Suva gibt Tipps für einen unfallfreien 1. August

Jährlich verunfallen im Durchschnitt 250 Personen durch Feuerwerk, fast die Hälfte davon am Nationalfeiertag. 70 Prozent der Verunfallten sind Männer. Dies zeigen die erstmals erhobenen Zahlen der Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung. In einem Merkblatt für ihre versicherten Betriebe gibt die Suva Tipps für einen unfallfreien 1. August.

In den vier Jahren von 2003 bis 2006 ereigneten sich in der Schweiz über 1000 Unfälle mit Feuerwerk, was einem jährlichen Durchschnitt von rund 250 entspricht. 43 Prozent dieser Unfälle passierten am Nationalfeiertag. 18 Prozent an Silvester.

Bei 42 Prozent aller Feuerwerksunfälle handelt es sich um sogenannte Bagatellfälle (d.h. eine Arbeitsunfähigkeit von bis zu drei Tagen und ohne Taggeldzahlungen). 58 Prozent der Fälle hat zu Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen (d.h. mit Taggeldzahlungen) geführt. Bei den Feuerwerksunfällen am Nationalfeiertag beträgt dieser Anteil gar 68 Prozent. In seltenen Fällen (weniger als ein Fall pro Jahr) waren die Verletzungen so gravierend, dass sie zu einer Invalidität) führten. In den Jahren 2003 bis 2006 beliefen sich die Kosten - dazu zählen Heilkosten, Taggelder sowie Invalidenrenten - für die UVG-Versicherer auf über sieben Millionen Franken.

Bei den Verletzungen handelt es sich in 38 Prozent der Fälle um Verbrennungen mit Schwerpunkt obere Extremitäten (Hand, Handgelenk), in knapp 14 Prozent um oberflächliche Verletzungen oder offene Wunden, in 28 Prozent war das Gehör betroffen und die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf übrige Verletzungen (Kontusionen, Frakturen usw.) an verschiedenen Körperteilen.

Die Altersverteilung der Verunfallten stellt sich wie folgt dar: 18 Prozent sind unter 20-jährig, 34 Prozent sind 20- bis 29-jährig und je 24 Prozent sind 30- bis 39-jährig oder 40 und älter. Zu mehr als 70 Prozent verunfallen Männer. 90 Prozent der Feuerwerksunfälle ereignen sich in der Freizeit, 10 Prozent bei der Ausübung des Berufs (Polizisten, Ordnungsdienste usw.).

Damit der 1. August nicht tragisch endet, gibt die Suva folgende Tipps für den richtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern:

  1. Die Gebrauchsanleitung rechtzeitig lesen.
  2. Keine Eigenkreationen basteln.
  3. Nie Feuerwerk in einer Menschenansammlung abbrennen.
    Einen Sicherheitsabstand von mindestens zehn Metern einhalten.
  4. Achtung Blindgänger: Einem Blindgänger frühestens nach 5 Minuten nähern. Nie zweimal anzünden.
  5. Feuerwerk gehört nicht in den Hosensack.

Durch ihr Merkblatt «5 Tipps für einen sicheren 1. August» will die Suva dazu beitragen, die Feuerwerkunfälle zu verringern. Dadurch kann nicht nur Leid vermindert werden, sondern es können auch Kosten gespart werden. Dies kommt wiederum den Versicherten in Form von niedrigeren Prämien zugute.

Wer ist UVG-versichert?

Die Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung UVG (SSUV) weist seit 2003 die Unfälle mit Feuerwerk separat aus. Unter Feuerwerk verstehen sich Feuerwerkskörper, pyrotechnische Sätze, bengalische Fackeln sowie Rauchpetarden. Dabei stehen die Daten der Verunfallten aus dem Kollektiv der obligatorisch nach Unfallversicherungsgesetz (UVG) versicherten rund 3,5 Millionen Arbeitnehmenden in der Schweiz sowie der Arbeitslosen zur Verfügung. Alle übrigen Personen, d.h. Kinder, Schüler, Studenten, nicht erwerbstätige Hausfrauen und -männer, Selbständigerwerbende sowie Rentner sind nach Krankenversicherungsgesetz (KVG) versichert und somit in diesen Statistiken nicht enthalten.

Kontakt für Medienschaffende

Barbara Salm, Unternehmenskommunikation, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern,
Tel. 041 419 50 25, barbara.salm@suva.ch 

Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,9 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.

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