Umfrage: Verunfallte mit der Suva sehr zufrieden

New Case Management bringt Mehrwert Eine breit angelegte Zufriedenheitsmessung bei verunfallten Suva Versicherten hat ergeben, dass diese mit der Betreuung durch die Suva sehr zufrieden sind. Die Werte von 2006 konnten nochmals verbessert werden. Zurückzuführen ist dieses gute Ergebnis auf das New Case Management (NCM) der Suva, das durch eine ganzheitliche Fallabwicklung anstrebt, Verunfallte zum optimalen Zeitpunkt wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Dies bringt sowohl den Verunfallen, deren Arbeitgebern und der Suva Vorteile. Im 2008 sanken die Rentenzahlen erneut um fast elf Prozent und erreichten den tiefsten Stand seit dem Inkrafttreten des Unfallversicherungsgesetzes 1984.

Fünf Prozent der Unfälle sind bei der Suva für 80 Prozent der Versicherungskosten verantwortlich. Mit ihrem New Case Management (NCM) setzt die Suva genau bei diesen fünf Prozent der Versicherten an. Mit Erfolg: Die Ergebnisse der aktuellsten Zufriedenheitsmessung vom Herbst 2008 bei 7048 Verunfallten bestätigen mit durchschnittlich 86 von 100 Punkten die hohe Zufriedenheit mit der Suva. Heute sorgen bei der Suva 120 Case Manager mit einer individuellen Beratung und der Koordination der verschiedenen Leistungserbringer dafür, ein qualitativ hochstehendes, kundenfreundliches und wirtschaftliches Schadenmanagement sicherzustellen. Die Case Manager berücksichtigen dabei den medizinischen Befund, die Persönlichkeitsstruktur des Verunfallten und sein soziales und berufliches Umfeld, um eine optimale Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess zu erreichen.

Unterstützung durch die Suva bei der Wiederaufnahme der Arbeit
Gegenüber den Vergleichswerten aus dem Jahr 2006 sind die Verunfallten insbesondere mit der Unterstützung bei der Wiederaufnahme der Arbeit zufriedener. Der entsprechende Wert stieg von 80 auf 83 Punkte. Auch mit der Abklärung der Arbeitsfähigkeit, der Festlegung eines günstigen Zeitpunkts für die Wiederaufnahme der Arbeit, mit den Bemühungen um einen Schonarbeitsplatz und der schrittweisen Wiederaufnahme der Arbeit sind die Zufriedenheitswerte von 81 auf 82 Punkte gestiegen. Verbessert haben sich auch die Werte beim Beschwerdemanagement. Besonders positiv bewerten die Befragten die Arbeit der Case Manager, wo die Zustimmung im Vergleich zu 2006 um vier Punkte von 81 auf 85 zunahm. Geschätzt wird zudem, dass der Arbeitgeber vom Case Manager früh in die Problemlösung miteinbezogen wird. Als besonders entlastend empfinden die Versicherten, dass die Suva die Koordination zwischen den verschiedenen Leistungserbringern übernimmt. In diesem Bereich konnten insgesamt 65 Punkte erreicht werden, was einem Plus von vier Punkten gegenüber 2006 entspricht.

Gestiegene Zufriedenheit auch bei der Militärversicherung
Seit dem 1. Juli 2005 führt die Suva im Auftrag des Bundes die Militärversicherung. Die Resultate der aktuellen Zufriedenheitsumfrage zeigen, dass auch bei der Militärversicherung die Werte fast durchgehend gestiegen sind. So konnte der Zustimmungswert sowohl bei der Gesamtzufriedenheit von 82 auf 84 Punkte und bei der Zuverlässigkeit von 83 auf 86 Punkte gesteigert werden. Die markanteste Steigerung ist bei der Militärversicherung aber im Bezug auf die ganzheitliche Betreuung auszumachen. Hier stiegen die Werte auf Grund des New Case Management von 65 auf 71 Punkte.

Verbesserungspotenzial erkannt
Trotz der guten Resultate zeigt die Umfrage auch Verbesserungspotenzial auf. Dies vor allem im Kommunikationsverhalten. Deshalb sollen die Verunfallten künftig sowohl durch die Case Manager, wie auch durch die Suva Ärzte vor Ort und in den Rehabilitationskliniken der Suva in Bellikon und Sion noch besser und transparenter über den Nutzen der Therapien und der ärztlichen Behandlungen informieren werden. Die Verunfallten wünschen zudem, dass Rentenhöhen und/oder Integritätsentschädigungen klarer kommuniziert werden. Auch bei diesem Punkt will die Suva Massnahmen ergreifen und ihre Kommunikation optimieren.

Nutzen für die Volkswirtschaft und die Verunfallten
Der Suva ist es gelungen, mit dem innovativen Ansatz ihres NCM eine führende Stellung in der Versicherungswirtschaft einzunehmen. Die guten Umfragewerte zeigen: Das NCM der Suva kombiniert auf ideale Weise Nutzen für den Versicherten und die Volkswirtschaft. Da die Suva allfällige Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurückgibt, profitieren sowohl Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmende. Erfreulich ist auch die Entwicklung der Rentenzahlen, die 2008 um fast elf Prozent sanken und den tiefsten Stand seit dem Inkrafttreten des Unfallversicherungsgesetzes erreichten.

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
Erich Wiederkehr, Suva, Unternehmenskommunikation, Fluhmattstrasse 1,
6002 Luzern, Tel. 041 419 56 23, erich.wiederkehr@suva.ch 


Die Suva ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 100'000 Unternehmen bzw. 1,9 Millionen Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Im Auftrag des Bundes führt sie auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Ihre Kunden können kompetente, ergebnisorientierte Arbeit und eine faire, zuvorkommende Behandlung erwarten. Die Suva arbeitet selbsttragend, ohne Subventionen. Gewinne kommen den Versicherten zugute. Im Verwaltungsrat sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund vertreten.

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