen die Erfahrung, dass weitaus die meisten Patienten möglichst bald wieder arbeiten wollen. Das Projekt unterstützt diesen Willen. Je länger jedoch ein Patient arbeitsunfähig ist, desto wertloser fühlt er sich. Es ist zudem erweisen, dass bei zunehmender Dauer der Arbeitsunfähigkeit die Chance einer Wiedereingliederung in den Beruf stark sinkt. Die Folge davon ist eine Invalidität, die bei früherer Intervention oftmals hätte vermieden werden können. Auch deshalb will die Suva früh eingreifen können. Mit dem New Case Management ist sie schon ein Stück auf diesem Weg gegangen. KIMSA ist die Weiterentwicklung mit intensivierter Zusammenarbeit mit den Hausärzten.

Im Gegensatz zur Krankenversicherung, die an möglichst tiefen Behandlungskosten interessiert ist (während Taggeld und Rente von anderen Versicherungsträgern bezahlt werden), übernimmt die Suva sowohl die Behandlungskosten wie auch die Taggelder und Rentenkosten. Investitionen in die Behandlung, auch wenn sie relativ hoch sind, erlauben letztlich Einsparungen bei den viel höheren Rentenkosten. Die Hausärztinnen und Hausärzte wollen ihren Patienten wenn immer möglich die beste Behandlung vermitteln. Deshalb vertreten sie die gleichen Interessen wie die Suva und ziehen mit ihr an einem Strick.

Die argomed Ärzte AG und die Suva haben das Projekt KIMSA gemeinsam aufgebaut. Das Pilotprojekt im Kanton Aargau soll später auf weitere Regionen ausgedehnt werden.

Weitere Informationen: www.kimsa.ch  .

Kontakt für Medienschaffende
Argomed

Karl Züger, Geschäftsführer argomed, Projektleiter KIMSA, Tel. 056 483 03 33, argomed@argomed.ch 

Suva

Erich Wiederkehr, Unternehmenskommunikation, Tel. 041 419 56 23, erich.wiederkehr@suva.ch 

Die argomed Ärzte AG wurde am 1.7.1998 gegründet und ist seither im Kanton Aargau präsent. Die steigenden Gesundheitskosten haben die Ärzteschaft damals veranlasst, sich zusammen zu schliessen um gemeinsam Lösungen zur Verlangsamung der Kostenspirale zu suchen. Sie hat als ärzteeigene Firma die Managed Care-Bewegung massgeblich mitgeprägt und so einen erheblichen Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen geleistet. Die argomed Ärzte AG ist heute im Aargau, in Solothurn und Zug vertreten und gilt als verlässliche Partnerin der Ärzteschaft.

www.argomed.ch  

Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,8 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.

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