Suva: erfreuliche Performance 2009 von über 12 Prozent

Die Suva weist für das Anlagejahr 2009 eine Performance von über 12 Prozent aus. Zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen haben neben der positiven Entwicklung an den Finanzmärkten auch die aktive Vermögensverwaltung der Suva. Der finanzielle Deckungsgrad betrug per Ende 2009 gut 117 Prozent. Damit sind alle langfristigen Verpflichtungen vollumfänglich gedeckt. Die Suva ist sehr solide finanziert und wird das Geschäftsjahr 2009 mit einem positiven Ergebnis abschliessen.

Die Suva erzielte im Geschäftsjahr 2009 eine im langjährigen Vergleich erfreulich hohe Performance von über 12 Prozent (Vorjahr – 12,2 Prozent) auf den Kapitalanlagen mit einem Buchwert von rund 32 Milliarden Franken (Vorjahr 29,3 Milliarden Franken). Die Jahresrechnung 2009 wird mit einem positiven Ergebnis abschliessen.

Die gute Performance ist auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurückzuführen: vom sich aufhellenden wirtschaftlichen Umfeld und den tiefen Zinsen infolge einer sehr expansiven Notenbankpolitik profitierten sowohl die Sachwertanlagen (insb. Aktien und Immobilien) als auch die festverzinslichen Papiere. Die aktive Anlagestrategie der Suva zielt auf eine breite Diversifikation und beinhaltet neben festverzinslichen Papieren den relativ hohen Anteil von 24 Prozent kotierter Aktien, 12 Prozent Immobilien sowie 14 Prozent Alternativanlagen.
Sämtliche Rentenansprüche vollumfänglich gedeckt
Die Suva bezahlt an über 100 000 Personen Invaliden- und Hinterbliebenenrenten. Das Anlagevermögen dient der Sicherung dieser Renten. Die lange Laufzeit dieser Renten ermöglicht der Suva, ihr Vermögen langfristig anzulegen und erhebliche Wertschwankungen in Kauf zu nehmen, da in guten Anlagejahren jeweils konsequent Wertschwankungsreserven geäufnet werden. Der finanzielle Deckungsgrad, das heisst das Verhältnis von Vermögen gegenüber Verpflichtungen, betrug per Ende 2009 gut 117 Prozent (Vorjahr 107,8 Prozent).
Langfristige Anlagestrategie der Suva
Am ehesten vergleichbar hinsichtlich Aktienanteil und anderen Sachwertanlagen ist das Anlageresultat der Suva mit Benchmarkindizes von Pensionskassen, wie dem CS PK-Index oder dem Pictet BVG 25-Index 2005 (BVG-25 plus). Im langfristigen Vergleich der letzten zehn Jahre (seit 1.1.2000) hat die Suva eine kumulative Performance von 33,2 Prozent erzielt, verglichen mit 21,7 Prozent des CS PK-Index und 28,0 Prozent des BVG 25 plus (bzw. vor 2005 dem BVG 25-Index 2000). Die Performance der Suva für 2009 liegt mit über 12 Prozent zwischen dem BVG-25 plus mit 13,7 Prozent und dem CS PK-Index mit 10,9 Prozent.

Detaillierte Angaben zum Geschäftsjahr 2009 und zur Prämienentwicklung 2011 wird die Suva an ihrer Bilanzmedienkonferenz vom 11. Juni 2010 in Luzern präsentieren, nachdem der Verwaltungsrat der Suva die Rechnung verabschiedet und die Prämien für das Folgejahr genehmigt hat.
Leistungen durch UVG-Revision in Gefahr
Bei der Suva tragen die Finanzerträge zur Dämpfung der Prämien ihrer Versicherten bei. Die Suva ist bestens finanziert und sie bezieht keine Subventionen vom Staat. Bei der laufenden Revision des Unfallversicherungsgesetzes hat die vorberatende Kommission des Nationalrats beschlossen, die Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung abzubauen. Sie hat die Versicherungsdeckung um rund 20 Prozent gesenkt. Neu sollen nur noch Löhne bis rund 100 000 Franken von der Grundversicherung abgedeckt sein gegenüber aktuell 126 000 Franken. Der Mindestinvaliditätsgrad soll von 10 auf 20 Prozent erhöht werden. Heute vereinfachen die Kleinrenten unter 20 Prozent die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. Mit der Erhöhung werden haftungsrechtliche Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zunehmen und die Wiedereingliederung erschwert. Dieser Leistungsabbau ist umso fragwürdiger, als die Unfallversicherung ausgezeichnet funktioniert, solide finanziert ist und keinen Sanierungsbedarf aufweist.
Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
Erich Wiederkehr, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 56 23, erich.wiederkehr@suva.ch 

Die 1918 gegründete Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 19 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 2900 Mitarbeitende. Sie ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 110 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,4 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - und der Bund vertreten.