Grümpelturniere - sicherer als ihr Ruf

Auch in diesem Jahr hilft die Suva mit, dass rund 150 Grümpelturniere und 40 Firmenturniere unfallfrei bleiben. Die vergangen Jahre zeigen den Erfolg: Die Unfallzahlen bei den Grümpelturnieren waren stark rückläufig und gleichzeitig verbesserte sich der Ruf der Turniere.

Die Suva setzt sich zusammen mit dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) und dem Schweizerischen Schiedsrichterverband (SSV) für Sicherheit an Grümpelturnieren ein. Auch in diesem Jahr engagiert sie sich an über 150 Grümpel- und 40 Firmenfussball-Turnieren in der ganzen Schweiz. Und dies mit einem erfreulichen Ergebnis: Die Suva hat mit ihrer Präventionskampagne für Grümpelturniere die Unfallzahlen in den letzten zehn Jahren massiv senken können. Heute zählt die Suva bei den von ihr unterstützten Turnieren durchschnittlich 3,3 Unfälle auf 1000 Teilnehmende. Noch vor zehn Jahren waren es 16 Verletzte pro 1000 Teilnehmende. Die kontinuierliche Abnahme der Verletzungen sowie die stark ansteigende Nachfrage seitens der Turnier-Organisatoren bestätigen die Suva in ihren Aktivitäten.

Schiedsrichter und Fairplay als Rezept für weniger Unfälle
Für Heinz Wyss, Leiter der Kampagne «Sicherheit an Grümpelturnieren», ist die sinkende Unfallzahl hauptsächlich auf den Einsatz von Schiedsrichtern in Kombination mit Fairplay zurückzuführen: «Für diese Art Turniere engagiert und entschädigt die Suva offizielle Schiedsrichter. Deren Erfahrung sorgt für Fairplay. Ein fairer Spielverlauf senkt das Verletzungsrisiko beträchtlich.» An Turnieren, die von der Suva unterstützt werden, nehmen mehr Mannschaften teil. Noch vor einigen Jahren, hatten die Grümpelturniere ein Knochenbrecher-Image. Dieses schlechte Image konnte auch dank den Bemühungen der Suva stark verbessert werden.

Weniger Unfälle: Die Versicherten profitieren
Amateurfussball ist eine der unfallträchtigsten Sportarten und verursacht folglich entsprechend hohe Kosten. 2006 gaben die Versicherer für rund 40 000 verletzte Fussballer gegen 139 Millionen Franken in Form von Behandlungskosten, Taggeldern und Renten aus. Die Kombination Prävention Versicherung Rehabilitation der Suva zahlt sich aus. Denn durch die Prävention sinken die Unfallzahlen und somit die Kosten, was wiederum den versicherten Betrieben in Form von tieferen Prämien zugute kommt.

Das Engagement der Suva
Die Leistungen der Suva beinhalten die Unterstützung bei der Verpflichtung offizieller Schiedsrichter in Zusammenarbeit mit den regionalen Schiedsrichter-Aufgebotsstellen. Ferner vergütet die Suva 500 Franken (gilt nicht für Firmenturniere) als Anerkennung für den Beitrag zur Unfallverhütung und die Durchführung des Turniers nach den Sicherheitsanforderungen der Suva. Die Organisatoren erhalten zudem folgendes Material:

Schienbeinschoner und Stulpen
Reversible Überzieher
1 Bande mit Dehn- und Kräftigungsübungen (zum Ausleihen)
1 Bande SuvaLiv
1 Rolle Absperrband
1 CD mit «Aufwärm-Musik»
Die Organisatoren garantieren ihrerseits, dass die Auflagen der Suva eingehalten werden:

Schienbeinschoner-Obligatorium durchsetzen
Einheitliche Dresses pro Team verteilen
Nocken- oder Noppenschuhen (keine Turnschuhe) tragen
Sanitätsposten vor Ort einrichten
Notfallnummern zusammenstellen
«Warm-up» durchführen
Broschüre «Die richtige Prävention im Fussball» (Best.-Nr. 88147.d) an alle Teilnehmenden abgeben
Weitere Informationen finden sich unter: www.suva.ch/fussballpraevention

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
Helene Fleischlin, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 65 14,helene.fleischlin@suva.ch 

Die 1918 gegründete Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 19 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 2800 Mitarbeitende. Sie ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 110 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,4 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - und der Bund vertreten.

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