Fairplay ist möglich, auch bei Vereinen der Super-League

Der FC Lohn ist Schweizermeister - im Fairplay! Auf dem zweiten Platz der Suva-Fairplay-Trophy klassierte sich der FC Aarau. Das ist das erste Mal, dass ein Verein der Super-League mit der Fairplay-Trophy ausgezeichnet wird. Als Lohn für die faire Spielweise erhalten die Vereine stattliche Prämien im Wert von bis zu 10 000 Franken.

Grätsche von hinten oder das gestreckte Bein von vorne: Noch zu oft bleibt das Fairplay im Schweizer Fussball auf der Strecke. Nicht so beim FC Lohn (SH). Am 30. Oktober 2009 erhielt der Verein im Berner Stade de Suisse bereits zum zweiten Mal die Fairplay-Trophy der Suva überreicht. Damit sicherten sich die Nordostschweizer Fussballer einen Gutschein für Sportausrüstungen im Wert von 10000 Franken. Verliehen wird die Auszeichnung vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) und der Suva. Auf dem zweiten Platz klassierten sich die Amateure des FC Aarau (AG). Auf den Plätzen drei bis fünf folgten der FC Schwerzenbach (ZH), Leventina Calcio (TI) und der FC Schaffhausen (SH). Für faires Verhalten auf dem Rasen wurde jeder Verein mit einem Gutschein zwischen 5000 und 8000 Franken belohnt.

Preis für Fairness
Die Fairplay-Trophy wird seit 2004 jedes Jahr an die zehn fairsten Fussballvereine der Schweiz vergeben. Berücksichtigt werden alle Vereine, die in den regionalen Aktiv-, Senioren- und Veteranenmeisterschaften Fussball spielen. «Wir bewerten das Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern und Gegnern, das Verhalten der Zuschauer und Funktionäre wie auch die Anzahl Strafpunkte aus gelben und roten Karten», sagt Jürg Ernst, Leiter Freizeitsicherheit bei der Suva. «Gerade Schiedsrichterbeleidigungen oder verbales Attackieren der Schiedsrichter und Gegner kommen im Fussball immer wieder vor», so Jürg Ernst.

Damit Fussball nicht zum Trauerspiel wird
Als grösster Unfallversicherer der Schweiz engagiert sich die Suva in der Prävention, der Versicherung und der Rehabilitation. Neben der Verhütung von Berufsunfällen und -krankheiten setzt sie sich für ihre Versicherten auch in der Freizeitsicherheit ein. Damit will die Suva nicht nur menschliches Leid und Schmerzen verhindern, sondern auch die Kosten der Fussballunfälle senken. Davon profitieren letzten Endes auch die Versicherten in Form von tieferen Prämien. In der Schweiz spielen mehr als 250 000 Lizenzierte und gegen 400 000 Hobby-Kicker regelmässig Fussball. Für diese Sportlerinnen und Sportler dauern die Spiele nicht immer 90 Minuten, denn jedes Jahr ereignen sich rund 40 000 Unfälle auf Fussballplätzen. Diese Unfälle verursachen jährlich eine halbe Million Ausfalltage und Kosten in der Höhe von 145 Millionen Franken. Nicht einberechnet sind dabei die zwei bis fünf Mal höheren indirekten Kosten zu Lasten der Unternehmen.

Die detaillierte Rangliste zur Fairplay-Trophy findet sich unter: www.football.ch  

Weitere Informationen zur Fairplay-Trophy

Bilder stehen zur Verfügung unter www.photopress.ch/image/Suva  
Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
Angela Zobrist, Unternehmenskommunikation, Tel. 041 419 54 76, angela.zobrist@suva.ch 


Die 1918 gegründete Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 19 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 2900 Mitarbeitende. Sie ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 110 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,4 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - und der Bund vertreten.