Sicher auf die Piste mit «Top 10» für den Winter

70 000 Schneesportler verunfallen jährlich in der Schweiz: Oft ist mangelndes Training die Ursache. Vor allem das Fahren mit Carving-Skis setzt eine gute Rumpf- und Beinmuskulatur voraus. Deshalb ruft die Suva dazu auf, mit ihrem Trainingsprogramm «Top 10» für den Winter Kraft und Koordination frühzeitig zu trainieren.

Schon bald startet die Wintersaison. Dann ziehen wieder Tausende von Ski- und Snowboardbegeisterte ihre Kurven in den Schnee. Aber Vorsicht, untrainierte Sportler riskieren bei ersten Schwüngen und Sprüngen viel. Jährlich verunfallen rund 70 000 Personen auf den Schweizer Skipisten: zwei Drittel beim Skifahren, ein Drittel beim Snowboarden.

Carving ist anspruchsvoll

Die Unfallursachen sind vielfältig: In den letzten Jahren beeinflusste unter anderem das schnelle Fahren mit den Carving-Skis das Unfallgeschehen. Gemäss Hans Gerber, Institut für Biomechanik der ETH Zürich, setzt eine Verdoppelung der Geschwindigkeit in den gecarvten Kurven die vierfache Beinkraft voraus. «Dies ist nötig, damit beim Carving der Körper aufrecht gehalten werden kann», sagt Gerber. Hat ein Fahrer den Schwerpunkt nicht über der Bindung, wird die maximale Kraft seiner Beinmuskulatur sehr schnell überschritten. Oft kommt es dann zu einem Rückwärtssturz, was zu einem Kreuzbandriss führen kann. Aus diesem Grund müssen Bein- und Rumpfmuskulatur vor der Wintersaison gezielt trainiert werden.

Gut in Form auf die Piste

Die Suva hat im November 2006 das Trainingsprogramm «Top 10» für den Winter als DVD lanciert. Diese DVD enthält gezielte Übungen für den Aufbau von Kraft und Bewegungskoordination: Zehn einfache Übungen für das Training zu Hause und zehn anspruchsvollere Partnerübungen für das Training in der Turnhalle. Zudem liefert die DVD wertvolle Tipps für das Ausdauertraining und das Dehnen. Bereits 15 bis 20 Minuten zwei- bis dreimal die Woche reichen, um sich optimal auf die Skisaison vorzubereiten.

Kostenlose DVD

In den letzten zwei Jahren hat die Suva rund 70 000 DVD «Top 10» für den Winter» ausgeliefert. Edith Müller Loretz, Kampagnenleiterin Schneesport bei der Suva, wertet dies als grossen Erfolg: «Die Leute sind sich bewusst, dass im Schneesport das Training vorausgehen muss und nicht erst auf der Piste erfolgen kann. Es ist nie zu spät, mit der Vorbereitung zu beginnen, noch bleiben einige Wochen bis zum Start der Wintersportsaison.» Die DVD «Top 10» für den Winter kann kostenlos bestellt werden: Suva, Zentraler Kundendienst, Postfach, 6002 Luzern, Fax: 041 419 59 17 oder unter www.suva.ch/waswo.

Zahlen sprechen Klartext

Von den jährlich 70 000 Verunfallten im Schneesport sind 40 000 erwerbstätig und somit UVG-versichert. Diese 40 000 Unfälle verursachten allein im Jahr 2006 Kosten von rund 200 Millionen Franken. Nicht in diesen Kosten enthalten sind die 30 000 Unfälle der Nichterwerbstätigen, wie z. B. Kinder, Schüler, Studenten, nicht erwerbstätige Hausfrauen und –männer, Selbstständigwerbende sowie Rentner. Für diese Unfälle kommt die Krankenkasse auf. Die Suva will mit ihren Präventionsaktivitäten Schneesportunfälle verhindern und damit die Unfallkosten senken. Dies wiederum kommt den Versicherten in Form von tieferen Prämien zu Gute.

Weitere Informationen zu «Top 10» für den Winter finden sich unter: www.suva.ch/schneesport  

Auskunft an Medienschaffende erteilt:

Angela Zobrist, Unternehmenskommunikation, Suva, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern,
Tel. 041 419 54 76, angela.zobrist@suva.ch 

Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,9 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.

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