Verleihung des Medienpreises 2008 der Suva

Die Jury der 15. Ausgabe des Medienpreises der Suva verleiht den 1. Preis gemeinsam an Françoise Weilhammer und Marlyse Tschui. Sie zeichnet damit zwei beispielhafte Arbeiten aus dem Bereich der Gesundheitspräventionaus: eine über die Gefahren von Botox, die andere über die genetische Veranlagung von Frauen, einen Brustkrebs zu entwickeln.

Der Medienpreis 2008 der Suva würdigt zu gleichen Teilen zwei originelle, bemerkenswerte und überzeugende Beiträge, die der Devise des Preises «Prävention durch Information» perfekt entsprechen. Beide Reportagen zeichnen sich vor allem durch die zutreffenden Ratschläge zur Vorsicht und die aufrüttelnden Aussagen von Betroffenen aus.

Die Botoxspritze: ein banaler Eingriff?

Die am 1. April 2008 im Rahmen der Sendung «A bon Entendeur» (TSR 1) ausgestrahlte Reportage «Botox oder Intox?» zeigt die Risiken dieses Giftstoffes auf, der vor allem in der Schönheitschirurgie zur Faltenbehebung angewendet wird. Françoise Weilhammer, Journalistin, und Xavier Nicol, Regisseur, untersuchen eine medizinische Anwendung, die in der Schweiz noch nicht einer strikten Gesetzgebung unterliegt.

Die Verabreichung einer Botox-Spritze ist für gewisse Personen ein so banaler Eingriff wie das Haareschneiden. Doch ist die Anwendung alles andere als ungefährlich. Swissmedic betont, dass Botox ein Medikament ist, dessen Nebenerscheinungen unter Umständen äusserst gefährlich sein können. Misslungene Resultate aus der Chirurgie sind uns bekannt, weniger aber diejenigen dieser Spritzen: bei den eindrücklichen Aussagen einer Genferin, die auf Lebzeiten entstellt ist, läuft einem der kalte Schauer den Rücken hinunter.

Brustkrebs: ein DNA-Test mit präventivem Zweck?

Marlyse Tschui erhält einen 1. Preis für ihren Artikel «Brustkrebs. Muss man vor seiner DNA Angst haben?», der am 27. Januar 2008 in der Zeitschrift FEMINA erschien.

«Wenn in einer Familie mehrere Fälle von Brustkrebs vorkommen, so gibt es nur ein Mittel, um zu erfahren, ob man eine genetische Veranlagung besitzt: der DNA-Test. Soll man ihn machen oder nicht? Vorbeugen oder heilen?». Nein, vielleicht, ja. Mit feinem Gespür zeigt Marlyse Tschui die Schwierigkeit einer solchen, oft folgenschweren, Entscheidung auf: das Hin- und Hergerissensein zwischen «seine Brust wie eine Bedrohung zu spüren», «vielleicht eine frühzeitige Diagnosestellung zu verpassen, aber an Lebensqualität zu gewinnen» und «es lieber wissen wollen, als den Kopf in den Sand zu stecken», wie es drei Frauen bezeugen, die vor dieser schicksalshaften Wahl standen.

Prävention durch Information

Medienschaffende tragen entscheidend dazu bei, dass die Präventionsanstrengungen der Suva ihre volle Wirkung entfalten. Deshalb wurde 1994 der Medienpreis der Suva ins Leben gerufen. Er zeichnet französischsprachige Arbeiten aus, die in Zusammenhang mit der Prävention von Unfällen und Gesundheitsstörungen stehen und in Schweizer Medien verbreitet wurden. Die Jury besteht aus renommierten Journalisten. Sie beurteilen die eingereichten Arbeiten einerseits nach ihrer Einzigartigkeit. Andererseits müssen die Themen attraktiv und überzeugend aufbereitet sein.

Fotos der Preisträger und der Preisübergabe sind am Donnerstag, 4.September, ab 16.00Uhr, auf folgender Webseite verfügbar: www.cramatte.com/psm  

Weitere Informationen für Medienschaffende:

Henri Mathis, Leiter Unternehmenskommunikation Westschweiz: Tel. 026 350 37 80 / Natel 079 321 89 33, henri.mathis@suva.ch 

Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,9 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.

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