Die Suva unterstützt die WM der Hobbykicker

Zeitgleich mit der Fussballweltmeisterschaft startet auch die Grümpelturniersaison – oder «Weltmeisterschaft der Plauschfussballer». Auch dieses Jahr unterstützt die Suva 150 Grümpelturniere in der ganzen Schweiz. Das Engagement der grössten schweizerischen Unfallversicherung lohnt sich, denn an Suva-Turnieren sind markant weniger Unfälle zu verzeichnen als bei den übrigen Hobby-Fussballturnieren.

Dem Fussball kann sich so kurz vor der WM niemand mehr entziehen. Doch die schönste Nebensache der Welt wird diesen Sommer nicht nur vor dem Bildschirm konsumiert, sondern auch selber betrieben: In der Schweiz spielen jährlich rund 150 000 Frauen und Männer an 350 Plauschturnieren mit. Deshalb nennt man diese Turniere vielerorts auch die «Weltmeisterschaft der Hobbykicker». Denn angesichts der Fussball-Weltmeisterschaft mutieren ganz gewöhnliche Hobby-Fussballer zu Alexander Frei und Cristiano Ronaldos. Bloss vergisst dabei manch einer, dass es ihm – im Gegensatz zu den ganz Grossen – am entsprechenden Training fehlt, ganz zu schweigen von der ausgefeilten Technik. Dies macht auch der grösste Kampfgeist nicht wett, im Gegenteil: Oft führt voller Körpereinsatz zu Unfällen auf dem Fussballplatz.
Sinkende Unfallquote
Die Suva setzt sich zusammen mit dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) und dem Schweizerischen Schiedsrichterverband (SSV) seit zehn Jahren für Sicherheit an Grümpelturnieren ein. Auch in diesem Jahr engagiert sie sich an rund 150 Grümpel- und 40 Firmenfussball-Turnieren in der ganzen Schweiz. Und dies mit einem erfreulichen Ergebnis: Die Suva hat mit ihrer Präventionskampagne für Grümpelturniere die Unfallzahlen in den letzten zehn Jahren massiv senken können. Heute zählt sie bei den von ihr unterstützten Turnieren durchschnittlich 3,3 Unfälle auf 1000 Teilnehmende. Noch vor zehn Jahren waren es 16 Verunfallte. Heinz Wyss, Kampagnenleiter Fussball: «Wir freuen uns, dass die Unfallzahlen noch immer rückläufig sind. Eine weitere Senkung der Unfallzahlen erweist sich jedoch immer schwieriger; Fussball ist eine kampfbetonte Sportart. Man hat Kontakt mit einem Gegner, es kommt zu Zweikämpfen. Es gibt viele Sprünge, Drehbewegungen und Fremdeinwirkungen; das sind Verletzungsrisiken, die man beispielsweise beim Joggen nicht hat»
Suva Rezept für weniger Unfälle

Das Rezept der Suva für weniger Unfälle auf dem Fussballfeld: Sie stellt ein Grümpelturnierset zur Verfügung. Dieses umfasst Präventionsbroschüren, Checklisten, Schienbeinschoner und Stulpen, Banden, Überzieher sowie eine Musik-CD für das Warm-up. Ebenso unterstützt die Suva die Veranstalter bei der Verpflichtung von offiziellen Schiedsrichtern. Deren Erfahrung sorgt für das Fairplay. Ein fairer Spielverlauf senkt das Verletzungsrisiko beträchtlich. Als Entgelt für ihren Aufwand im Dienste der Unfallverhütung erhalten die Organisatoren von Grümpelturnieren von der Suva 500 Franken für die Durchführung des Anlasses:

Die Organisatoren garantieren ihrerseits, dass die Auflagen der Suva eingehalten werden:

  • Schienbeinschoner-Obligatorium durchsetzen
  • Einheitliche Dresses pro Team verteilen
  • Nocken- oder Noppenschuhen (keine Turnschuhe) tragen
  • Sanitätsposten vor Ort einrichten
  • Notfallnummern zusammenstellen
  • «Warm-up» durchführen
  • Broschüre «Die richtige Prävention im Fussball» (Best.-Nr. 88147.d) an alle Teilnehmenden abgeben
Ein Präventionstipp von Gilbert Gress gefällig?

Unter www.gress-cam.ch spricht Trainerlegende Gilbert Gress via Webcam zur Internetgemeinde. Wer zusätzlich seine Telefonnummer eingibt, erhält kurz darauf einen Anruf von Gress mit weiteren Präventionstipps. Die Suva setzt auf das Web, um mit ihren Botschaften zur Unfallverhütung auch die Generation Internet anzusprechen. Per Mausklick lässt sich die Gress-Cam via Mail, Facebook, Twitter oder Buzz an Freunde und Bekannte weiterleiten.

Leistungen durch UVG-Revision in Gefahr

Die Suva ist bestens finanziert und bezieht keine Subventionen vom Staat. Bei der laufenden Revision des Unfallversicherungsgesetzes hat die vorberatende Kommission des Nationalrats beschlossen, die Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung abzubauen. Sie hat die Versicherungsdeckung um rund 20 Prozent gesenkt. Neu sollen nur noch Löhne bis rund 100 000 Franken von der Grundversicherung abgedeckt sein gegenüber aktuell 126 000 Franken. Der Mindestinvaliditätsgrad soll von 10 auf 20 Prozent erhöht werden. Heute vereinfachen die Kleinrenten unter 20 Prozent die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. Mit der Erhöhung werden haftungsrechtliche Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zunehmen und die Wiedereingliederung erschwert. Dieser Leistungsabbau ist umso fragwürdiger, als die Unfallversicherung ausgezeichnet funktioniert, solide finanziert ist und keinen Sanierungsbedarf aufweist.

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Angela Zobrist, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, angela.zobrist@suva.ch 

Die 1918 gegründete Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 19 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 2900 Mitarbeitende. Sie ist ein selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 110 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,4 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - und der Bund vertreten.