Suva überzeugt Luzerner Stadtpräsidenten

Beim Velofahren immer einen Velohelm tragen: Dieses Bekenntnis legt Urs W. Studer am 10. Zentralschweizer Velohelmtag der Suva vom 2. Mai 2010 in Malters ab. Neben zahlreichen weiteren Prominenten belohnt der Luzerner Stadtpräsident alle helmtragenden Velofahrer mit einem Los, mit dem sie attraktive Preise gewinnen können. Für jeden gefahrenen Kilometer überweist die Suva zudem 20 Rappen an Fragile Suisse, die Vereinigung hirnverletzter Menschen.

Nicht der Wettkampf steht am 10. Zentralschweizer Velohelmtag im Vordergrund, sondern Plausch und Erlebnis– und natürlich das Velohelmtragen. Zum zehnjährigen Jubiläum hat sich auch Urs W. Studer, Stadtpräsident von Luzern, von der Suva überzeugen lassen. «Bis vor kurzem habe ich noch keinen Velohelm getragen und ich gebe zu, ich war wohl etwas zu bequem diesen aufzusetzen», gesteht Urs. W. Studer. «Heute weiss ich es besser; und ich kenne die Risiken, darum trage ich per sofort konsequent den Velohelm».
Prominente Velohelmjäger
Prominente aus Sport, Politik und Wirtschaft – so beispielsweise Alexander Martinez, Schweizermeister im Dreisprung, Ex-Mister-Schweiz Tim Wielandt und der Luzerner Regierungsrat Marcel Schwerzmann – sind als «Velohelmjäger» unterwegs. Sie belohnen Velofahrende, die einen Helm tragen, mit einem Glückslos. «Mit dem Zentralschweizer Velohelmtag haben wir seit zehn Jahren grossen Erfolg,» sagt Esther Hess, Kampagnenleiterin Velohelm bei der Suva. «Im persönlichen Gespräch können wir die Velofahrenden für das Helmtragen sensibilisieren. Jede schwere Schädel-Hirnver-letzung, die wir verhindern können, bedeutet weniger menschliches Leid. Dadurch sinken die Kosten der Velounfälle und auch die Versicherten profitieren in Form von tieferen Prämien.»
FLYER-Elektrovelo zu gewinnen
Das Tempo spielt am Velohelmtag keine Rolle. Mitmachen ist alles! Einfach den Velohelm aufsetzen, eine der drei ausgeschilderten Strecken abfahren und mit etwas Glück einen der 200 Preise gewinnen. Als Hauptpreis wartet ein FLYER-Elektrovelo auf einen glücklichen Abnehmer. Für jeden am Velohelmtag gefahrenen Kilometer überweist die Suva 20 Rappen an Fragile Suisse, die Vereinigung hirnverletzter Menschen. Diese setzt sich für die Anliegen hirnverletzter Menschen und ihren Angehörigen ein.
Stuntshow: Gefahr «toter Winkel»
Es ist die Horrorvorstellung eines jeden Lastwagenchauffeurs: Ein Velofahrer befindet sich im sogenannten toten Winkel des LKWs und wird überfahren. Um auf diese Gefahr aufmerksam zu machen, stellt die Suva mit einem Stuntman diese Situation zum ersten Mal am Velohelmtag nach. Die Teilnehmenden haben zudem die Möglichkeit, in die Führerkabine zu sitzen und den Blickwinkel des Chauffeurs einzunehmen.
«Village» bei der Steiner Energie AG und Meyerhans Hotz AG
Den Mittelpunkt des 10. Zentralschweizer Velohelmtags der Suva bildet das «Village» bei der Steiner Energie AG und Meyerhans Hotz AG in Malters. Hier können die Teilnehmenden ihren Hunger und Durst stillen, den neusten Velohelm kaufen, am TCS-Stand einen Velocheck machen, sich massieren lassen oder einfach das Gespräch und die Gemütlichkeit geniessen.
Drei Velorouten
Die mit Suva-Wegweisern ausgeschilderte Mini-Route (7,6 km, auf der Karte blau) entlang der kleinen Emme – Blatterbrugg – bis Ei ist vor allem für Familien mit Kindern geeignet. Die Haupt-Route (17,3 km, grün) führt über den Littauerberg – Zinggen – Ammergerige – Malters. Die Maxi-Route (27,4 km, rot) macht eine grössere Schlaufe nach Neuenkirch – Hellbühl – Ammergerige – Malters. Achtung: Wegen Rollsplit sind Rennvelos auf allen Strecken ungeeignet. Der Anlass findet bei jedem Wetter statt. Der Velohelmtag ist kein Rennen mit Startzeit, deshalb entfällt eine offizielle Anmeldung.
Leistungen durch UVG-Revision in Gefahr
Die Suva ist bestens finanziert und sie bezieht keine Subventionen vom Staat. Bei der laufenden Revision des Unfallversicherungsgesetzes hat die vorberatende Kommission des Nationalrats beschlossen, die Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung abzubauen. Sie hat die Versicherungsdeckung um rund 20 Prozent gesenkt. Neu sollen nur noch Löhne bis rund 100 000 Franken von der Grundversicherung abgedeckt sein gegenüber aktuell 126 000 Franken. Der Mindestinvaliditätsgrad soll von 10 auf 20 Prozent erhöht werden. Heute vereinfachen die Kleinrenten unter 20 Prozent die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. Mit der Erhöhung werden haftungsrechtliche Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zunehmen und die Wiedereingliederung erschwert. Dieser Leistungsabbau ist umso fragwürdiger, als die Unfallversicherung ausgezeichnet funktioniert, solide finanziert ist und keinen Sanierungsbedarf aufweist.
Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
Angela Zobrist, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, angela.zobrist@suva.ch 

Die 1918 gegründete Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 19 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 2900 Mitarbeitende. Sie ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 110 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,4 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - und der Bund vertreten.