Ottmar Hitzfeld ehrt Basler Fussballer

Am vergangenen Freitag, 29. Oktober 2010, durfte der BSC Old Boys Basel von Ottmar Hitzfeld einen Gutschein über 10 000 Franken für sein vorbildliches Verhalten auf dem Fussballplatz entgegennehmen. Die Fairplay-Trophy wird jedes Jahr vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) und der Suva an die fairsten Vereine vergeben.

Der BSC Old Boys Basel ist der Gewinner der Suva Fairplay-Vereins-Trophy der Saison 2009/2010 und gewinnt damit einen Preis im Wert von 10 000 Franken. Eine solche Leistung soll gewürdigt werden, findet auch Ottmar Hitzfeld, Schweizer Fussball-Nationaltrainer. «Ein fair geführtes Fussballspiel verursacht nicht nur weniger Verletzungen – es verbessert auch die Qualität des Spiels und macht allen Beteiligten sowie den Zuschauern mehr Spass. Deshalb unterstütze ich die Aktion der Suva, in der Funktion als Überbringer der Fairplay-Trophy», erklärt Hitzfeld. Auf dem zweiten Platz klassierte sich der FC Dombresson (NE) und auf dem dritten die Amateurmannschaften des FC Aarau (AG).
Verleihung der siebten Fairplay-Trophy
Die Fairplay-Trophy wird seit 2004 jedes Jahr im Stade de Suisse an die zehn fairsten Fussballvereine der Schweiz vergeben. Berücksichtigt werden alle Vereine, die in den regionalen Aktiv-, Senioren- und Veteranenmeisterschaften Fussball spielen. In einem ersten Selektionsverfahren werden die Strafpunkte in der Vorrunde ausgewertet. Die fünf Vereine mit der tiefsten Strafpunktezahl pro Region qualifizieren sich für den Wettbewerb der fairsten 65 Clubs. In der zweiten Saisonhälfte werden nebst den verhängten Strafen noch weitere Kriterien bewertet: Dazu gehören auch das Auftreten gegenüber Gegnern, Schiedsrichtern, Trainern und Funktionären. Das besondere an der Fairplay-Trophy: Es werden nicht einzelne Teams oder Sportler, sondern die Vereine beurteilt.
Fairplay ist Chefsache
Fussball lebt von Emotionen und Leidenschaft. Deshalb kommt es immer wieder zu Situationen, wo die Emotionen hochgehen. Selbst bei Fehlentscheiden des Schiedsrichters oder Niederlagen sollten Respekt und Anstand niemals verloren gehen. Deshalb ist es der Suva und dem SFV wichtig, dass der Fairplay-Gedanke nicht nur von den Spielern, sondern auch an der Fussballspitze gelebt und unterstützt wird. «Es freut uns ganz besonders, dass wir mit Ottmar Hitzfeld ein Vorbild haben, das Fairplay vorlebt und der es auch von seinen eigenen Spielern fordert», erklärt Jürg Ernst, Bereichsleiter Freizeitsicherheit bei der Suva.
Eine halbe Million Ausfalltage wegen des Fussballs
Die Suva engagiert sich in der Prävention, der Versicherung und der Rehabilitation. Neben der Verhütung von Berufsunfällen und -krankheiten setzt sie sich für ihre Versicherten auch in der Freizeitsicherheit ein. Damit will sie nicht nur menschliches Leid und Schmerzen verhindern, sondern auch die Kosten der Fussballunfälle senken. Davon profitieren letzten Endes auch die Versicherten in Form von tieferen Prämien. In der Schweiz spielen mehr als 250 000 Lizenzierte regelmässig und gegen 400 000 Hobby-Kicker gelegentlich Fussball. Jedes Jahr ereignen sich rund 40 000 Unfälle auf Fussballplätzen. Diese Unfälle verursachen jährlich eine halbe Million Ausfalltage und Kosten in der Höhe von 145 Millionen Franken.

Die detaillierte Rangliste der Fairplay-Trophy findet sich unter: www.football.ch 
Leistungen durch UVG-Revision in Gefahr
Bei der laufenden Revision des Unfallversicherungsgesetzes hat die vorberatende Kommission des Nationalrats beschlossen, die heutigen Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung zu verschlechtern und gleichzeitig zu verteuern. Dieser Leistungsabbau ist umso fragwürdiger, als die Unfallversicherung ausgezeichnet funktioniert, solide finanziert ist und keinen Sanierungsbedarf aufweist. In der Herbstsession 2010 hat der Nationalrat die Revision an den Bundesrat zurückgewiesen. Ob der Ständerat zum selben Schluss kommt, ist noch offen.
Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
Angela Zobrist, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, angela.zobrist@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 19 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3000 Mitarbeitende. Sie ist ein selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 115 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,2 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.