Die Suva organisiert Tempo-Tage für Schneesportler

Schneesportler unterschätzen oft ihre Geschwindigkeit: 50 km/h sind auf Pisten keine Seltenheit. Zusammenstösse bei diesem Tempo verursachen schwere Verletzungen. Um Schneesportler für diese Gefahr zu sensibilisieren, lässt die Suva an ihren Tempo-Tagen einen als Radarkasten verkleideten Skifahrer auf den Pisten zirkulieren. Die Tempo-Tage beginnen am 27. und 28. Dezember 2008 im Skigebiet Flumserberg.

Viele Schneesportler fahren nicht nur unverhältnismässig schnell, sondern überschätzen auch ihre fahrerischen Fähigkeiten. Kollisionen, Unfälle und Verletzte sind die Folgen solcher Pistenraserei. Um die Schneesportler für die Gefahren zu sensibilisieren, organisiert die Suva in elf verschiedenen Skigebieten der Schweiz erneut Tempo-Tage. Der Start erfolgt am 27. und 28. Dezember 2008 im Skigebiet Flumserberg.

Wie ein Sturz aus 10 Metern Höhe

An den Tempo-Tagen der Suva kann jeder interessierte Skifahrer oder Snowboarder innerhalb eines abgesperrten Pistenabschnitts sein gefahrenes Tempo messen lassen. Anschliessend erfährt er, wie hoch im Falle einer Kollision das Verletzungsrisiko wäre. Ein Zusammenprall mit 50 km/h kommt beispielsweise einem Sturz aus 10 Metern Höhe gleich.

Keine Pistenpolizei

Auf der Piste treffen die Schneesportler auf einen skifahrenden Radarkasten. Dieser soll Skifahrer und Snowboarder zum Schmunzeln bringen und auch zum Nachdenken über das eigene Fahrverhalten anregen. Gleichzeitig nimmt sich die Suva das Recht, sehr schnelle Fahrer mit einem echten mobilen Radargerät zu messen und ihnen die gefahrene Geschwindigkeit und mögliche Konsequenzen mitzuteilen. «Als Pistenpolizei wollen wir aber nicht auftreten», sagt Edith Müller, Kampagnenleiterin Schneesport bei der Suva, «die Pisten sind nämlich bezüglich Tempo nicht vergleichbar mit dem Strassenverkehr. Beim Schneesport ist es wichtig, dass man kontrolliert fährt. Gute Fahrer schaffen das auch bei höheren Geschwindigkeiten».

Unfallzahlen

Von den jährlich 70 000 Verunfallten im Schneesport sind 40 000 erwerbstätig und somit UVG-versichert. Diese 40 000 Unfälle verursachten im Jahr 2006 Kosten von rund 200 Millionen Franken. Nicht in diesen Kosten enthalten sind die 30 000 Unfälle der Nichterwerbstätigen, wie z. B. Kinder, Schüler, Studenten, nicht erwerbstätige Hausfrauen, Selbstständigerwerbende sowie Rentner. Diese Unfälle sind durch die Krankenkassen gedeckt. Die Suva will mit ihren Präventionsaktivitäten Schneesportunfälle verhindern und damit die Unfallkosten senken. Dies wiederum kommt den Versicherten in Form von tieferen Prämien zu Gute.

Die Tempo-Tage 2008/2009 der Suva
  • 27. und 28. Dezember Flumserberg, SG
  • 03. und 04. Januar Sörenberg, LU
  • 10. und 11. Januar Val d’Illiez (Le Crosets), VS
  • 17. und 18. Januar Nendaz, VS
  • 24. und 25. Januar Engelberg, OW
  • 31. Januar und 1. Februar Schönried, BE
  • 07. und 08. Februar Bettmeralp/Riederalp, VS
  • 13. und 14. Februar Davos, GR
  • 21. und 22. Februar Adelboden, BE
  • 07. und 08. März Airolo, TI
  • 14. und 15. März Grindelwald First, BE

Weitere Informationen zur Präventionskampagne Schneesport der Suva: www.suva.ch/schneesport .

Kontaktperson für Medienschaffende:

Barbara Salm, Unternehmenskommunikation, Suva, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern,
Tel. 041 419 50 25, barbara.salm@suva.ch 

Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,9 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.

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