«Sport Basics»: Neues Präventionsprogramm für Ballsport

Jedes Jahr verletzen sich in der Schweiz mehr als 60 000 Personen beim Spiel mit dem Ball. Deshalb hat die Suva zusammen mit der Sportmedizinerin Kerstin Warnke und den fünf grossen Ballsportverbänden das Trainingsprogramm «Sport Basics» entwickelt. Die Suva ist überzeugt, mit diesem Präventionsprogramm das Unfallrisiko bis ins Jahr 2014 um rund 10 Prozent zu senken. Das heisst, in den nächsten vier Jahren werden ca. 6000 Unfälle verhindert.

Ballsportarten wie Fussball, Handball Volleyball, Basketball und Unihockey sind attraktiv, schnell, dynamisch und erfreuen sich grosser Beliebtheit; aber es gibt auch eine Kehrseite der Medaille: Jährlich fordert das Spiel mit dem Ball rund 60 000 Unfälle und Kosten von 180 Millionen Franken. Um die Anzahl dieser Unfälle zu verringern, hat die Suva gemeinsam mit den fünf grossen Ballsportverbänden und mit Kerstin Warnke, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Sportmedizin sowie leitende Ärztin Sommerspiele von Swiss Olympic, das Präventionsprogramm «Sport Basics» entwickelt.

Mehr Leistung und weniger Verletzungen

Das Programm ist in erster Linie auf Ballsportler ausgerichtet, da die Übungen den häufigsten ihrer spezifischen Verletzungen vorbeugen: Verletzungen der Sprunggelenke und Bänder im Knie, gefolgt von Rücken- und Schulter. Die Schwachstellen werden mit den sechs Basisübungen trainiert. Der Schwerpunkt wird auf das Kräftigen und Stabilisieren der betroffenen Körperteile gelegt. Die Übungen dienen nicht nur der Prävention, sondern tragen auch zur Verbesserung oder Erhaltung der persönlichen Fitness bei. «Die Übungen eignen sich sowohl für Breiten- als auch für Leistungssportler, grundsätzlich sind sie für alle geeignet, die etwas für ihre Fitness tun möchten», sagt Kerstin Warnke.

Trainer als Multiplikatoren

Die fünf grossen Ballsportverbände sowie Swiss Olympic haben sich bereit erklärt, «Sport Basics» als festen Bestandteil in die Trainerausbildung zu integrieren. Wie Heinz Wyss, Kampagnenleiter Ballsport der Suva, an einer Medienkonferenz ausführte, wurden sämtliche Verbands-Instruktoren in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Trainingsprogramm «Sport Basics» geschult und ab sofort werden alle Trainer in Grund- und Fortbildungskursen damit ausgebildet. Auf diese Weise können über 400 000 lizenzierte Sportlerinnen und Sportler erreicht werden. Die Suva ist überzeugt, mit diesem Präventionsprogramm das Unfallrisiko bis ins Jahr 2014 um rund 10 Prozent zu senken. Das heisst, in den nächsten vier Jahren werden ca. 6000 Unfälle verhindert.

Unfallzahlen sprechen für sich

In der Schweiz verletzen sich jährlich rund 60 000 Personen bei Ballsportarten. Was für die Betroffenen mit Schmerzen und mehr als einer Million Ausfalltagen verbunden ist, bedeutet für die Versicherer jährlich Kosten von über 180 Millionen Franken. Die Kombination Prävention, Versicherung und Rehabilitation der Suva zahlt sich aus. Denn durch die Prävention sinken die Unfallzahlen und somit die Kosten, was wiederum den versicherten Betrieben in Form von tieferen Prämien zugute kommt.

Neuauflage der UVG-Revision

Im März 2011 hat das Parlament nach kontroversen Debatten die Revision des Unfallversicherungsgesetzes an den Bundesrat zurückgewiesen. Damit wurde eine grundlose Destabilisierung der gut funktionierenden Unfallversicherung vermieden. Das Parlament verlangt, dass sich die Neuauflage der Revision auf das Notwendigste beschränken und insbesondere das Problem der Überentschädigung im AHV-Alter lösen soll. Für die Suva notwendig ist zudem die Anpassung der Unternehmensstruktur und die Verankerung ihrer Nebentätigkeiten ohne Reduktion des Marktanteils. Angesichts der grossen Herausforderungen im Gesundheitswesen ist es angezeigt, das erfolgreiche und effiziente Sozialversicherungsmodell zu stärken – für den Werkplatz Schweiz und für die Versicherten.

Bilder der Medienkonferenz stehen ab 14.00 Uhr zur Verfügung unter www.photopress.ch .

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Angela Zobrist, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, angela.zobrist@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 19 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3000 Mitarbeitende. Sie ist ein selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 115 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,2 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.