Sauschnell heisst nicht saugut!

Auf den Skipisten wird oft «sauschnell» gefahren, was unter anderem dazu führt, dass mehr als 30 Prozent aller Sportunfälle in der Schweiz Wintersportunfälle sind. Deshalb sensibilisiert die Suva in elf verschiedenen Skigebieten zum Thema Tempo. Begleitet wird die diesjährige Kampagne von einer Pisten-Wildsau.

«Lassen Sie die Manieren nicht im Tal. Fahren Sie rücksichtsvoll» lautet der aktuelle Suva-Appell an die Schneesportler. Im Zentrum der diesjährigen Kampagne steht ein «Pistenwildschwein», das Skifahrer und Snowboarder zum Schmunzeln bringen und gleichzeitig auch zum Nachdenken über das eigene Fahrverhalten anregen sollen. Denn Geschwindigkeiten von 50 km/h und mehr, sind auf den Skipisten keine Seltenheit!

Tempogefühl ist lernbar

Um die Schneesportler auf die Gefahren der Geschwindigkeit zu sensibilisieren, organisiert die Suva auch in diesem Winter sogenannte Tempo-Tage. Die Suva will damit zu einer rücksichtsvolleren, dem eigenen Können und den Pistenverhältnissen angepassten Fahrweise animieren. In elf Skigebieten richtet die Suva an den Tempo-Tagen Messstrecken ein und stoppt mit mobilen Tempogeräten die Fahrgeschwindigkeiten der Wintersportler. «Mit dieser Aktion können wir den Teilnehmenden ein besseres Tempogefühl vermitteln», sagt Edith Müller, Kampagnenleiterin der Suva. «Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass dieses Tempogefühl lernbar ist und dass die Leute interessiert daran sind, zu wissen, wie schnell sie auf der Piste unterwegs sind.» Die Tempo-Tage starten am 26. und 27. Dezember 2009 im Skigebiet Grindelwald-First.

Zahlen sprechen Klartext

Jährlich verunfallen 70 000 Personen auf Schweizer Skipisten; davon sind 33 500 erwerbstätig und somit UVG-versichert. Diese 33 500 Unfälle verursachen pro Jahr Kosten von rund 220 Millionen Franken. Nicht in diesen Kosten enthalten sind die 36 000 Unfälle der Nichterwerbstätigen, wie z. B. Kinder, Schüler, Studenten, nicht erwerbstätige Hausfrauen, Selbständigerwerbende sowie Rentner. Diese Unfälle sind durch die Krankenkassen gedeckt. Die Suva will mit ihren Präventionsaktivitäten Schneesportunfälle verhindern und damit die Unfallkosten senken. Dies wiederum kommt den Versicherten in Form von tieferen Prämien zu Gute.

Die Tempo-Tage 2009/2010 der Suva finden statt:
26. und 27. Dezember Grindelwald-First BE
29. und 30. Dezember Meiringen Hasliberg BE
02. und 03. Januar Saas Fee VS
09. und 10. Januar Belalp VS
16. und 17. Januar Engelberg LU
23. und 24. Januar Hoch-Ybrig SZ
30. und 31. Januar Sedrun GR
06. und 07. Februar Crans Montana VS
08. und 09. Februar Verbier VS
10. Februar Les Mosses VD
11. Februar Leysin VD
13. und 14. Februar ;Les Crosets VS
13. und 14. Februar Acquarossa-Leontica TI
20. und 21. Februar Scuol GR
27. und 28. Februar Lenzerheide GR

Weitere Informationen zur Präventionskampagne Schneesport der Suva: www.suva.ch/schneesport.
Bilder sowie Filmrohmaterial (ab dem 5. Januar 2010) stehen zur Verfügung unter www.photopress.ch

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Angela Zobrist, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, angela.zobrist@suva.ch

Die 1918 gegründete Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 19 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 2900 Mitarbeitende. Sie ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 110 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,4 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - und der Bund vertreten.